Pannenbericht Mehrere Hundert Störungen sorgten für Bahn-Chaos
Die Bahn kämpft nicht nur mit Klimaanlagen, sondern auch mit gestörten Signalen, Weichen oder Bremsen. Ein Bericht legt das Hitzechaos der letzten Wochen offen.
Innen Saunatemperatur, außen Technikprobleme: Die Bahn hat nach ZDF-Informationen unabhängig vom Ausfall etlicher ICE-Klimaanlagen mit zahlreichen Störungen zu kämpfen. So hätten etwa am vergangenen Freitag in mehr als 200 Fällen Signale, Weichen und in Stellwerke nicht richtig funktioniert, berichtete das ZDF-Magazin Frontal 21 unter Berufung auf interne Unterlagen der Deutschen Bahn. Die Züge hatten allein dadurch insgesamt fast 90 Stunden Verspätung gehabt. Davon seien 670 Züge betroffen gewesen.
Eine Woche zuvor, am 10. Juli, als erstmals bei großer Hitze mehrere ICE-Klimaanlagen ausfielen, gab es insgesamt 293 Störfälle, diesmal an Zügen. Es traten Bremsstörungen auf, Triebzugschäden, Störungen an Funkeinrichtungen und Zwangsbremsungen, alles mit unbekannter Ursache. 485 Züge waren insgesamt über 100 Stunden verspätet.
Zum Vergleich: Ohne S-Bahnen sind in Deutschland täglich rund 2200 Personenzüge unterwegs. Beide Tage waren heißer Sommertage mit örtlichen Gewittern am Abend, am 16. Juli auch mit Hagel und starken Regenfällen. Die Bahn bestätigte, tatsächlich habe es "aufgrund der Witterungsverhältnisse" vermehrt Störungen im Schienennetz gegeben.
Wegen hochsommerlicher Temperaturen hat das Unternehmen derzeit auch Probleme mit Klimaanlagen in Teilen ihrer ICE-Flotte. In den 44 älteren ICE-2-Zügen sind sie nur für Temperaturen bis 32 Grad ausgelegt. Am vorvergangenen Wochenende hatten drei der Hochgeschwindigkeitszüge auf dem Weg von Berlin nach Köln und Düsseldorf wegen ausgefallener Klimatisierung stoppen müssen. In einem der Züge waren mehrere Schüler wegen extremer Temperaturen im Zuginneren kollabiert, neun von ihnen wurden in Bielefeld ins Krankenhaus gebracht.
Wie das ZDF berichtete, ergab eine Analyse der Bahn, dass die Temperatur in den Wagen auf mehr als 70 Grad Celsius gestiegen war. Schon vor Tagen hatten Reisende von Temperaturen von rund 50 Grad Celcius in ICE-Zügen gesprochen. Eine Lehrerin, die mit Schülern reiste, berichtete aber auch von über 70 Grad.
Die Bahn wies dies zurück. "Eine interne Störfallanalyse, wonach 70 Grad im ICE 846 gemessen worden seien, ist uns nicht bekannt", sagte ein Sprecher. Die Information von Frontal 21sei unseriös. Diese Fragen seien Gegenstand von Ermittlungen der Bahn und der Bundespolizei. "Die Vorfälle werden also lückenlos aufgeklärt."
Die Bahn war nach den Hitze-Vorfällen unter Druck geraten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Das Bundesverkehrsministerium verlangte Aufklärung, das Verbraucherschutzministerium klagte über Salamitaktik bei der Information über die Vorfälle. Das Unternehmen versprach betroffenen Passagieren Entschädigung. Verbraucherschützer hatten 300 Euro Schmerzensgeld pro Person verlangt. Politiker forderten, dass die Bahn die ICE-Tickets vorläufig zum Normaltarif verkaufe, weil die Reisequalität unter diesen Umständen nicht dem Preis entspreche.
