Hitzekollaps im ICE Polizei ermittelt gegen Bahn wegen Körperverletzung
Neue Pannen: In weiteren Zügen der Deutschen Bahn sind Klimaanlagen ausgefallen. Die Bundespolizei ermittelt gegen das Unternehmen.
Die kaputten Klimaanlagen in Zügen der Deutschen Bahn könnten nun ein juristisches Nachspiel haben. Wie eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion St. Augustin mitteilte, überprüft die Bundespolizei den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung und der unterlassenen Hilfeleistung durch das Zugpersonal.
Auch das Eisenbahnbundesamt hat sich mittlerweile eingeschaltet. Es werde geprüft, wie die Klimaanlagen in mehreren Zügen ausfallen konnten, sagte ein Sprecher. Dabei sollten Fachleute sowohl die Fahrzeuge als auch die betrieblichen Abläufe untersuchen. Auch wolle man wissen, ob es bereits in der Vergangenheit solche Probleme gab. Der Sprecher konnte zunächst nicht sagen, wieviele Vorfälle es am Wochenende gegeben hat und in wievielen Zügen die Klimaanlage ausgefallen ist.
Am Samstag waren etliche Schüler auf dem Rückweg von ihrer Klassenfahrt in einem ICE zusammengebrochen und teils in Krankenhäuser gebracht worden. Mittlerweile wurden alle wieder entlassen. In dem Zug von Berlin ins Rheinland herrschten Passagieren zufolge Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad, während die Klimaanlagen defekt waren. Zwei weitere Pannen am selben Tag wurden darüber hinaus bekannt. Ein Bahn-Sprecher hatte darin bedauerliche Einzelfälle gesehen und sich bei einigen Betroffenen entschuldigt .
Doch hinter den Einzelfällen steckt offenbar mehr. Nach Informationen der Neuen Osnabrücker Zeitung gehen die Hitze-Probleme in Zügen der Deutschen Bahn über die drei ICE-Fälle vom Samstag hinaus. Am Sonntag sei beispielsweise in Teilen des IC 2307 von Hamburg in Richtung Ruhrgebiet die Klimaanlage ausgefallen, berichtet das Blatt. Reisende durften in die Erste Klasse wechseln und erhielten Getränke.
Der überhitzte 12.36-Uhr-IC von Berlin via Osnabrück nach Amsterdam sei in Stendal mit einem Lokschaden liegen geblieben. Als für den IC ein Ersatzzug kam, sei dieser ebenfalls nicht klimatisiert gewesen. Reisende berichteten der Zeitung von Wutausbrüchen von Fahrgästen und von Schaffnerinnen, die den Tränen nahe waren. Eine dehydrierte Passagierin musste aus dem Zug geführt werden. Die Bahn habe am Bahnsteig keine Getränke angeboten.
Zahlreiche Fahrgäste hatten am Wochenende Unverständnis gezeigt: "In welchem Wartungszustand sind eigentlich die Wagen der DB?", sagte ein Reisender und schilderte, dass auch am Donnerstag im ICE 502 zwischen Karlsruhe und Köln in einigen Wagen die Klimaanlage ausgefallen war.
Der Fahrgastverband Pro Bahn hält die gehäuften Defekte von Klimaanlagen in ICEs für ein hausgemachtes Problem. "Es waren alles Züge des Typs ICE II. Das sind Züge, die jetzt 15 Jahre alt sind", sagte Karl-Peter Naumann, Bundesvorsitzender des Verbandes. Eine Generalüberholung der Züge sei dringend nötig. "Die kommen jetzt auch in die Revision, vielleicht hätten sie doch etwas früher reingemusst."
