Vulkanausbruch auf Island Airlines kritisieren Flugverbot
Wegen der Aschewolke aus Island bleibt der Luftraum über Deutschland bis mindestens 20 Uhr gesperrt. Lufthansa und andere Airlines stellen die Maßnahme in Frage.
© Alexander Hassenstein/Getty Images

Geparkte Flugzeuge der Lufthansa in München. Im Vordergrund sind die Triebwerke zum Schutz abgedeckt
Der Himmel über weiten Teilen Europas bleibt mindestens bis Sonntagabend wegen der Wolke aus Vulkanasche für den Flugverkehr gesperrt. Dies teilte die Deutsche Flugsicherung am Morgen mit. Ein Ende des Ausnahmezustands ist nicht in Sicht, denn aufgrund der stabilen Wetterlage verändert die Aschewolke ihre Position kaum. In weiten Teilen Frankreichs und in Norditalien wurden Flughäfen bereits bis Montag geschlossen.
- Fluglinien
-
Informationen über Flugausfälle und Verspätungen:
Lufthansa 01805 805 805 www.lufthansa.com
Air Berlin 01805 737 800 www.airberlin.com
Easy Jet 01805 029292 www.easyjet.com
Website mit den Telefonnummern aller größerer Fluglinien www.telefonnummer-airlines.de
- Flughäfen
-
Auf den folgenden Internetseiten und unter folgenden Telefonnummern können Sie sich über Sperrungen, Verspätungen und Flugausfälle informieren:
Berlin Schönefeld 0180 5 00 01 86 www.berlin-airport.de
Berlin Tegel 0180 5 00 01 86 www.berlin-airport.de
Bremen +49 (0) 421 55950 www.airport-bremen.de
Dresden +49 (0) 351 8810 www.dresden-airport.de
Düsseldorf +49 (0) 211 4210 www.duesseldorf-international.de
Erfurt 0180 5 410 970www.flughafen-erfurt.de
Frankfurt/Main 0180 5 372 4636 www.frankfurt-airport.de
Hamburg +49 (0) 40 50 750 www.ham.airport.de
Hannover +49 (0) 511 9770 www.hannover-airport.de
Köln/Bonn 0180 5 737800 www.koeln-bonn-airport.de
Leipzig/Halle +49 (0) 341 224 1155 www.leipzig-halle-airport.de
München +49 (0)89 9752 13 13 www.munich-airport.de
Münster/Osnabrück +49 (0) 25 71 940www.flughafen-fmo.de
Nürnberg +49 (0) 911 937 00 www.airport-nuernberg.de
Saarbrücken +49 (0) 6893 83272 www.flughafen-saarbruecken.de
Stuttgart 0180 5 948444www.flughafen-stuttgart.de
Internationale Flughäfen findet man auf www.flightradar24.com
- Linienbusse
-
Eurolineswww.eurolines.com
Deutsche Touring GmbH Servicehotline: +49 (0) 69 7903 501 www.touring.de
Berlin Linienbuswww.berlinlinienbus.de
Gullivers Servicehotline: +49 (0) 030 311 0 211 www.gullivers.de
Orland Servicehotline: +49 (0) 9721 47 59 00 www.orland.de
- Andere Transportwege
-
Ocean24 ist ein Buchungsportal für Fährverbindungen Servicehotline: Tel.: +49 (0) 180 4 999 203 www.ocean24.com
Auf Facebook gibt es einen Zusammenschluss von Nutzern, die Car-Pools bilden: http://www.facebook.com/carpooleurope
Nationale Mitfahrzentralen:
Mitfahrzentrale www.mitfahrzentrale.de
Mitfahrgelegenheit www.mitfahrgelegenheit.de
Internationale Mitfahrzentralen:
Roadsharing.comwww.roadsharing.com und Ride4cents.org www.ride4cents.org
Autovermieter:
Avis Servicehotline: 0180 5 21 77 02 www.avis.de
Europcar Servicehotline: 0180 5 8000 www.europcar.de
Hertz Servicehotline: 0180 5 33 3535 www.hertz.de
Sixt Servicehotline: 0180 5 25 25 25 www.sixt.de
Bei den Fluggesellschaften wächst der Unmut darüber, dass der Luftraum über Europa nur aufgrund von Mutmaßungen über die Belastung mit Aschestaub geschlossen bleibt. "Die Schließung erfolgte ausschließlich aufgrund von Daten einer Computersimulation beim Volcanic Ash Advisory Centre (VAAC) in London", kritisierte der Chef von Air Berlin, Joachim Hunold, in der Bild am Sonntag. Ein Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bestätigte dies gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: "Wir bekommen Vorlagen aus London mit Anweisungen, dass mit Staub zu rechnen ist, selbst messen können wir bislang nicht".
