Mecklenburg-Vorpommern Kreidefelsen auf Rügen abgebrochen

Auf Rügen stürzten 150 Tonnen Kreidefelsen in die Tiefe. Verletzt wurde niemand, die Sucharbeiten wurden eingestellt.

Luftaufnahme vom Kreidefelsen Königsstuhl im Nationalpark Jasmund auf der Ostseeinsel Rügen. Ein Teil der Kreidefelsen an der Steilküste Wissower Klinken ist nun abgerutscht

Luftaufnahme vom Kreidefelsen Königsstuhl im Nationalpark Jasmund auf der Ostseeinsel Rügen. Ein Teil der Kreidefelsen an der Steilküste Wissower Klinken ist nun abgerutscht

An der Steilküste von Rügen ist ein großes Stück des Kreidefelsens abgebrochen. Einsatzkräfte suchten anschließend nach möglichen Verschütteten, stellten die Suche jedoch ein. "Wir gehen derzeit davon aus, dass sich keine Menschen unterhalb der Abbruchstelle befanden", sagte Polizeisprecher Uwe Schmidt in Stralsund.

Hunde einer Rettungsstaffel hätten bei einer Suche am Geröllfeld nicht angeschlagen. Auch würden keine Menschen vermisst. Am Dienstagabend waren rund 150 Tonnen Kreide in der Nähe des Wissower Bachs in die Tiefe gestürzt. Touristen hatten ein Donnern gehört, die Polizei alarmiert und vermutet, dass sich Spaziergänger unterhalb der Abbruchstelle befanden. Daraufhin wurde eine Suche eingeleitet, die erfolglos blieb.

"Ein Kreideabbruch im Hochsommer ist ungewöhnlich", sagte ein Sprecher des Nationalparkamtes Jasmund. Normalerweise komme es nach starkem Regen zu Abbrüchen. Auf Rügen blieb es in den vergangenen Wochen allerdings bis auf kleinere Schauer weitgehend trocken. Ersten Angaben zufolge könnte eine unterirdische Wasserquelle den Abbruch forciert haben. Rettungskräfte hatten am Dienstagabend bei der Suche festgestellt, dass die Kreide feucht war.

Anzeige
 
Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
    • Versenden E-Mail verschicken
    • Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
    • Artikel Drucken Druckversion | PDF
    • Schlagworte Mecklenburg-Vorpommern | Sucht | Rügen | Stralsund
    • Artikel-Tools präsentiert von:

    Service