Am Donnerstag beschäftigt sich der Verkehrsausschuss des Bundestages mit der Pannenserie. Eingeladen sind Vertreter des Eisenbahnbundesamtes und der Bahn. Auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wird teilnehmen. Bahnchef Rüdiger Grube hat bereits Fehler seines Personals eingestanden.
- Datum 20.07.2010 - 19:02 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Was glauben Sie was ein Interessent an deutschen
Produkten denkt. Klimaanlagen werden seit hundert
Jahren gebaut und die Deutschen sind zu blöde in
ihren Verkehrsmitteln funktionierende zu verbauen. Abgesehen von Achsrissen , Spurreifen
und sonstigem Schrott . Arrogant sind diese Herr-
schaften , berufen sich auf ihren z.T. Beamten-
status anstatt DEUTSCHE WERTARB$EIT abzuliefern .
Dieser Brut werden wir es zu verdanken haben wenn
fernöstlich eingekauft wird . Uns hat man immer
nach dem Krieg erzählt , daß die Franzosen Schrott bauen , derweilen ist deren Hochgeschwindikeitszug besser und im Zweiten
Weltkrieg waren deren Flugzeugmotore langlebiger
und der R4 und Cdie Ente waren exelente Automobile und der Peugeot Diesel ist der inovativste sparsamste Diesel . Die deutschen
Ingenieure sollten sich dessen bewußt werden !
Was die Bahn heute erlebt, wird morgen in vielen Bereichen der Wirtschaft auftreten. anstatt zu warten, wird ( Dank an die Unternehmensberater und Yuppi Manager) Material an die Grenze gefahren. Erst wenn es kaputt ist, wird ausgetauscht. Nicht mehr im Zuge von Wartungen. Regelmäßig. Das erhöht die kurzfristigen Gewinne-damit auch die Erfolgsbeteiligung für den jeweiligen -Vorstand, der eh nur 4 Jahre da ist und weiter zieht- und ist langfristig ein Desaster.
Dazu gibt es eine Zuverlässigkeitstheorie, eine Systemtheorie,
alles bearbeitet und weitgehnd aufgearbeitet in der Verkehrshochschule Dresden. Mehrfältige Ausfälle und Teilausfälle sind dort behandelt mittels Markowketten.
Fragen Sie Prof. Fischer und Oberassi Dr. Hertel.
Eas kommt mir so vor, als rudere man in den Grundlagen der Algebra umher. Welche Blamage für die Wessi-Wissenschaft??
Langsam zeigt sich, was Mehdorn für ein marodes Unternehmen hinterlassen hat. Alles im Dienste des Börsenganges, natürlich.
Das in den ICE-Waggons Klimaanlagen eingebaut wurden, die nur bis 32°C ausgelegt sind ist doch nicht das Produkt einer Leistungsbeschreibung, sondern einer Kostenkalkulation.
Das ist das Ergebnis, wenn Staatsunternehmen auf "Teufel-komm-raus" kapitalisiert werden sollen.
Ähnlich verhält es sich mit der Telekom und der Deutschen Post. Mir ist eigentlich kein Fall von Privatisierung bekannt, der etwas signifikant zum Besseren gewandelt hätte.
Aber wir haben ja noch Polizei und Bundeswehr. Vielleicht gelingt es ja bei einem von diesen.
Wie viele Waggons waren zur Bundesbahnzeit, die Sie ja anscheinend zurückwünschen, denn überhaupt klimatisiert?
Damals hat Sie das wohl nicht gestört. Heute kann Ihnen alles nicht gut genug sein, und wenn es das an ein paar Tagen im Jahr nicht ist, ist der böse Kapitalismus daran schuld?
Ein bisschen einfach, oder?
1. ist die Bahn nicht "privatisiert". Sie gehört zu 100% dem Staat und leidet hauptsächlich unter staatsbetrieblichen Strukturen.