Der DWD-Mitarbeiter geht davon aus, dass die Konzentration des von einem isländischen Vulkan ausgestoßenen Aschestaubs nicht mehr so groß ist wie befürchtet und womöglich bis Dienstag geflogen werden könnte. Aufgrund der herrschenden Luftströmungen bekomme die Wolke derzeit keinen Asche-Nachschub aus Island. Ab Dienstag werde es wegen drehender Winde aber voraussichtlich wieder schlimmer.
Die Deutsche Lufthansa hat verlässliche Messungen für den deutschen Luftraum verlangt. Es gebe bislang keine konkreten Daten über die tatsächlichen Auswirkungen des Vulkanausbruchs in Island, sagte ein Konzernsprecher am Sonntag in Frankfurt. Man könne sich nicht allein auf die Daten aus dem Vulkanasche-Zentrum in London verlassen. Für künftige Fälle müsse das System deutlich verbessert werden.
An zehn Flugzeugen der Lufthansa, die am Samstag ohne Passagiere von München nach Frankfurt am Main überführt wurden, waren keinerlei Schäden durch Aschestaub zu finden. "Die Maschinen flogen in 8000 Metern Höhe und damit in der angeblich kritischen Zone. In Frankfurt fanden unsere Techniker dann bei einer genauesten Untersuchung nicht den kleinsten Kratzer an Scheiben, der Außenhaut oder den Triebwerken. Ähnliche Erfahrungen hat die niederländische Gesellschaft KLM gemacht", sagte Sprecher Klaus Walther.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer kündigte unterdessen laut Bild am Sonntag an, am Montagabend ein Messflugzeug mit Wissenschaftlern des Instituts für Atmosphärenphysik in Oberpfaffenhofen aufsteigen zu lassen. Die Wetterballons des DWD sind bislang noch nicht mit Sensoren zur Messung von Aschestaub-Konzentrationen ausgerüstet und daher für Untersuchungen zur Flugsicherheit nicht geeignet.
Zahlreiche Staats- und Regierungschefs haben wegen der massiven Behinderungen im europäischen Flugverkehr ihre Teilnahme an der für den heutigen Sonntag geplanten Beisetzung des polnischen Präsidenten Lech Kaczyński und seiner Frau Maria in Krakau abgesagt. Nach US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel sagten auch der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der ständige Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy, ab. Auch Spaniens König Juan Carlos und Prinz Charles aus Großbritannien entschieden sich gegen eine Reise nach Polen. Bundespräsident Horst Köhler und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) nehmen an der Beisetzung teil – sie reisen mit dem Hubschrauber an
Das Flugverbot über weiten Teilen Europas kostet die Fluggesellschaften nach Angaben des Luftverkehrsverbandes IATA mehr als 200 Millionen Dollar am Tag. Solange die Behinderungen allerdings nicht über Wochen hinweg andauern und die Lieferketten von Fabriken bedrohen, dürfte das Flugchaos die fragile Erholung Europas von der Wirtschaftskrise nicht sonderlich verlangsamen. Nach Einschätzung von Vulkanologen könnte die Asche-Wolke den Flugverkehr bis zu sechs Monate lang beeinträchtigen, wenn der Ausbruch andauert. Dies könnte die Fluggesellschaften empfindlich treffen. Schon am Freitag hatten deren Aktien deutliche Verluste verzeichnet.
- Datum 18.04.2010 - 12:11 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
- Kommentare 26
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:









....und sagte er habe die Flughäfen freigegeben und die Flüge könnten wieder beginnen.
Was sollte das denn? Gestern war doch nicht der 1.April.
....niemand überprüft, ob und ggf wie viel Staub in der Luft ist. Das wäre nicht nur zur Kalibrierung der Computermodelle wichtig.
...wäre angebracht: Stattdessen glotzt man auf Aktienkurse.
