Familienurlaub "Für Kinder ist selbst eine kurze Fahrt zu lang"
Darf ein Kleinkind fliegen? Ist es wirklich so schlimm, den Nachwuchs aus der Schule zu nehmen? Experten beantworten die wichtigsten Fragen zum Reisen mit Kind.
Wie überstehen Eltern und Kinder lange Autofahrten?
Regina Ammel, Sprecherin des ADAC, München: "Für Kinder ist selbst die kürzeste Fahrt in den Urlaub noch zu lang. Deshalb sollte für Unterhaltung gesorgt sein, mit altersgerechten Spielsachen und Malunterlagen. Gerade Einzelkinder fühlen sich auf der Rückbank oft allein und langweilen sich schnell. Wenn möglich, sollte sich ein Elternteil nach hinten setzen und schon mal etwas vom Urlaubsland erzählen.
Bei kleineren Kindern macht es Sinn, die Fahrt an ihre Ess- und Schlafgewohnheiten anzupassen, damit sie nicht aus ihrem normalen Rhythmus kommen. Ältere Kinder können in die Reiseplanung mit einbezogen werden, indem sie sich mit der Karte vertraut machen und die Strecke auf dem Reiseatlas mitverfolgen. Noch spannender: Ein Navigationsgerät oder ein entsprechendes Programm auf dem Handy.
Um dem Bewegungsdrang der Kleinen entgegen zu kommen, ist es wichtig, ausreichende Pausen einzuplanen. Eltern können vorab im Internet prüfen, welche Raststätten über Spielplätze verfügen. Als Verpflegung im Wagen empfiehlt sich leichte Kost. Hände weg von Schokolade – die ist schon nach kurzer Zeit auf Autositz und Kleidung verteilt.
Die Sicherheit der Kinder hat Priorität. Noch immer verunglücken die meisten Kinder im Auto der eigenen Eltern. Der Nachwuchs sollte während der gesamten Reise angeschnallt bzw. im Kindersitz bleiben. Ohne Ausnahme: auch nicht zum Schlafen oder zum Spielen.“
Ist es wirklich so ein Problem, wenn Eltern ihre Kinder außerhalb der Ferienzeiten aus der Schule nehmen, um in Urlaub zu fahren?
Nele Kreuzer, Familientherapeutin in München und Leserberaterin der Zeitschrift Eltern:
"Es gibt keinen Grund, der dafür spricht. Es ist verboten und man kriegt Riesenärger und eine satte Geldstrafe, wenn man erwischt wird. Eltern, die ihr Kind zwei Tage vor Urlaubsbeginn aus der Schule nehmen und blau machen lassen, kann es passieren, dass sie am Flughafen von der Polizei rausgefischt werden.
Es stimmt natürlich: Die Flüge sind deutlich günstiger außerhalb der Schulferienzeit. Aber es wäre doch ärgerlich, wenn es darauf hinausliefe, dass nur die "Braven", die sich an die Schulzeiten halten, diese Preise zahlen müssen. Meiner Erfahrung nach sind es gerade die gut betuchten Eltern, die ihre Kinder schon früher aus der Schule nehmen, um vier Wochen auf die Malediven zu fliegen. Die setzen sich einfach über die Schule hinweg und untergraben so deren Autorität. Dabei sollten die Kinder lernen, die Schule als Ganzes zu achten und sich dort auch unterzuordnen. Wenn die Eltern aber die Regeln selbst nicht befolgen, zeigen sie dem Kind, dass es die Schule nicht ernst nehmen muss.
Das Argument, dass ein paar Tage vor Ferienbeginn sowieso kein richtiger Unterricht mehr gemacht wird, trägt nicht. Ich kenne einige Lehrer, die kurz vor Schulschluss noch Arbeiten schreiben lassen, weil sie in den Ferien mehr Zeit haben für die Korrektur.“
- Datum 05.07.2010 - 10:26 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 46
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Dann müssen Sie halt weniger brav sein oder es bleibt beim Ärgern.
