Sommerurlaub "Für die Reisebranche wäre es das beste, wenn Deutschland rausfliegt"Seite 2/2
ZEIT ONLINE: Wenn viele Reisen gar nicht erst gebucht wurden, heißt das, dass es in diesem Sommer jede Menge Schnäppchen geben wird, oder?
Dörnberg : Wenn die langfristigen Buchungen stagnieren, kann das zu einem Anstieg von Last-Minute-Angeboten führen. Die Veranstalter verkaufen dann die Reisen, die im Katalog noch deutlich teurer waren, günstig über ihre Webseiten. Manche können sich das aber gar nicht leisten. Ein Anbieter, der beispielsweise eine Hotelanlage in Griechenland betreibt, hat dadurch laufende Kosten. Senkt er die Zimmerpreise zu sehr, kann er seine Rechnungen irgendwann nicht mehr bezahlen.
ZEIT ONLINE: Viele werden wohl auch abwarten, wie die WM für Deutschland läuft, bevor sie buchen ...
Dörnberg: Tatsächlich wäre es für die Reisebranche das Beste, wenn Deutschland früh ausscheidet. Solange unsere Elf mitspielt, sind die Menschen nur schwer zum Reisen zu bewegen.
ZEIT ONLINE: Aber ganz abhalten kann man die Deutschen vom Reisen nicht. Sehen Sie neue Trend-Ziele?
Dörnberg: Der Deutschland-Tourismus wird anziehen. Ein auf Bahnreisen spezialisierter Veranstalter wie Ameropa wird sicher davon profitieren so wie alle anderen Anbieter von sogenannten erdgebundenen Reisen. Das europäische Ausland ist gerade gefragt – Ziele, die als sicher empfunden werden so wie Holland oder Dänemark.
ZEIT ONLINE: Muss ich jetzt schnell ein Ferienhaus buchen, wenn ich noch eines bekommen will?
Dörnberg: Nein, keine Sorge. Seit den siebziger Jahren gibt es in diesem Bereich mehr Kapazitäten als Nachfrage. Da wird sich preislich nichts ändern.
ZEIT ONLINE: Und ihr persönlicher Tipp für alle, die jetzt noch unentschlossen sind?
Dörnberg: Die Türkei. Dort gibt es tolle Hotels, ein ausgeprägtes Servicebewusstsein in der Hotellerie, viel Kultur, und das Wetter spielt mit.
Das Interview führteJessica Braun
- Datum 04.06.2010 - 09:43 Uhr
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Schon interessant, was man an Negativem erwarten muss, damit die Erwartungen erfüllt werden. Im Sinne der freien Denkungsart und der Vollständigkeit halber sollte man mal die Geschäfterwartungen der Bestattungsbranche dokumentieren. Da wird das Negative vermutlich auch zum Positiven.
Beim Aufmarsch der Gegner im Western gerne dargestellt durch intensive Sägegetöne im Hintergrund. So long.
Der Artikel ist durchaus interessant, aber die Überschrift ist definitiv nicht passend. Hauptsache möglichst viele Klicks generieren, auch wenn der Großteil des Artikels nichts damit zu tun hat - das Thema in der Überschrift ist dabei die banalste Textstelle.
Als würden viel mehr Leute verreisen wenn Deutschland früh ausscheidet. Das ist vielleicht eine Abweichung im Promille-Bereich.
Es handelt sich um eine WELT-Meisterschaft und wird daher weltweit ausgestrahlt.
Da schaue ich das Länderspiel doch lieber auf Hawaii, in der Hängematte liegen und einem Cocktail in der Hand, als in der stinkenden Kneipe um die Ecke.
Das ist wohl wahr, ansonsten wäre der Artikel vermutlich untergegangen. Aber seis drum, war dennoch recht informativ der Artikel.
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