Von mir aus kann das gerne noch ´ne Weile so weiter gehen. 30.000 Flüge in ganz Europa an einem Tag??? Hallo, geht´s noch? Sehr viele dieser Flüge sind entweder völlig unnötig oder könnten durch bestehende technologische Mittel (Videokonferenzen) ersetzt werden.
ehm....
Ob die zuverlässiger sind als der Wetterdienst...
(Bin in South Yorkshire...)
Der lag hier leider im Winter täglich daneben und kam mit Irrsinn wie Minustemperaturen und Regen... (ich dachte Wasser gefriert so um die 0°C und abwärts?)
Also wenn die Engländer für so was zuständig sind - ich würde ihnen nicht trauen - und wenn die Lufthansa dann auch noch Testflüge unternahm.
Kann bitte ein grundsätzlich kompetenteres Europäisches Land nachmessen?
(Siehe auch weitere englische Verfehlungen: Langzeitprognose für das Wetter bezüglich Sommer und Winter 2009 waren katastrophal - und die Bankenkrise ist ja auch aus dem "Anglo-Amerikanischen" Kapitalismus entstanden, dieser Gier nach Profit sowie dem Leben auf Kredit der "normalen" Bevölkerung)
... von mir aus kann das noch wochenlang so gehen. Der Himmel blau und ruhig. Keine Flugzeuge, die von diesem Schei**-Monsterflughafen Frankfurt aus noch oft noch bis spät in die Nacht (von wegen Nachtflugverbot?!) über den Schwarzwald brettern und einen aus dem Schlaf reißen. Von den unverschämten Tiefflugmanövern der Militärs mal ganz abgesehen. Rein subjektiv hat die Luftraumverschmutzung, besonders der Lärm in den letzten Jahren unanständig zugenommen. Da könnte man polititsch mal was machen.
Davon abgesehen ist mein Chef gerade im Ausland :-)
Ganz interessant im Artikel: die Datenquelle. Hab mich schon die ganze Zeit gefragt, wo die ihre Daten herbekommen, ich hätte auf Satellit getippt. Das wurde in den meisten Medien mal wieder nicht hinterfragt, erst jetzt durch die finanziellen Verlierer der Entwicklung. In der Tat interessant, dass man trotz des ganzen Safety-Krams im Flugbereich derart auf dem falschen Fuß erwischt wurde. Vulkanasche ist ja jetzt keine neue Erscheinung, wenngleich in dieser Größenordnung in Europa bisher einmalig.
"An zehn Flugzeugen der Lufthansa, die am Samstag ohne Passagiere von München nach Frankfurt am Main überführt wurden..."
Bitte? Das Leben der Piloten darf, trotz offizieller Sperrung des Luftraums, ruhig riskiert werden? Wie ist denn das zu erklären?
Also ich denke nicht dass das Risiko für die Piloten so groß war.
Die Lufthansa wird ihre eigenen Abschätzungen gemacht haben - und die Piloten wussten was sie taten.
Des weiteren hätte man beim geringsten Verdacht auf ein Problem sofort tiefer fliegen können - da der Luftraum ja recht frei ist sollte das auch kein Problem sein.
Während in Deutschland derzeit keine Flüge nach Instrumentenflugregeln stattfinden, sind Flüge nach Sichtflugregeln (VFR-Flüge) nach wie vor möglich. Die Verantwortung dafür liegt beim Piloten. Mehrere Fluggesellschaften haben am Wochenende solche VFR-Flüge absolviert, um Flugzeuge von einem Flughafen zu einem anderen zu verlegen; Passagiere dürfen dabei nicht befördert werden. Dazu gehören die Deutsche Lufthansa, Air Berlin und Condor. Die DFS erwartet weitere solcher Überführungsflüge. Grund dafür ist, dass die Fluggesellschaften bestrebt sind, ihre Flugzeuge an diejenigen Flughäfen zu bringen, an denen sie nach Ende der Verkehrsbeschränkungen vorrangig benötigt werden.
aus DFS.de
Also ich denke nicht dass das Risiko für die Piloten so groß war.
Die Lufthansa wird ihre eigenen Abschätzungen gemacht haben - und die Piloten wussten was sie taten.
