Kilimandscharo

Die Träger der Touristen

Zu zwölft waren sie unterwegs, Unverzart, sein Freund, ein Koch, zwei tour guides und die sieben porters, sechs Tage lang, im Dschungel zu Beginn, dann in den Steinwüsten, dann oben im Eis, auf knapp 6000 Metern. Unverzart ist häufig in den Bergen, und er hat ein Auge für das Abseitige. In den Alpen hat er die großen Nordwände fotografiert, er war bei Bären in den Karpaten, und zuletzt hat er in der äthiopischen Hochebene das einfache Leben junger Langstreckenläufer dokumentiert. Die porters am Kilimandscharo, sagt Unverzart, hätten ihn daran erinnert, mit ihren drahtigen Körpern, mit dieser federnden, katzenhaften Eleganz, mit der sie von Fels zu Fels springen, auf ihren Köpfen und Rücken notdürftig vertäut die Zelte, Gaskocher und Klappstühle, zwanzig Kilo, manchmal dreißig. "Körperlich", sagt Unverzart, "ist das ein Wahnsinn."

Zu zwölft waren sie unterwegs, Unverzart, sein Freund, ein Koch, zwei tour guides und die sieben porters, sechs Tage lang, im Dschungel zu Beginn, dann in den Steinwüsten, dann oben im Eis, auf knapp 6000 Metern. Unverzart ist häufig in den Bergen, und er hat ein Auge für das Abseitige. In den Alpen hat er die großen Nordwände fotografiert, er war bei Bären in den Karpaten, und zuletzt hat er in der äthiopischen Hochebene das einfache Leben junger Langstreckenläufer dokumentiert. Die porters am Kilimandscharo, sagt Unverzart, hätten ihn daran erinnert, mit ihren drahtigen Körpern, mit dieser federnden, katzenhaften Eleganz, mit der sie von Fels zu Fels springen, auf ihren Köpfen und Rücken notdürftig vertäut die Zelte, Gaskocher und Klappstühle, zwanzig Kilo, manchmal dreißig. "Körperlich", sagt Unverzart, "ist das ein Wahnsinn."  |  © Olaf Unverzart/ZEITmagazin