Kaputte Klimaanlagen Ministerium wusste von Technik-Problemen bei der Bahn
Für das Bundesverkehrsministerium sind die technischen Mängel der ICEs nichts Neues. Das Eisenbahn-Bundesamt sei seit einiger Zeit mit der Überprüfung der Züge beauftragt.
© Maurizio Gambarini dpa/lno

Ein ICE fährt in den Hauptbahnhof in Hamburg ein
Das Bundesverkehrsministerium hat eingeräumt, dass die technischen Probleme in ICE-Zügen schon länger bekannt waren. Allerdings könnten diese nicht schnell behoben werden, weil die Züge hochkomplexe technische Systeme seien, sagte Staatssekretär Enak Ferlemann. Nach dem Komplettausfall von Klimaanlagen in ICE-Zügen hatten Verbraucherschützer von der Politik klare Zielvorgaben für die Bahn gefordert.
"Fakt ist, dass ein solcher Zug im Grunde genommen bei minus 40 Grad laufen muss und bei 40 Grad plus auch, ohne dass es zu großen Beanstandungen kommt", sagte Ferlemann. Es habe sich aber erwiesen, dass die Bordelektrik der ICE-I- und ICE-II-Züge empfindlich sei. Es gehe nun darum, die Konsequenzen aus den Schäden an den ICEs zu ziehen, auch weil die Ausschreibung einer kompletten Erneuerung der Flotte bevorstehe. "Und da sollen diese Fehler nicht wieder auftreten".
Nach Angaben des Fahrgastverbandes Pro Bahn sind der Deutschen Bahn die Probleme mit den Klimaanlagen seit mindestens eineinhalb Wochen bekannt gewesen. Der Rechtsexperte des Verbandes, Rainer Engel, sagte, mit der steigenden Hitze hätten die Ausfälle vor allem in ICE-Halbzügen der zweiten Generation zugenommen. Diese Baureihe mit 44 Zügen stehe kurz vor einer Generalinspektion. Der Einsatz defekter Züge sei bewusst in Kauf genommen worden.
Der Chef des Bundesverbandes Verbraucherzentralen (vzbv), Gerd Billen, sagte, der Bahn fehle es an einer "Strategie, die deutlich werden lässt, dass die Sicherheit der Fahrgäste die oberste Prämisse des Konzerns ist". Hier seien Politik und Bahn gleichermaßen gefordert. Die Bahn müsse transparent machen, welche Mittel für welche Zwecke verwendet werden.
Nach dem Kollaps mehrerer Schüler in einem überhitzten ICE am Wochenende ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen den Zugchef. Der Verdacht laute auf fahrlässige Körperverletzung und unterlassene Hilfeleistung, sagte Oberstaatsanwalt Reinhard Baumgart. Es werde derzeit geprüft, ob der Mann den Zug früher hätte anhalten müssen, nachdem die Klimaanlage ausgefallen war.
Die Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA sprachen sich gegen vorschnelle Schlüsse aus. "Wir warnen vor einer öffentlichen Vorverurteilung unseres Kollegen", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. "Die aktuellen Probleme mit den Klimaanlagen müssen untersucht und Schwachstellen beseitigt werden. Das ist die DB AG den Reisenden, aber auch den Beschäftigten schuldig." Die Zugbegleiter litten an heißen Tagen ebenso wie die Fahrgäste unter der Hitze im Zug. "In diesem Zusammenhang muss das Unternehmen möglicherweise auch zusätzliches Personal zur Betreuung der Fahrgäste bereitstellen."
Am Samstag war in drei ICEs die Klimaanlage komplett ausgefallen, weshalb zwei der Züge in Hannover und einer in Bielefeld geräumt werden mussten. Zahlreiche Schüler von zwei Schulen in Nordrhein-Westfalen kamen
dehydriert ins Krankenhaus
. Laut einem Bericht gab es von Samstag bis Montag in insgesamt 36 Fernzügen Hitzeprobleme.
Die Bahn AG hat ihren betroffenen Kunden als Entschädigung Reisegutscheine angeboten. Wer mit Gesundheitsbeeinträchtigungen ärztlich versorgt werden musste, soll das Anderthalbfache des ursprünglichen Fahrpreises als Gutschein erhalten. Wenn die Klimaanlage im ganzen Zug ausfiel, gibt es dazu die Hälfte des Preises zurück. Reisende, die von diesem Angebot Gebrauch machen möchten, müssen ihr Ticket vorlegen. Wenn einzelne Wagen nicht gekühlt waren, die Fahrgäste aber in klimatisierte Wagen ausweichen konnten, gilt die Kulanzregelung jedoch nicht.
Kontaktdaten für betroffene Fahrgäste:
hitzewelle@deutschebahn.com; DB Fernverkehr AG, Kundendialog, Stichwort
"Hitzewelle", Postfach 10 06 13, 96058 Bamberg; Kundentelefon der Bahn 01805 99 66 33
- Datum 14.07.2010 - 19:27 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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Dort ist selbst jeder popelige Nahverkehrsbus vollklimatisiert. Auch in Arizona, wo sich der Erdboden im Sommer in Lava zu verwandeln scheint, ist es in allen Gebäuden und Fahrzeugen angenehm kühl. Teilweise eher etwas zu kühl, so dass man sich ein Jackerl überziehen muss. In jedem Falle verwundert mich immer wie a) exotisch Klimatisierung nach wie vor in Deutschland ist und b) schwachbrüstig die Klimatisierung, so vorhanden, dann auch ist.