2. hat die Liberalisierung der Telekommunkation zu drastische geringeren Preisen für die Telephonie geführt. Suchen Sie doch mal eine Telephonrechnung von vor 10 - 15 Jahren heraus und vergleichen Sie.
Wie viele Waggons waren zur Bundesbahnzeit, die Sie ja anscheinend zurückwünschen, denn überhaupt klimatisiert?
Damals hat Sie das wohl nicht gestört. Heute kann Ihnen alles nicht gut genug sein, und wenn es das an ein paar Tagen im Jahr nicht ist, ist der böse Kapitalismus daran schuld?
Ein bisschen einfach, oder?
1. ist die Bahn nicht "privatisiert". Sie gehört zu 100% dem Staat und leidet hauptsächlich unter staatsbetrieblichen Strukturen.
2. hat die Liberalisierung der Telekommunkation zu drastische geringeren Preisen für die Telephonie geführt. Suchen Sie doch mal eine Telephonrechnung von vor 10 - 15 Jahren heraus und vergleichen Sie.
Endlich gibt es mal Zahlen - und sofort wird es interessant: 670 ICE-Fahrten hatten insgesamt 90 Stunden (=5400 min) Verspätung. Also im Schnitt jeder der betroffenen Züge acht Minuten. Nachdem ein paar medienwirksam weit größere Verspätungen hatten, waren es bei den übrigen wohl nochmal weniger.
Wenn ich an die mehreren hundert Kilometer Staus auf den deutschen Autobahnen am letzten Wochenende denke, und an die alltäglichen, meist viel größeren Verspätungen auf den Flughäfen, dann frage ich mich, wo der Maßstab ist.
Klar, ich wünsche mir auch wirklich pünktliche Züge. Und die Pünktlichkeit ist ein Asset, das die Bahn m.E. noch nicht wirklich als solches für sich erkannt hat bzw. wieder aus den Augen verloren zu haben scheint.
Aber darüber zu jammern, dass ein Teil der mehreren tausend Züge an diesem Tag unter diesen extremen Bedingungen um durchschnittlich acht Minuten verspätet war, das ist nun wirklich Jammern auf allerhöchstem Niveau.
Lieber manneberlin,
Andere Länder und ihre Bahngesellschaften (bspw. Japan, Frankreich) schaffen es seit Jahren äußerst pünktlich zu fahren, schaffen es seit Jahren einen äußerst zuverlässigen Bahnbetrieb zu gewährleisten, wohlgemerkt bei kritischeren klimatischen Bedingungen. Mag sein das das für sie alles nicht so wichtig ist weil ja trotzdem deutsche Züge noch irgendwie fahren und jeder irgendwann damit irgendwie ankommt. Nur sollten man dann auch so ehrlich sein und zukünftig das Geschwafel von tollster Industrienation, super Exportnation, genialsten Technologieführer ect bleiben lassen und zugeben das Deutschland zur Mittelmäßigkeit tendiert. Das deutsche Ingenieursarbeit zur Frickelei verkommen ist!
Lieber manneberlin,
Andere Länder und ihre Bahngesellschaften (bspw. Japan, Frankreich) schaffen es seit Jahren äußerst pünktlich zu fahren, schaffen es seit Jahren einen äußerst zuverlässigen Bahnbetrieb zu gewährleisten, wohlgemerkt bei kritischeren klimatischen Bedingungen. Mag sein das das für sie alles nicht so wichtig ist weil ja trotzdem deutsche Züge noch irgendwie fahren und jeder irgendwann damit irgendwie ankommt. Nur sollten man dann auch so ehrlich sein und zukünftig das Geschwafel von tollster Industrienation, super Exportnation, genialsten Technologieführer ect bleiben lassen und zugeben das Deutschland zur Mittelmäßigkeit tendiert. Das deutsche Ingenieursarbeit zur Frickelei verkommen ist!
Unter der Deckenverkleidung kann man die 70 Grad womöglich gemessen haben.