"Ich kenne einige Lehrer, die kurz vor Schulschluss noch Arbeiten schreiben lassen, weil sie in den Ferien mehr Zeit haben für die Korrektur"
Haben wir in vielen Jahren Schulzeit nicht erlebt, ist auch nicht sonderlich glaubwürdig, zumal Lehrer doch stets behaupten, in den langen Ferien nicht frei sondern so viel zu tun zu haben, was zum Teil auch stimmt.
"Ich kenne einige Lehrer, die kurz vor Schulschluss noch Arbeiten schreiben lassen, weil sie in den Ferien mehr Zeit haben für die Korrektur"
Und ich kenne Lehrer, Gott sei Dank nur wenige und das sind Lehrerinnen, die behaupten, aus diesem Grund kurz vor Schulschluss noch Arbeiten schreiben zu lassen, es aber in Wirklichkeit tun, weil sie unausstehlich sind und dazu noch inkompetent. Diese Inkompetenz versuchen sie durch Härte zu kaschieren, bei den Schülern sind sie untendurch und die Schüler lernen erst recht nichts, weil die Lehrerin einfach Ernst mit Humorlosigkeit verwechselt.
Es hat zwar auf uns keine Auswirkungen, weil wir erst in den Ferien in den Urlaub fahren, aber es fällt nicht immer leicht, diese Lehrer bei den eigenen Kindern zu verteidigen.
Wie kommen diese Lehrer dann zu der Zeugnisnote, wenn sie die Arbeit erst in den Sommerferien korrigieren???
dass die Noten dann eben nachträglich geändert wurden. Im Fall von Halbjahreszeugnissen, dann auch schon mal fürs nächste Halbjahr einflossen.
dass die Noten dann eben nachträglich geändert wurden. Im Fall von Halbjahreszeugnissen, dann auch schon mal fürs nächste Halbjahr einflossen.
dass die Noten dann eben nachträglich geändert wurden. Im Fall von Halbjahreszeugnissen, dann auch schon mal fürs nächste Halbjahr einflossen.
Auch mit Kleinkindern sind viele Reisen in exotische Länder möglich und machen ausgesprochen viel Spaß. Nur der Planungsaufwand steigt gegenüber einer reinen Erwachsenenreise sehr deutlich an, weil man viel mehr Eventualitäten und potentielle Probleme im Vorfeld absichern will.
Wir sind mit unserem Sohn im Alter von 6 Monaten durch Marokko gefahren und mit 13 Monaten durch Botswana. Beides waren grandiose Erfahrungen und ich würde das jedem empfehlen.
Achtung: Fliegen mit Kleinkindern ist heute Normalität und viele denken nicht mehr groß darüber nach. Etwas was in den Massenmedien aus unverständlichen Gründen nie erwähnt wird und vielen deshalb nicht bekannt ist: Für frühgeborene Kinder bedeuten Flugreisen im ersten Lebensjahr ein statistisch deutlich erhöhtes Risiko. Das gilt selbst dann, wenn das Kind Monate nach der Frühgeburt offenbar völlig normal und gesund ist. Ist das eigene Kind zu früh auf die Welt gekommen, so sollte man Flugreisen mit einem versierten Arzt detailliert abklären und Zweifelsfall natürlich lieber darauf verzichten.
http://www.medicalforum.c...
"Die setzen sich einfach über die Schule hinweg und untergraben so deren Autorität. Dabei sollten die Kinder lernen, die Schule als Ganzes zu achten und sich dort auch unterzuordnen. Wenn die Eltern aber die Regeln selbst nicht befolgen, zeigen sie dem Kind, dass es die Schule nicht ernst nehmen muss."
das ist nicht richtig.
bisher hat die schule die kinder und die gesellschaft nur versaut, was soll also dieses theoretische gerede vom unterordnen? lehrer sind auch nur menschen- jedoch mehr mensch als lehrer!