In Bürogebäuden, Kaufhäusern etc. haben die Anlagen doch arge Probleme die Temperatur zu senken wenn es richtig heiß wird (also just dann wenn man solch eine Anlage erst braucht). Also tolle Autos bauen können sie ja schon die Deutschen, aber mit der Klimatisierung, da ist Deutschland noch ein Entwicklungsland ^^
Klimageräte zu bauen ist keine Kunst. Die Bahn und wir Deutsche haben ein ganz anderes Problem. Wir können noch nicht mal vom Sinkansen, TGV, Bombardier oder den Chinesen kopieren. Japaner, Franzosen und Chinesen sind uns auch im Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen weit voraus. Buchen oder Umbuchen von Tickets, Reservierungen, Umgang und Transport von Gepäck, enge Eingänge, viel zu teueren Kaffee usw. sind einfach unakzeptabel bei der DB. Auch die Chinesen sind uns z. Teil schon voraus. Dass Klimaanlagen zu klein sind, kann man ja noch verstehen, aber dass Sie im Flugzeug oder im Hochgeschwindigkeitszug ausfallen ist absolut unverständlich. Die peinlichen Rechtfertigungsversuche der DB und auch der Gewerkschaften machen es nur noch schlimmer.
Diese Woche hatten wir Höchsttemperaturen von 39 Grad - ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass wir in wenigen Jahren auch mal deutlich über 40 Grad im Sommer haben werden - und würde vorziehen, wenn die Klimaanlagen der ICEs dann nicht schon wieder überfordert wären... Dass keine manuellen Lüftungsklappen vorhanden sind, die wenigstens das Personal öffnen kann, ist noch ein weiteres "Problem"...
…schafft sie gar nichts.
Der Bahn ist doch einW itz!!! Wenn ich mir in einem Restaurant den Magen verdorben hab will ich doch nicht zur entschädigung noch einen Essensgutschein!
Damit spart die bahn unmengen summen, weil die die paar sitze nix kosten. Im zweifel passen ebenb nicht alle in den Zug und müssen den nächsten nehmen. Dieses Unternehmen sit wirklich unterste Schublade. Jeder zweite Zug ist zu spät, ich muss jeden Tag eeine halbe stunde lang stehen während die 1. Klasse wagons leer stehen. Durchfhrten am gleis sind bei uns vollkommen normal, da muss ich schon angst haben dass mir mein Kind wegfliegt! Bei meiner S-Bahn muss ich regelmäßig einen fahrtabbruch hinnehmen weil sie zu spät war und bei der Taktung lieber gleich aufhört und den nachfolger dafür die bahn freimacht. das bedeutet fü r mich jeden dritten tag in windesteile treppe runter, drei gleiche weiter treppe hoch. Stellen sie sich das mal vor wenn sie 130 Kilo wiegen oder Schwanger sind. Bei Kinderwagen können sie es gleich vergessen.
Ich fahre nur bahn weil ich nicht anders kann, und genau deswegen wird es niemals besserung geben. Die Bahn hat keinen druck, wenig grund besser zuw erden. Die meisten Kunden sind auf sie angewieseN!
Das gegen den Zugführer ermittelt werden soll ist eine ganz fragwürdige Nummer.
Eine Theorie dazu:
Eine Person soll zum Bauernopfer gemacht werden, damit alle wieder zufrieden sein können. Der Mann ist nichts weiter als ein Weisungsempfänger der, mit einem hohen Maß an Wahrscheinlichkeit, im Rahmen der ihm vorgegebenen Möglichkeiten gehandelt hat. Was passiert denn mit dem Zugführer, wenn der ICE Verspätung hat, es zu Verzögerungen kommt, welche der Bahn mal wieder Millionen kosten. Also lies er die Sache rollen, da er sich vor der Gardinenpredigt seines Vorgesetzten mehr fürchtete, als den Konsequenzen eines verantwortungsbewussten Handelns.
Das die Bahn diese potentiell defekten Züge bei den derzeitigen Temperaturen überhaupt zum Einsatz kommen lies, ist doch genau so darauf zurück zu führen, das Menschen Angst vor den Konsequenzen ihrer Entscheidungen hatten.
Mittlerweile scheint klar zu sein, daß die Bahn bei den Ausstattungen der ICE`s gespart hat. Die Klimaanlagen sind bis 32°C ausgelegt. Die von SIEMENS nach Spanien gelieferten Züge sind mit KA ausgestattet, welche bis 40°c vertragen. Umrüsten ist angesagt, falls technisch möglich.
Ich habe etliche Ausfälle von Klimaanlagen auch bei Wagen der ICE-3 miterlebt.
Erst vor 3 Wochen versuchte der Zugbegleiter bei so einem Vorfall diese verzweifelt, mit dem Handy am Ohr, wieder in Gang zu bringen.
Es auf ICE-1/2 zu reduzieren ist eine Verniedlichung des Problems.
Und von Wochen zu reden, ebenso.
Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen u.a. im Sommer 2009.
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