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Strahlend grauer Himmel

Dem Stadtmenschen Peter von Felbert waren die Alpen lange Zeit nur ein Hindernis auf dem Weg nach Italien. Bis er vor fünf Jahren Luis Trenkers Bergfilm Der verlorene Sohn sah. Wegen Trenkers imposanter Aufnahmen der Dolomiten setzte sich der aus dem Ruhrgebiet stammende Fotograf in sein Auto und fuhr nach Südtirol. Im Hochgebirge begann er seine Suche nach Motiven, die unbeeinflusst sein sollten von Heimatkitsch und Klischees.

Doch "alles wirkte zu pittoresk", fand von Felbert. Die schneebedeckten Gipfel vor blauem Himmel spiegelten nicht das wider, was der Fotograf empfand: Faszination, Ehrfurcht und Bedrohung. Von Felbert griff für seine Alpen-Serie deswegen zu einem Trick und färbte den blauen Himmel einheitlich grau. Das irritiert, denn die Reflexionen des Sonnenlichts sind weiterhin sichtbar. Die Landschaft wird so geschärft. Sie wirkt unbarmherziger. Die folgenden Bilder zeigen Aufnahmen aus der Region zwischen Zermatt und den Ostalpen.