Fatal sei nach wie vor der Umgang der Bahn mit Problemen. "Was die Bahn noch immer nicht gelernt hat, ist, mit Krisen umzugehen", kritisierte Naumann. "Wenn es kritisch wird, muss man einen Zug auch mal anhalten und nicht nur, wenn er nicht weiterfahren kann, sondern auch, wenn im Inneren Dinge des Komforts nicht mehr stimmen." In den konkreten Fällen vom Wochenende hätte man die Reisenden aussteigen lassen müssen. "Das geht nicht anders."
- Datum 12.07.2010 - 11:11 Uhr
- Quelle dpa
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Wenn betriebswirtsachaftliche Profite wichtiger als soziale Aufgaben sind, dann erlebt man solche Kunststücke.
Im Januar war ich in den letzten Zug von Mainz nach Worms gestiegen und in Nackenheim war meine Fahrt wegen eines Lokdefektes zu Ende. Draußen 8 Grad Kälte, Schneetreiben und eisiger Wind. Nach einer Stunde kam die Auskunft der Bahn, der Zug würde nicht mehr fahren und man möge die Fahrt mit einer Taxe fortsetzen. Offensichtlich wußte niemand bei der Bahn, dass in kleinen Orten selbst tagsüber Taxen Mangelware sind. Es war Mitternacht.
Wenn bei der Wartung des Materials derart gespart wird, dann sollte der Bahn zur Pflicht gemacht werden, bei Pannen einen Techniker und Ersatzteile mittels Hubschrauber einfliegen zu lassen. Notfalls aus einem Land, in dem die Bahn noch öffentlich ist. Sparen kann man an den Manager-Gehältern.
Das ist kein Problem der Privatisierung im Allgemeinen, sondern ein Fehler in der Umsetzung. Privatisierung macht nur Sinn, wenn dann auch Wettbewerb herrscht.
...denn das mit Privatisierung zu tun?
Zeigen Sie mir das private Unternehmen, welches den Service der Bahn anbieten und überleben könnte?
Das Problem ist vielmehr der Giftcocktail aus Pseudoprivatisierung und weiterhin staatlichem Besitz, und dem Monopol auf das angebotene Produkt. Dabei ist es fast schon zum Lachen, wie die DB es schafft, gleichsam atavistisch die Nachteile eines ehemaligen Staatskonzerns mit Nachteilen zu verbinden, die sich aus dem Mismanagement eines modernen betriebswirtschaftlich zu agierenden Unternehmens ergeben. Die Fahrgäste sind es zu Recht leid, in Zügen zu sitzen, die aufgrund mangelnd gewarteter Technik nur im Temperaturbereich zwischen -5 und 25 Grad Celsius einigermaßen störungsfrei verkehren, und gleichzeitig von Bahnmitarbeitern beraten und versorgt zu werden, die dem Verhalten nach zu urteilen direkt einem sozialistischen Staatsbetrieb entsprungen sein könnten. Ob die Senkung der Managergehälter die erhoffte Besserung schaffen würde, bezweifel ich trotzdem mal, da der Nachweis sicher noch aussteht, dass eine Senkung der Gehälter bessere Mitarbeiter anlocken kann...
Meines Erachtens ist die Bahn immer noch ein hundertprozentiger Staatsbetrieb, der Bund hält alle Anteile.
So etwas passiert ja nicht über Nacht, genauso wie damals in Eschede. Bei der Bahn wird seit Jahren nur noch im Notfall geflickt, routinemäßige Wartung und Instandsetzung geschieht schon lange nicht mehr. Es ist nur eine Frage der Zeit bis jemand zu Tode kommt. Dann gucken wieder alle betroffen und machen dann wieder "business as usual". Darüber hinaus kommt sie permanent zu spät und es ist oft sehr laut. Das muss man sich einmal vorstellen, im gekennzeichneten Ruhebereich bleibt kein Auge trocken. Die Fahrbegleiter kümmert das nicht.
Privatisierung kann man machen, aber wir haben das ja gar nicht. Auf den lukrativen Strecken gibt es doch nur das Monopol der Bahn. Den Parteien ist das egal, erzeugt die Bahn doch hübsche Einnahmen.
