Thailand Veranstalter sagen Bangkok-Reisen ab
Wegen der immer heftiger werdenden Unruhen haben die Reiseveranstalter bis auf weiteres Reisen nach Bangkok abgesagt. Reisende vor Ort werden in den Süden des Landes gebracht.
© Andy Nelson /Getty Images

Wegen der anhaltenden Unruhen bleiben Einkaufszentren in Bangkok geschlossen
Nachdem sich die politischen Proteste in Bangkok verschärft haben, sagen deutsche Tourismuskonzerne Reisen in die thailändische Hauptstadt ab. Damit reagieren die Veranstalter auf eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, in der vom Besuch Bangkoks "dringend abgeraten" wird.
Die Konzerne TUI und Rewe Touristik (Its, Jahn Reisen und Tjaereborg) stoppten Reisen bis zum kommenden Montag, wie die Unternehmen mitteilten. Thomas Cook sagte alle Reisen nach Bangkok bis einschließlich Sonntag ab. Die FTI Group ermöglicht kostenlose Stornierungen und Umbuchungen von Bangkok-Reisen bis einschließlich Freitag. Pauschalreisen mit dem Flugziel Bangkok könnten kostenlos umgebucht werden, so der Veranstalter.
Das Auswärtigen Amt hatte am Montag verschärfte Sicherheitshinweise für Bangkok veröffentlicht. Auch wenn derzeit vor allem die Situation in der Hauptstadt instabil ist, könne eine Ausweitung des Konflikts in den Norden des Landes nicht ausgeschlossen werden, heißt es darin.
Touristen, die bereits in Thailand sind, werden von den Veranstaltern derzeit von Bangkok und Nordthailand in die Tourismusregionen im Süden des Landes gebracht, der von den Demonstrationen bislang nicht betroffen ist. Dort befinden sich die beliebten Ferienziele rund um Phuket, Khao Lak und Koh Samui. Thailand gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Die Hauptreisezeit ist jedoch im Winter.
Der bereits seit Wochen andauernde Machtkampf zwischen Regierung und der Opposition in Thailand droht erneut zu eskalieren. Die sogenannten Rothemden kündigten eine Ausweitung ihrer Proteste an – die Armee bekräftigte im Gegenzug, die Regierungsgegner notfalls auch mit Gewalt zu vertreiben.
- Datum 27.04.2010 - 09:53 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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