Bali Den Flüssen geht das Wasser ausSeite 3/3
© Christiane Oelrich/dpa

Huda Nuryanto sitzt an einem Abwasserkanal
BORDA befasst sich seit 1977 mit Entwicklungsprojekten. Es geht darum, in abgelegenen Gegenden oder überfüllten Slum-Gegenden die Infrastruktur zur Grundversorgung zu verbessern, etwa durch die Abwasserreinigung. Die Projekte werden zur Hälfte vom Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit ( BMZ ) finanziert. Die andere Hälfte müssen Lokalbehörden aufbringen. "Für jeden Euro aus Deutschland tut Indonesien sieben Euro dazu", sagt Fladerer. Das Markenzeichen der BORDA - und Balifokus -Projekte: die Anwohner sind aktiv beteiligt, das Design auszusuchen und die Anlage später auch zu warten.
Im Armenviertel von Segina Asri ist der Unterschied zwischen den Straßenzügen mit und ohne Abwasserreinigung eklatant. Hier sind die Straßen sauber und die einstigen Kanäle trocken; dort treibt die trübe Suppe stinkend an den Häusern vorbei, und Schlamm und Unrat vom letzten Überlaufen der Kanäle häuft sich am Straßenrand. Manche Häuser haben vor Jahren Klärtanks bekommen. Diese zu reinigen ist aber teuer, und das passiert deshalb selten. Die Tanks lecken längst und an den Häuserwänden sind die Flecken der aufsteigenden Feuchtigkeit zu sehen. Und es stinkt. Die Kinder von Segina Asri spielen längst lieber im sauberen Teil.
Ismawati von Balifokus kämpft um ihr Paradies. "Wir müssen es retten", sagt sie. Die Umweltingenieurin hat für ihr Engagement 2009 den renommierten Goldman-Preis bekommen – eine Art Nobelpreis für Umweltaktivisten. "Das wahre Herz Balis schlägt nicht in den Touristenorten, sondern weit weg von den Stränden und Hauptstraßen."
- Datum 01.07.2010 - 13:43 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 3
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die "Reis-E-terrassen".
gegen die zustände unternommen wird. ich war zweimal auf bali und bin begeistert von der landschaft und den menschen. leider verhalten sich die touristen wie überall auf der welt, gedankenlos, dumm und borniert gegenüber anderen kulturen und der umwelt. außer dem wasserproblem haben wir die kinderprostituition beobachten können. es ist abstoßend deutsche und andersstaatliche pädophile zu sehen welche die armut ausnutzen und minderjährige sogar tageweise "mieten".
"Es gibt fiel weniger Mücken hier", sagt er.
"Fiel" mir nur gerade auf. Ansonsten schöner Text. Urlaubersensibilisierung isn riesen Thema.
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