Ich erinnere mich gut an einen Aufenthalt in einer Berghütte in Österreich (im Winter). Kachelofen. Unter der Zimmerdecke haben wir ebenfalls 70 Grad gemessen, an den Füßen haben wir gefroren. Im Sitzen war es auf Kopfhöhe okay, ausser, dass der Zigarettenrauch aufgrund der Luftschichtung kaum höher stieg.
Es geht mir nicht darum, hier irgendwas zu beschönigen. In einem Zug, der (aus gutem Grund) nicht anders belüftet werden kann, müssen die Klimaanlagen funktionieren - ansonsten ist es in der Tat unerträglich.
Aber Superlative kann man immer herbeisuchen, die Relevanz und die journalistische Qualität bleiben fraglich.
Wie viele Waggons waren zur Bundesbahnzeit, die Sie ja anscheinend zurückwünschen, denn überhaupt klimatisiert?
Damals hat Sie das wohl nicht gestört. Heute kann Ihnen alles nicht gut genug sein, und wenn es das an ein paar Tagen im Jahr nicht ist, ist der böse Kapitalismus daran schuld?
Ein bisschen einfach, oder?
Tatsächlich waren früher - zur sogenannten Bundesbahnzeit - nirgends Wägen klimatisiert - Gott sei Dank! Ich sitze aus beruflichen Gründen als Pendler täglich 4 Stunden in der Bahn und kann es beurteilen: früher machte man einfach mal ein Fenster auf. Das ist heute ausgeschlossen, die sind zwar da aber gesperrt für Reisende. Weil sonst die Klimaanlage nicht funktioniert, aber das tut sie ja oft genug auch so nicht. Früher war die Taktung der Züge nicht so eng, aber die die fuhren kamen pünktlicher als heute. Und durch die weniger enge Taktung hatte man im Zweifelsfall eher Glück den Anschluss selbst bei Verspätung noch zu kriegen. Es gab mehr Schaffner und sogar Raucherwagen. Ich stimme meinem Vater (Jahrgang 1937)zu und wünsche mir die Reichsbahn zurück!
Tatsächlich waren früher - zur sogenannten Bundesbahnzeit - nirgends Wägen klimatisiert - Gott sei Dank! Ich sitze aus beruflichen Gründen als Pendler täglich 4 Stunden in der Bahn und kann es beurteilen: früher machte man einfach mal ein Fenster auf. Das ist heute ausgeschlossen, die sind zwar da aber gesperrt für Reisende. Weil sonst die Klimaanlage nicht funktioniert, aber das tut sie ja oft genug auch so nicht. Früher war die Taktung der Züge nicht so eng, aber die die fuhren kamen pünktlicher als heute. Und durch die weniger enge Taktung hatte man im Zweifelsfall eher Glück den Anschluss selbst bei Verspätung noch zu kriegen. Es gab mehr Schaffner und sogar Raucherwagen. Ich stimme meinem Vater (Jahrgang 1937)zu und wünsche mir die Reichsbahn zurück!
Tatsächlich waren früher - zur sogenannten Bundesbahnzeit - nirgends Wägen klimatisiert - Gott sei Dank! Ich sitze aus beruflichen Gründen als Pendler täglich 4 Stunden in der Bahn und kann es beurteilen: früher machte man einfach mal ein Fenster auf. Das ist heute ausgeschlossen, die sind zwar da aber gesperrt für Reisende. Weil sonst die Klimaanlage nicht funktioniert, aber das tut sie ja oft genug auch so nicht. Früher war die Taktung der Züge nicht so eng, aber die die fuhren kamen pünktlicher als heute. Und durch die weniger enge Taktung hatte man im Zweifelsfall eher Glück den Anschluss selbst bei Verspätung noch zu kriegen. Es gab mehr Schaffner und sogar Raucherwagen. Ich stimme meinem Vater (Jahrgang 1937)zu und wünsche mir die Reichsbahn zurück!
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