Highland Games Mit Kilt, Schwert und KroneSeite 3/3
Vor allem ist das Hand-Fasting aber sehr liberal. Blair Oliphant richtet sein Schwert, dessen Scheide fast auf dem Boden schleift. Im Schlosspark steht ein Pavillon. Hier soll die Zeremonie abgehalten werden."Ursprünglich galt ein Hand-Fasting nur für ein Jahr. Wenn das Paar danach zusammen bleiben wollte, wurde die Verbindung besiegelt.“ Wenn nicht, trennten sich die beiden wieder. "Ohne, dass daraus Nachteile entstanden wären", wie Blair Oliphant sagt, "Nicht für die Frau und auch nicht für die Kinder, falls welche da waren."
Die Hochzeitsgesellschaft hat sich im Park versammelt. Blair Oliphant sammelt die Dolche der Männer ein – in den Tagen der Jakobiten eine Notwendigkeit, heute eher eine Reminiszenz an Zeiten, in denen es wegen alkoholseeliger Schlägereien selbst auf Beerdigungen noch Tote gab. Er spricht Fürbitten an die vier Elemente: "Möge das Feuer eure Liebe warm halten und nähren." Dann fragt er den Bräutigam: "Wirst du sie traurig machen?" Der antwortet so, wie es das Prozedere vorschreibt: "Das mag sein." Erst im zweiten Anlauf darf er verneinen: "Und hast du das vor?" hakt Blair Oliphant nach. "Nein."
Nun darf der erste Trauzeuge dem Paar die Hände binden. "Wirst du für ihn manchmal eine Belastung sein?" fragt Blair Oliphant darauf die Braut. Auch sie antwortet: "Mag sein." So geht es weiter, bis die Hände des Paares so zusammengeknotet sind, dass sie Schwierigkeiten haben, den Dolch, der ihnen gereicht wird, anzunehmen. "Küsst ihn, wünscht euch etwas und stoßt ihn gemeinsam in die Erde." Die Trauung ist vollzogen. Blair Oliphant verabschiedet sich. Seinen Whisky trinkt er dann doch lieber zu Hause, im eigenen Schloss.
Laurence Blair Oliphant vor dem Rolls Royce des letzten griechischen Königs. Das Auto gehört einem Freund der Familie
Es ist Abend geworden und die Familie Blair Oliphant sitzt im Kaminzimmer und bespricht das Tagesgeschehen. Vor dem Fenster stehen zwei Kühe mit roten Ponyfrisuren auf der Weide. Die beiden waren das Hochzeitsgeschenk von Blair Oliphant an seine Frau. "Ich wusste ja, dass er verrückt ist", antwortet Jenny auf die Frage, ob sie ahnte, wohin ihr Jawort sie führen würde. Nur mit dem langen Bart habe sie nicht gerechnet. "Den habe ich erst seit dem 01.01.1989", sagt ihr Mann. Ein Filmdreh? Ein schottischer Nationalfeiertag? "Nein, Charlie hatte ein Schulfest, zu dem wir eingeladen waren." Er fährt sich mit der Hand durch die langen Haare: "Ich habe ihn wachsen lassen, damit man mein Gesicht nicht sieht. Ich hatte kurz zuvor die Windpocken.“
- Datum 31.07.2010 - 10:22 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Schottland, eine Gegend die touristisch gesehen wohl derzeit von uns Deutschen nicht so stark frequentiert wird, aufgrund des "Wetters" und auch weil es nicht so bekannt ist.
Schade, Schottland bringt alles mit, was interessant wäre, Highlands, Schlösser, Geister, Grusel, Mythen und Geschichten, Historie, Sport und einzigartige Natur, ob Luxus oder einfache Moorhütte, das wäre auch möglich... von der Eisenbahn will ich gar nicht anfangen, hier gibt es doch diesen Luxuszug "Scotman"?? (ala Orientexpress)...
Eine Alternative zu Strand und Meer, nun auch für Familien, vielleicht sollte man die Preiskonzepte nochmals ansehen...
und ihre Highland-Saga ist für jeden zu empfehlen der sich für Schottland interessiert.
Zitat: "Im katholischen England wurden derart geschlossene Ehen ab dem 18. Jahrhundert nicht mehr akzeptiert."
Das kann ich mir nicht vorstellen; England war seit Henry VIII nciht mehr katholisch.
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