Das ist kein Problem der Privatisierung im Allgemeinen, sondern ein Fehler in der Umsetzung. Privatisierung macht nur Sinn, wenn dann auch Wettbewerb herrscht.
...denn das mit Privatisierung zu tun?
Zeigen Sie mir das private Unternehmen, welches den Service der Bahn anbieten und überleben könnte?
Das Problem ist vielmehr der Giftcocktail aus Pseudoprivatisierung und weiterhin staatlichem Besitz, und dem Monopol auf das angebotene Produkt. Dabei ist es fast schon zum Lachen, wie die DB es schafft, gleichsam atavistisch die Nachteile eines ehemaligen Staatskonzerns mit Nachteilen zu verbinden, die sich aus dem Mismanagement eines modernen betriebswirtschaftlich zu agierenden Unternehmens ergeben. Die Fahrgäste sind es zu Recht leid, in Zügen zu sitzen, die aufgrund mangelnd gewarteter Technik nur im Temperaturbereich zwischen -5 und 25 Grad Celsius einigermaßen störungsfrei verkehren, und gleichzeitig von Bahnmitarbeitern beraten und versorgt zu werden, die dem Verhalten nach zu urteilen direkt einem sozialistischen Staatsbetrieb entsprungen sein könnten. Ob die Senkung der Managergehälter die erhoffte Besserung schaffen würde, bezweifel ich trotzdem mal, da der Nachweis sicher noch aussteht, dass eine Senkung der Gehälter bessere Mitarbeiter anlocken kann...
Meines Erachtens ist die Bahn immer noch ein hundertprozentiger Staatsbetrieb, der Bund hält alle Anteile.
So etwas passiert ja nicht über Nacht, genauso wie damals in Eschede. Bei der Bahn wird seit Jahren nur noch im Notfall geflickt, routinemäßige Wartung und Instandsetzung geschieht schon lange nicht mehr. Es ist nur eine Frage der Zeit bis jemand zu Tode kommt. Dann gucken wieder alle betroffen und machen dann wieder "business as usual". Darüber hinaus kommt sie permanent zu spät und es ist oft sehr laut. Das muss man sich einmal vorstellen, im gekennzeichneten Ruhebereich bleibt kein Auge trocken. Die Fahrbegleiter kümmert das nicht.
Privatisierung kann man machen, aber wir haben das ja gar nicht. Auf den lukrativen Strecken gibt es doch nur das Monopol der Bahn. Den Parteien ist das egal, erzeugt die Bahn doch hübsche Einnahmen.
....sehr weit verbreitet und nicht auf einige Fälle begrenzt. Gestorben ist aber niemand. So dürfte das der DB recht egal sein. Eine kleine Strafe und weiter.
Das Problem mit der Bahn ist ihr Monopol. Sie ist alternativlos und braucht eigentlich nichts zu beachten, denn was will man tun?
Sehr befremdlicher Kommentar, Die Bahn ist genau so verantwortlich für ihre Fahrgäste wie jeder Airline haften muss.
Sehr befremdlicher Kommentar, Die Bahn ist genau so verantwortlich für ihre Fahrgäste wie jeder Airline haften muss.
Bezeichnend ist ausserdem, dass der "Katastrophenzug" zwischenzeitlich auf mind. zwei Bahnhöfen hätte halten können, in Bad Oeynhausen (hier hielten bis 2006 ICE's) und in Herford (Nahverkehrsbahnhof mit Fernverkehr bei Bedarf). Und selbst wenn der Bahnsteig eben nicht gereicht hätte, wäre es den Menschen drinnen wohl egal gewesen...
Aber dann wären ja Kosten für einen Ersatzzug entstanden...
...hinten draufgeknallt? Auch keine schöne Vorstellung.
...hinten draufgeknallt? Auch keine schöne Vorstellung.