Des weiteren hätte man beim geringsten Verdacht auf ein Problem sofort tiefer fliegen können - da der Luftraum ja recht frei ist sollte das auch kein Problem sein.
Während in Deutschland derzeit keine Flüge nach Instrumentenflugregeln stattfinden, sind Flüge nach Sichtflugregeln (VFR-Flüge) nach wie vor möglich. Die Verantwortung dafür liegt beim Piloten. Mehrere Fluggesellschaften haben am Wochenende solche VFR-Flüge absolviert, um Flugzeuge von einem Flughafen zu einem anderen zu verlegen; Passagiere dürfen dabei nicht befördert werden. Dazu gehören die Deutsche Lufthansa, Air Berlin und Condor. Die DFS erwartet weitere solcher Überführungsflüge. Grund dafür ist, dass die Fluggesellschaften bestrebt sind, ihre Flugzeuge an diejenigen Flughäfen zu bringen, an denen sie nach Ende der Verkehrsbeschränkungen vorrangig benötigt werden.
aus DFS.de
Wo sollen den gesicherte Daten herkommen, wenn nicht rechtzeitig in Forschung und in Messstationen investiert wird? Der Vorfall von 1982, der jetzt ueberall hervorgeholt wird, ist fast 30 Jahre her. Viel Zeit, um zu besseren Daten zu kommen. Nur der Staat, dem Steuern entzogen werden und der durch Parasiten(Hedgefonds) ausgesaugt wird, kann diese Forschung nicht finanzieren. Da muessen schon die Fluggesellschaften selbst Geld in die Hand nehmen. 50 Cent pro Passagier wuerde eine Menge Geld zusammenbringen.
... aber das ist wie mit den Banken. Bis sich die Investition (oder bei den Banken: Zurückhaltung) lohnt, ist die entsprechende Gesellschaft pleite oder im Konkurrenznachteil weil teurer bzw. mit weniger Gewinn. Daher überleben nur die Optimisten.
Und sie haben ja recht, im Notfall werden sie ausgebailt. Ich warte schon darauf, dass die Fluggesellschaften finanzielle Hilfe vom Staat wollen. Kann nur noch eine Frage von Tagen sein (außer die sind gegen sowas versichert, was ich nicht glaube).
... aber das ist wie mit den Banken. Bis sich die Investition (oder bei den Banken: Zurückhaltung) lohnt, ist die entsprechende Gesellschaft pleite oder im Konkurrenznachteil weil teurer bzw. mit weniger Gewinn. Daher überleben nur die Optimisten.
Und sie haben ja recht, im Notfall werden sie ausgebailt. Ich warte schon darauf, dass die Fluggesellschaften finanzielle Hilfe vom Staat wollen. Kann nur noch eine Frage von Tagen sein (außer die sind gegen sowas versichert, was ich nicht glaube).
Also ich denke nicht dass das Risiko für die Piloten so groß war.
Die Lufthansa wird ihre eigenen Abschätzungen gemacht haben - und die Piloten wussten was sie taten.
Des weiteren hätte man beim geringsten Verdacht auf ein Problem sofort tiefer fliegen können - da der Luftraum ja recht frei ist sollte das auch kein Problem sein.
... Sperrung des Luftraums ist Sperrung des Luftraums. Sowas wird ja nicht umsonst ausgerufen.
"Die Lufthansa wird ihre eigenen Abschätzungen gemacht haben"
Ich bezweifle, dass sie dadurch in der Lage ist. Wieso sollte die mehr wissen, als alle anderen?
"...und die Piloten wussten was sie taten."
Piloten sind weisungsgebundene Angestellte.
Im Extremfall riskieren die sogar ihr Leben, weil ein polnischer Präsident ihnen mit Entlassung droht:
http://www.tagesspiegel.d...
... Sperrung des Luftraums ist Sperrung des Luftraums. Sowas wird ja nicht umsonst ausgerufen.
"Die Lufthansa wird ihre eigenen Abschätzungen gemacht haben"
Ich bezweifle, dass sie dadurch in der Lage ist. Wieso sollte die mehr wissen, als alle anderen?
"...und die Piloten wussten was sie taten."
Piloten sind weisungsgebundene Angestellte.
Im Extremfall riskieren die sogar ihr Leben, weil ein polnischer Präsident ihnen mit Entlassung droht:
http://www.tagesspiegel.d...
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren