DFB-Elf Trainingslager mit strategischem Überblick
Die deutsche Nationalmannschaft ist im Südtiroler Eppan angekommen. Zwischen Apfelbäumen und Weinbergen sollen die Spieler fit für die WM in Südafrika gemacht werden.
© Thomas Zwyssig/Südtirol Marketing Gesellschaft

Von hier beherrschte der Eppaner Graf das Land
Wenn ihnen die Höhenluft nur nicht zu Kopf steigt. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Gruppe kampferprobter Recken in Eppan übermütig wird. Im 12. Jahrhundert baute Graf Ulrich II. die Burg Hocheppan auf einem senkrechten Felssporn über dem grünen Etschtal. Der Adelige und seine Mannschaft nutzten die günstige Lage für ihre Eroberungs- und Beutezüge. Bald gehörten die Grafen von Eppan zu den mächtigsten Tiroler Adelsgeschlechtern. Doch dann kam es, wie es kommen musste. Von ihren Erfolgen beflügelt, wurden die Eppaner Grafen übermütig. Ihre Taten wurden immer kecker. 1158 raubten sie eine vorbeiziehende päpstliche Gesandtschaft aus. Als sie dann auch noch zwei hohe kirchliche Würdenträger gefangen nahmen, war das Maß voll. Heinrich der Löwe zerstörte die Burg, zur Strafe.
Nun hat Joachim Löw Einzug dort gehalten, wo einst Heinrich der Löwe die Grafen bändigte. Im sonnenverwöhnten Südtiroler Ort sollen sich seine Männer auf Südafrika vorbereiten, um dort nach dem vierten Weltmeistertitel im Fußball zu greifen. Für zwölf Tage wird die Auswahl des Deutschen Fußballbundes in der Gemeinde südlich von Bozen bleiben. Sie residiert im Ortsteil Girlan, im Fünf-Sterne-Hotel Weinegg. Dort wird Trainer Löw auch am 1. Juni die definitive Mannschaft bekannt geben, die mit ihm nach Südafrika fliegen darf.
Doch Eppan empfiehlt sich als Trainingsort nicht nur wegen den vielen Trutzburgen und dem damit verbundenen strategischen Überblick. Die Herberge und die nahe Sportzone Rungg liegen inmitten von Weinbergen nahe dem Kalterer See: einem südländisch anmutenden Flecken Erde, wo einige der besten italienischen Weine heranreifen. Man muss allerdings annehmen, dass weder die lokale Geschichte noch der Wein zu den wichtigen Themenfeldern beim hiesigen Aufenthalt der deutschen Fußballer sein werden. Das ist zwar schade, sie verpassen wirklich etwas – andererseits muss, wer Weltmeister werden will, bestimmte Opfer bringen.

Löws Mannschaft soll sich hier vorbereiten
Er sei überzeugt, in Eppan ideale Bedingungen für die WM-Vorbereitung zu finden, betonte Teammanager Oliver Bierhoff bei der offiziellen Vorstellung des Trainingslagers. "Wir sind sicher, dass die deutsche Nationalmannschaft in Südtirol die nötige Ruhe, ein ideales Klima, geeignete Einrichtungen und eine optimale Umgebung für ihre Vorbereitung auf die WM vorfinden wird", sagte auch Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder und hob den hohen Imageeffekt für die Gastgeberregion hervor. "Deswegen werden wir alles tun, damit sich die Spieler und Betreuer wohlfühlen."
Die Sportzone mit den drei Fußballfeldern hat sich in diesen Tagen in eine profane Wallfahrtsstätte kurz vor dem Ansturm der Pilgermassen verwandelt. Zwischen Apfelbäumen, wo sonst Bauern mit ihren schlammverkrusteten Traktoren herumkurven, hängen Transparente. Würstchenbuden wurden eilig aufgebaut und neue Parkplätze für die Besucher angelegt. Dass man hier trotz strenger Abschirmung mit einem Massenauflauf rechnet, sieht man an den mobilen Gittern vor den Trainingsplätzen und Zuschauertribünen.
- Datum 21.05.2010 - 20:05 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Was kostet eine solch überdimensionierte Werbeanzeige verpackt als journalistisches Produkt? In einer Printversion müsste man so etwas kennzeichnen oder liege ich da falsch? Naja, ist ja kein multinationales Energieunternehmen oder gar eine Öl-Firma. Es sei Ihnen verziehen mir 5 Minuten kostbare Zeit geraubt zu haben... :-)
Man freut sich in Eppan einfach auf die Deutsche Nationalmannschaft. Schon seit Wochen findet man auf der offiziellen Tourismuswebsite einen Counter, der die Tage bis zum Eintreffen der Fußballer zählt. Der einzigen großen Zeitung war es eine Schlagzeile wert und das Thema ist auch Tagesgespräch in dem Landstrich, wo deutsche und italienische Fußballbegeisterung aufeinander treffen. Die Freude ist echt, auch wenn die Touristiker wohl mehr auf die zusätzliche Publicity schielen. Auch das sei ihnen gegönnt. Und dass das Hotel erwähnt wird? Es ist ein Reiseartikel, da gehört das schon mit dazu. "Basst scho", sag ich da als Bayer.
Man freut sich in Eppan einfach auf die Deutsche Nationalmannschaft. Schon seit Wochen findet man auf der offiziellen Tourismuswebsite einen Counter, der die Tage bis zum Eintreffen der Fußballer zählt. Der einzigen großen Zeitung war es eine Schlagzeile wert und das Thema ist auch Tagesgespräch in dem Landstrich, wo deutsche und italienische Fußballbegeisterung aufeinander treffen. Die Freude ist echt, auch wenn die Touristiker wohl mehr auf die zusätzliche Publicity schielen. Auch das sei ihnen gegönnt. Und dass das Hotel erwähnt wird? Es ist ein Reiseartikel, da gehört das schon mit dazu. "Basst scho", sag ich da als Bayer.
Man freut sich in Eppan einfach auf die Deutsche Nationalmannschaft. Schon seit Wochen findet man auf der offiziellen Tourismuswebsite einen Counter, der die Tage bis zum Eintreffen der Fußballer zählt. Der einzigen großen Zeitung war es eine Schlagzeile wert und das Thema ist auch Tagesgespräch in dem Landstrich, wo deutsche und italienische Fußballbegeisterung aufeinander treffen. Die Freude ist echt, auch wenn die Touristiker wohl mehr auf die zusätzliche Publicity schielen. Auch das sei ihnen gegönnt. Und dass das Hotel erwähnt wird? Es ist ein Reiseartikel, da gehört das schon mit dazu. "Basst scho", sag ich da als Bayer.
Eppan liegt, wie sie richtig schreiben, an der Südtiroler Weinstraße. Es sollte daher wohl klar sein, dass dass hier nicht italienische Weine, wie der Artikelschreiber meint, sondern Südtiroler Weine wachsen. Mit dem Trainingslager der deutschen Fußballnationalmannschaft besteht da allerdings kein Zusammenhang. Die werden wohl eher Saft und Mineralwasser als Wein trinken.
Unsere Bundeskanzlerin tut es den hunderten von Südtirolern gleich, die die deutsche Nationalmannschaft inzwischen besucht haben. Ach, die Frau M. braucht wieder einmal ein paar schöne Fotos, die von der aktuellen Krise ablenken. Den Südtirolern nehme ich die Freude tatsächlich ab.
Quelle: http://www.urlaubsuedtiro...
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