Sowas ist offenbar eine Folge des Privatisierungswahnes,man spart bei Wartung und Reparatur, wo es eben nur geht (nicht nur in Berlin bei der S-Bahn also), auch Service ist dem Grunde nach schnurzpiepe. Wenn man nur der Cash-Flow, der Profit und das Monopol stimmt....!!
Erbärmlich und irgendwann auch mal tödlich, leider !!!
Alternative ?
Das Auto. Punkt !!!
Da rattert ein IC mit Höchstgeschwindigkeit über die Gleise und es ist nicht möglich, die Fahrgäste mit normaler Atemluft zu versorgen, so dass etliche Fahrgäste umfallen. Irgendwie scheint man das als Lappalie hinzunehmen und die Fahrgäste mit einem warmen Händedruck entlassen zu wollen. Dabei bringt man die Fahrgäste in lebensbedrohliche Situationen - aber der Zug rauscht weiter. Wie eine Geisterbahn. Was wäre, wenn z.B. Terroristen diese Schwachstelle ausnutzen würden und irgendein Giftcocktail im Zug auslaufen lassen? Es sollten Notluftklappen oder ähnlich im Zug angebracht werden. Die Staatsanwaltschaft muss hier ein Exempel statuieren und der Bahn die Grenzen aufzeigen, wie man mit Kunden umspringen kann oder nicht. Da wird weitergedüst und verharmlost. Lassen Sie doch einmal die Bahnmanager bei 60 Grad durch Deutschland kochen, wenn an das schon für so nebensächlich und leicht entschuldbar hält!
Da regt sich die Republik über die heißen Züge auf. Das ist aber ein Unsinn. Es wird alles so geliefert wie bestellt.
Wer in der GKV versichert ist, darf sich nicht über lange Wartezeitzen und verbitterte Ärzte wundern.
Wer mit Billigfliegern fliegt, darf sich nicht über Stehplätze wundern.
Wer die Bahn in einen mörderischen Konkurrenzkampf mit subventionierten Autos und Billigfliegern drängt darf sich nicht über reduzierte Wartung wundern.
Alles soll möglichst billig sein aber höchste Qualität haben.
So geht es nicht. Das Ding mit der "Geiz ist geil" Mentalität und Schnäppchenjagd überall wird Euch allen unter dem Gesäß zusammenbrechen.
Danke für die Auskunft, ich habe das so nie bestellt.
Ich kann mir nicht aussuchen, ob GKV oder nicht, sondern nur welche.
Gegen die Bahnprivatisierung kann ich auch recht wenig tun und wenn in Deutschland so lange die Löhne gekürzt werden bis man sich nur noch Billig leisten kann, ist das auch noch meine Schuld?
Die Bahn ist gar nicht billig.
Wenn ich alleine im Auto fahre zahle ich vielleicht 1,5 mal so viel wie für die gleiche Strecke mit der Bahn (und dabei ist das Auto so viel komfortabler). Schon wenn man zu zweit fährt ist Autofahren billiger.
Man sollte denken, dass sich, wenn man viele Menschen in ein gemeinsames Verkehrsmittel steckt, erhebliche Synergien ergeben. Dass dem nicht so ist, zeigt wohl, dass die Bahn es nicht kann.
Übrigens wird die Bahn natürlich auch massiv subventioniert. Wer zahlt denn die ganzen Streckenausbauten? Ja es gibt sogar Projekte wie Stuttgart21, bei denen die Bahn Neubauten nicht einfach nur umsonst bekommt, sondern sogar noch 400 Mio. € geschenkt vom Staat dazu!
Bahnfahren ist nicht billig. Bahnfahrern "Geiz ist geil"-Metalität vorzuwerfen ist absurd: sie zahlen seit Jahren kontinuierlich höhere Preise die zum Teil ein Vielfaches des Flugpreises für die gleiche Strecke betragen. Wenn ich bspw. von Wien nach Göttingen mehr als 300€ hin und zurück zahle, kann ich doch erwarten das ich pünktlich und komfortabel an´s Ziel komme, oder? Leider schafft dies die Bahn trotzdem nicht zuverlässig. Unzuverlässige Züge, verschlissene Züge, unpünktliche Züge: Verantwortung für diese Zustände trägt der deutsche Staat, er ist Hauptaktionär und damit auch verantwortlich für die Entwicklung der Bahn!
...scheint die Bahn zu haben: Die wollen zwar mit Tempo 300 durch die Lande rasen aber nicht die Grenzen der hochkomplizierten Technik akzeptieren. Dazu zu teuer, schlechter Service und, und und...Dann sollen sie halt nicht mit der Bahn fahren.
Sie haben im Kern schon recht. Die Bahn mag sich an Regelungen halten, nach denen Züge bezogen auf die Sitzplätze bis 60% überbelegt sein dürfen. Doch eine solche Vorschrift ist nicht zielführend. Wenn man Unternehmen dazu bringen will, bestimmte Standards einzuhalten, *müssen* sie in Form von verbindlichen Vorschriften z.B. durch das Eisenbahnbundesamt vorgenommen und *überprüft* werden.
So wäre es, bezogen auf den vorliegenden Fall, beispielsweise möglich, die Temperatur und sonstige Luftqualität kontinuierlich zu überwachen und dem Lokführer automatisiert anzuzeigen, wenn er halten muss, um die Fahrgäste aussteigen und versorgen zu lassen sowie wann er einen Ersatzzug anzufordern hat.
Das Problem entsteht dadurch, dass die Vorschriften in diesem Punkt unklar sind. Das Zugpersonal weiß einfach nicht, wann sie halten müssen und wann sie Ärger bekommen, wenn sie anhalten und einen Ersatzzug anfordern. Das ist das Problem und hier ist anzusetzen.
Im ICE könnte man beispielsweise so vorgehen, dass Fahrscheine nur noch mit Reservierung verkauft werden dürfen. Und wenn keine Sitze mehr frei sind, kommt eben keiner mehr dazu. So wie das auf den ICE-Sprinter-Verbindungen schon lange der Fall ist. Es geht also im Prinzip. Aber die Problematik ergibt sich natürlich durch den Kostendruck: Warum das auf jeder Verbindung machen, wenn man doch 60% überbelegen darf?
Das Eisenbahnbundesamt hat hier, ggf. zusammen mit dem Gesetzgeber, endlich mal seine Hausaufgaben zu machen!
Danke für die Auskunft, ich habe das so nie bestellt.
Ich kann mir nicht aussuchen, ob GKV oder nicht, sondern nur welche.
Gegen die Bahnprivatisierung kann ich auch recht wenig tun und wenn in Deutschland so lange die Löhne gekürzt werden bis man sich nur noch Billig leisten kann, ist das auch noch meine Schuld?
Die Bahn ist gar nicht billig.
Wenn ich alleine im Auto fahre zahle ich vielleicht 1,5 mal so viel wie für die gleiche Strecke mit der Bahn (und dabei ist das Auto so viel komfortabler). Schon wenn man zu zweit fährt ist Autofahren billiger.
Man sollte denken, dass sich, wenn man viele Menschen in ein gemeinsames Verkehrsmittel steckt, erhebliche Synergien ergeben. Dass dem nicht so ist, zeigt wohl, dass die Bahn es nicht kann.
Übrigens wird die Bahn natürlich auch massiv subventioniert. Wer zahlt denn die ganzen Streckenausbauten? Ja es gibt sogar Projekte wie Stuttgart21, bei denen die Bahn Neubauten nicht einfach nur umsonst bekommt, sondern sogar noch 400 Mio. € geschenkt vom Staat dazu!
