Flugsicherheit Testlauf für Körperscanner bereits im Sommer

Das Bundesinnenministerium will den Testbetrieb der Körperscanner doch noch im Sommer aufnehmen: Alle Auflagen seien erfüllt. Nur die Software funktioniere noch nicht.

Obwohl der Scanner während des Tests am Pariser Flughafen funktionierte, ließ sich dieser Passagier lieber abtasten

Obwohl der Scanner während des Tests am Pariser Flughafen funktionierte, ließ sich dieser Passagier lieber abtasten

Das Bundesinnenministerium hält an seinem Zeitplan für den Testbetrieb der Körperscanner fest: Noch in diesem Sommer soll der Probebetrieb an einem deutschen Flughäfen aufgenommen werden. Das sagte ein Sprecher am Dienstag in Berlin. Einzelheiten nannte er nicht.

Damit reagierte das Bundesinnenministerium auf die in einem Bericht zitierte Aussage eines Mitarbeiters der Bundespolizei, die Scanner könnten erst im Herbst getestet werden , weil die Hersteller Schwierigkeiten damit hätten, die geforderten Auflagen zum Schutz der Passagiere zu erfüllen. Zurzeit finden Tests hinter verschlossenen Türen bei der Bundespolizei in Lübeck statt. Die Scanner durchleuchten Passagiere bis auf die Haut und können so zum Beispiel am Körper versteckten Sprengstoff entdecken.

Zum Jahresbeginn hatte es eine große politische Debatte über den Einsatz der Scanner gegeben. Datenschützer sahen die Menschenwürde in Gefahr. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte wiederholt erklärt, für die Einführung müssten drei Voraussetzungen erfüllt sein: Die Scanner müssten leistungsfähig sein, sie dürften die Gesundheit nicht gefährden und keine Persönlichkeitsrechte verletzen.

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Der Sprecher des Ministeriums sagte nun, der Schutz der Intimsphäre und die Gesundheitsverträglichkeit während der Nutzung der Scanner seien gesichert. An der Funktionsfähigkeit werde jedoch noch gearbeitet. Die Gerätesoftware müsse noch weiterentwickelt werden. Bis zum Spätsommer sollen die Probleme aber gelöst sein. Bis alle deutschen Flughäfen mit den Geräten ausgestattet sind, wird voraussichtlich noch mehr als ein Jahr vergehen.

Die Scanner-Debatte war nach dem nur knapp vereitelten Terror-Attentat eines Nigerianers am ersten Weihnachtsfeiertag 2009 in einem US-Flugzeug über Detroit wieder hochgekocht. In Europa werden die Geräte bereits an den Flughäfen in Moskau, London, Amsterdam und Zürich eingesetzt beziehungsweise erprobt.

 
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