"Für Kinder ist selbst die kürzeste Fahrt in den Urlaub noch zu lang."
Ich habe als Kind mit Begeisterung im Beiwagen des Motorrades gesessen und die Reise konnte garnicht lang genug sein. Langweilig wurde es erst, wenn wir am Ziel ( bei der Verwandtschaft ) angekommen waren.
Das ist cool, ein Motorradbeiwagen - das ist eine ganz andere Qualität als ein PKW Rücksitz. Im Beiwagen weht der Wind des Abenteuers! Ich glaube, die allermeisten Kinder würden da gern länger mitfahren.
Ich bin als Sechsjähriger und danach mit in den Urlaub nach Italien gefahren, und die lange Fahrt hat mich nie gestört, weil ich ein Talent dafür habe, mich selbst bei Laune zu halten. Das haben viele Kinder nicht, obwohl es dank mobiler Unterhaltungselektronik einfacher geworden ist. Soll heißen, auch die kürzeste Fahrt ist nur dann zu lang, wenn das Kind sich langweilt, und das muss man zu verhindern wissen.
Das ist cool, ein Motorradbeiwagen - das ist eine ganz andere Qualität als ein PKW Rücksitz. Im Beiwagen weht der Wind des Abenteuers! Ich glaube, die allermeisten Kinder würden da gern länger mitfahren.
Ich bin als Sechsjähriger und danach mit in den Urlaub nach Italien gefahren, und die lange Fahrt hat mich nie gestört, weil ich ein Talent dafür habe, mich selbst bei Laune zu halten. Das haben viele Kinder nicht, obwohl es dank mobiler Unterhaltungselektronik einfacher geworden ist. Soll heißen, auch die kürzeste Fahrt ist nur dann zu lang, wenn das Kind sich langweilt, und das muss man zu verhindern wissen.
Ich beobachte eine zunehmende Tendenz, mit Kleinkindern Langstreckenflüge anzutreten. Es ist zwar verständlich, dass Eltern nicht auf einen Fernurlaub verzichten wollen und gleichzeitig ihren Nachwuchs dabei haben und mit ihm auch etwas erleben wollen.
Aber oft wird dabei der eigene Egoismus über alles andere gestellt. Ein langer Flug mit Kleinkindern und dann noch in der Economyclass ist oftmals eine Zumutung für die anderen Passagiere, die Crew, auch für die Eltern selbst und vor allem für die Kinder. Für ein kleines Kind ist Nahurlaub genauso aufregend, das braucht gar nicht den Kick, unbedingt nach Indonesien oder Südafrika zu reisen.
Willkommen zur diesjährigen Preisverleihung für besondere Beiträge zur kinderfreundlichen Gesellschaft:
"Ein langer Flug mit Kleinkindern und dann noch in der Economyclass ist oftmals eine Zumutung für die anderen Passagiere"
Im allgemeinen bemühe ich mich ja um Rücksicht gegenüber meinen (besonders in Deutschland allgemein Stress geplagten) Mitmenschen. Aber ... manche Sachen müssen dann die eben doch ungefragt einfach aushalten. Kinder gehören definiv dazu ... auch in der Economy Class ;-)
Wenn das Kind darunter leidet, sollte man sich wohl besser andere Urlaube überlegen - ebenso aber der Urlaubsreisende, der Kinder auf dem Nebensitz nervlich nicht verkraftet.
Es grüßt,
Tezcatlipoca
Das ist aber anmassend nett, dass Sie für andere Menschen bestimmen wollen, wie die ihren Urlaub zu verbringen haben.