Bahnfahren ist nicht billig. Bahnfahrern "Geiz ist geil"-Metalität vorzuwerfen ist absurd: sie zahlen seit Jahren kontinuierlich höhere Preise die zum Teil ein Vielfaches des Flugpreises für die gleiche Strecke betragen. Wenn ich bspw. von Wien nach Göttingen mehr als 300€ hin und zurück zahle, kann ich doch erwarten das ich pünktlich und komfortabel an´s Ziel komme, oder? Leider schafft dies die Bahn trotzdem nicht zuverlässig. Unzuverlässige Züge, verschlissene Züge, unpünktliche Züge: Verantwortung für diese Zustände trägt der deutsche Staat, er ist Hauptaktionär und damit auch verantwortlich für die Entwicklung der Bahn!
...scheint die Bahn zu haben: Die wollen zwar mit Tempo 300 durch die Lande rasen aber nicht die Grenzen der hochkomplizierten Technik akzeptieren. Dazu zu teuer, schlechter Service und, und und...Dann sollen sie halt nicht mit der Bahn fahren.
Sie haben im Kern schon recht. Die Bahn mag sich an Regelungen halten, nach denen Züge bezogen auf die Sitzplätze bis 60% überbelegt sein dürfen. Doch eine solche Vorschrift ist nicht zielführend. Wenn man Unternehmen dazu bringen will, bestimmte Standards einzuhalten, *müssen* sie in Form von verbindlichen Vorschriften z.B. durch das Eisenbahnbundesamt vorgenommen und *überprüft* werden.
So wäre es, bezogen auf den vorliegenden Fall, beispielsweise möglich, die Temperatur und sonstige Luftqualität kontinuierlich zu überwachen und dem Lokführer automatisiert anzuzeigen, wenn er halten muss, um die Fahrgäste aussteigen und versorgen zu lassen sowie wann er einen Ersatzzug anzufordern hat.
Das Problem entsteht dadurch, dass die Vorschriften in diesem Punkt unklar sind. Das Zugpersonal weiß einfach nicht, wann sie halten müssen und wann sie Ärger bekommen, wenn sie anhalten und einen Ersatzzug anfordern. Das ist das Problem und hier ist anzusetzen.
Im ICE könnte man beispielsweise so vorgehen, dass Fahrscheine nur noch mit Reservierung verkauft werden dürfen. Und wenn keine Sitze mehr frei sind, kommt eben keiner mehr dazu. So wie das auf den ICE-Sprinter-Verbindungen schon lange der Fall ist. Es geht also im Prinzip. Aber die Problematik ergibt sich natürlich durch den Kostendruck: Warum das auf jeder Verbindung machen, wenn man doch 60% überbelegen darf?
Das Eisenbahnbundesamt hat hier, ggf. zusammen mit dem Gesetzgeber, endlich mal seine Hausaufgaben zu machen!
Die Schuld jetzt allein auf die Privatisierung zu schieben ist unüberlegt. Aber was nicht sein darf ist eine Gewinnoptimierung auf Kosten von Sicherheit und Zuverlässigkeit. Und hier kommt einem leider der Verdacht, daß für den geplanten Börsengang genau das versucht wird.
Bei der Bahn muss an erster Stelle der Nutzen für das Volk stehen und nicht schnelle Gewinne für Investoren.
Ich bin auf der Strecke in den letzten zwei Wochen zweimal ICE gefahren, meine Mutter ebenfalls an zwei weiteren Terminen. Die Klimaanlage war JEDESMAL in mehreren Wagen ausgefallen, darunter im Kleinkindabteil; die Temperaturen waren unerträglich. Zu gesundheitlichen Schäden der Reisenden kam es nur deswegen nicht, weil die Züge nicht voll waren und die Reisenden sich zumindest einmal in die noch kühle erste Klasse setzen durften und dort mit Getränken versorgt wurden.
Wenn ich etwas von bedauerlichen Einzelfällen höre, konnte ich die Wut kriegen. Das scheint schon seit Wochen ein Problem zu sein!!!
Wie kann ich die ermittelnde Bundespolizei informieren???
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