Branche in Bedrängnis Airlines bilanzieren ihre Schäden
Airlines und Reisekonzerne erleiden durch die Aschewolke Millioneneinbußen. Die EU bildete eine Task-Force, erste Unternehmenslenker sollen um Staatshilfe gebeten haben.
© Andreas Rentz/Getty Images

Schließt nicht aus, den Staat um Hilfe zu bitten: Air-Berlin-Chef Joachim Hunold
Die Europäische Union will Finanzhilfen wegen der millionenschweren Verluste der Airlines infolge des Flugverbots prüfen. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas kündigte an, zu diesem Zweck eine "Task-Force" zusammen mit den Kommissaren Joaquín Almunia (Wettbewerb) und Olli Rehn (Währung) zu bilden.
Konkrete Zahlen nannte Kallas nicht. Diese Task-Force werde in der kommenden Woche einen Bericht über die wirtschaftlichen Folgen des Flugverbots vorlegen, erläuterte er. Die europäischen Verkehrsminister würden auch bald erneut zusammentreffen, um über die Folgen des Flugchaos zu beraten und die nationalen Maßnahmen zu koordinieren.
Es zeichnet sich ab, dass Airlines die Frage nach Staatshilfe zumindest in Deutschland bald auch offiziell stellen könnten. Air Berlin etwa schloss nicht aus, sich demnächst an den Staat zu wenden. "Wenn wir zum Normalbetrieb zurückgekommen sind, werden wir sicherlich ein Fazit ziehen und dann werden wir gucken, ob wir hier nicht eine vergleichbare Situation mit den Terroranschlägen vom September 2001 haben", sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Joachim Hunold, im Deutschlandfunk auf die Frage, ob das Unternehmen Staatshilfe beantragen werde. "Tatsache ist, dass wir hier riesige Verluste erleiden."
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Konkrete Angaben über den finanziellen Schaden wollte Hunold vorerst nicht machen. Sobald wieder Normalbetrieb herrsche und die Finanzabteilung eine klare Aussage treffen könne, werde man das tun. Hunold sagte, er gehe davon aus, dass die Flugsicherung die Sperrung des Luftraums in Deutschland im Laufe des Tages ganz aufhebe. Dann dauere es noch einmal zwei bis drei Tage, bis alle Flugzeuge wieder an ihren planmäßigen Standorten seien. Air Berlin und Lufthansa hatten bereits am Montag mit Hilfe von Ausnahmegenehmigungen erste Maschinen in die Luft geschickt.
Andere deutsche Fluggesellschaften und Reisekonzerne haben einem Medienbericht zufolge wegen der Verluste durch die tagelangen Flugverbote bereits um Staatshilfen gebeten. Wie die Tageszeitung Die Welt berichtete, wurde bei einem Treffen mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) um Geld gebeten. Offiziell habe keiner einen Antrag gestellt, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums.
Laut dem Bericht erhoffen sich die Konzerne Unterstützung vom Staat bei Leistungen, die sie über jenes Maß hinaus erbringen, zu dem sie rechtlich verpflichtet sind. Dazu zählten insbesondere Hotelübernachtungen und die Verpflegung für gestrandete Passagiere.
Brüderle hatte am Montag eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung des BDI eingesetzt, um die ökonomischen Schäden durch die Sperrung des Luftraums möglichst gering zu halten. Er betonte, bei dem Treffen sei es nicht darum gegangen "den Geldbeutel zu öffnen". Der Ressortchef hatte verbilligte Kredite der Staatsbank KfW an Luftfahrtunternehmen für den Fall angeregt, dass die Flugverbote wegen der Aschewolke drastisch verlängert werden.
- Datum 20.04.2010 - 12:56 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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hoffendlich haben auch die angestellten von ,,air berlin,, was von der staatlichen hilfe.
riesige verluste sind hungerlöhne der angestellten.
kann man die finanzhilfen nicht von den isländern holen?
s'ist deren vulkan.
Genau! Die Isländer sollen zahlen: Die haben genug Asche!
Genau! Die Isländer sollen zahlen: Die haben genug Asche!
Wieso sollen eigentlich alle Bürger dafür zahlen, dass Unternehmen unfähig waren Rücklagen für schlechte Zeiten zu bilden? Das sollte eine Selbstverständlichkeit für jeden vorausschauenden Firmenlenker sein. Denn "höhere Gewalt" kann jederzeit eintreten und wenn man seine Firma mit massenhaften Billigangeboten immer am Abgrund navigiert, kann man schnell mal abstürzen.
Vom Fluglärm belästigte Bürger werden von diesen Unternehmen ignoriert um maximalen Profit zu machen. Wenn dann eine "Naturkatastrophe" eintritt, sollen alle Bürger mit Ihren Steuergeldern helfen den Dauerlärm wieder herzustellen?
(ausser bei der Versicherung für Management-Fehler). Warum Geld ausgeben (auch Rücklagen kosten Geld) wenn man im Notfall den Staat anpumpen kann.
Wenn schon Staatshilfen dann bitte auch Sonderabgaen für alle Branchen, die von der Wokle profitieren.
(ausser bei der Versicherung für Management-Fehler). Warum Geld ausgeben (auch Rücklagen kosten Geld) wenn man im Notfall den Staat anpumpen kann.
Wenn schon Staatshilfen dann bitte auch Sonderabgaen für alle Branchen, die von der Wokle profitieren.
Genau! Die Isländer sollen zahlen: Die haben genug Asche!
... wird man immer entschädigt, wenn man unverschuldet in Not gerät!
HartzIV-Empfänger haben ihre Not ja selbst verschuldet.
... nach dem Staat schreien und die EU nachgeben sollte was machen wir wenn es wirklich wochenlang so weiter geht?
Möglich wärs ja.
Eine der Lehren aus der Finanzkrise sollte eben gerade nicht diejenige sein, dass jedem Unternehmen bei Problemen unter die Arme gegriffen wird.
Wir leben zwar in einer sozialen Marktwirschaft, es handelt sich aber immer noch um eine MARKTwirtschaft. Den Linen nun einen ordentlichen Euro Betrach in den Allerwertesten zu pusten, damit dieses kleine "Maleur" names Aschewolke sich nicht auf den Unternehmenserfolg auswirkt, halte ich für grob-fahrlässige Schweinerei!
Es ist weder die Schuld des Staates, noch der Kunden oder der Airline selber - höhere Gewalt eben. Auf den Kosten eben dieser bleibt jeder selber sitzen.
Darüber hinaus entbehrt die mögliche Forderung nach Steuergeldern einem wichtigen Argument, das Banken gerne anbringen, wenns um die "Rettung" geht: Systemrelevanz.
Gerade die Luftfahrtindustrie befand sich in der letzten Dekade in einem enordem Konsolidierungsprozess, der sich nun rächt!
In einem anständigen Polypol der Luftlinien würde sich ein Geschäftsführer niemals trauen nach Staatshilfe zu rufen, weil ihn die Konkurrenz gleichwohl auf die Pelle rücken würde.
Finger weg von den Steuergeldern, wir haben schon viel zu viel für ander Leute Unfug bezahlt!
(ausser bei der Versicherung für Management-Fehler). Warum Geld ausgeben (auch Rücklagen kosten Geld) wenn man im Notfall den Staat anpumpen kann.
Wenn schon Staatshilfen dann bitte auch Sonderabgaen für alle Branchen, die von der Wokle profitieren.
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