Aber so leid es mir für Ihresgleichen tut- ich lasse mir von niemanden die Freude meiner Kinder nehmen, ihre Großeltern in Deutschland zu besuchen. Von den USA aus geht das eben mit dem Flugzeug am Besten. Auch Kleinkinder, älter als 2 Jahre, sind vollzahlende Fluggäste. Daher fliege ich mit meiner Familie am liebsten mit einer amerikanischen Airline, die sich im allgemeinen sehr zuvorkommend um ihre jüngsten Kunden kümmert (preboarding, bassinets, gutes Essen, vielfältiges Entertainmentprogramm)- auch in der Economy Class.
Bei unserem letzten Flug im Mai- mit Baby UND Kleinkindern- musste ich feststellen, dass sich meine Kinder im Flugzeug besser zu benehmen wissen als so mancher Erwachsene.
Der typische (meist deutsche) Egoist unterwegs sieht eher so aus: Als ich mein Baby im Arm hatte, ließ der vor mir sitzende Passagier die Rückenlehne zurückschnellen. Hätte ich nicht schnell genug mein Baby hochgehoben, wäre es vom egoistischen Mitreisenden zwischen Lehne und Klapptischchen eingequetscht worden. Kein vorheriges Nachfragen, keine Entschuldigung hinterher. Kein Anstand, kein Benehmen, keine Rücksichtnahme.
Und trotz der lärmenden, klappernden, schwatzenden und blasenschwachen Erwachsenen konnte meine Kleinste während des ganzen Fluges wenigstens schlafen.
Wie gesagt- meine kleinen Kinder benehmen sich besser!
Willkommen zur diesjährigen Preisverleihung für besondere Beiträge zur kinderfreundlichen Gesellschaft:
"Ein langer Flug mit Kleinkindern und dann noch in der Economyclass ist oftmals eine Zumutung für die anderen Passagiere"
Im allgemeinen bemühe ich mich ja um Rücksicht gegenüber meinen (besonders in Deutschland allgemein Stress geplagten) Mitmenschen. Aber ... manche Sachen müssen dann die eben doch ungefragt einfach aushalten. Kinder gehören definiv dazu ... auch in der Economy Class ;-)
Wenn das Kind darunter leidet, sollte man sich wohl besser andere Urlaube überlegen - ebenso aber der Urlaubsreisende, der Kinder auf dem Nebensitz nervlich nicht verkraftet.
Es grüßt,
Tezcatlipoca
Das ist aber anmassend nett, dass Sie für andere Menschen bestimmen wollen, wie die ihren Urlaub zu verbringen haben.
Aber so leid es mir für Ihresgleichen tut- ich lasse mir von niemanden die Freude meiner Kinder nehmen, ihre Großeltern in Deutschland zu besuchen. Von den USA aus geht das eben mit dem Flugzeug am Besten. Auch Kleinkinder, älter als 2 Jahre, sind vollzahlende Fluggäste. Daher fliege ich mit meiner Familie am liebsten mit einer amerikanischen Airline, die sich im allgemeinen sehr zuvorkommend um ihre jüngsten Kunden kümmert (preboarding, bassinets, gutes Essen, vielfältiges Entertainmentprogramm)- auch in der Economy Class.
Bei unserem letzten Flug im Mai- mit Baby UND Kleinkindern- musste ich feststellen, dass sich meine Kinder im Flugzeug besser zu benehmen wissen als so mancher Erwachsene.
Der typische (meist deutsche) Egoist unterwegs sieht eher so aus: Als ich mein Baby im Arm hatte, ließ der vor mir sitzende Passagier die Rückenlehne zurückschnellen. Hätte ich nicht schnell genug mein Baby hochgehoben, wäre es vom egoistischen Mitreisenden zwischen Lehne und Klapptischchen eingequetscht worden. Kein vorheriges Nachfragen, keine Entschuldigung hinterher. Kein Anstand, kein Benehmen, keine Rücksichtnahme.
Und trotz der lärmenden, klappernden, schwatzenden und blasenschwachen Erwachsenen konnte meine Kleinste während des ganzen Fluges wenigstens schlafen.
Wie gesagt- meine kleinen Kinder benehmen sich besser!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren