Fotostrecke Badetücher

Deutschland geht baden

Adolfosee  |  © Stefan Gbureck

Sie geben mehr preis als der knappste Bikini: unsere Badetücher. Manche Strandbesucher würden lieber Sand essen, als auf das Frottee gewordene Logo ihres Fußballvereins zu verzichten. Andere dagegen sonnen sich seit Jahren auf unbekannten Schönheiten und denken sich rein gar nichts dabei. Für viele Deutschen ist das ausgebreitete Laken auch ein symbolischer Ausdruck ihres Rechts auf Erholung. Ähnlich handtuchfanatisch sind nur noch die Engländer, was in der Vergangenheit zu vielerlei "Handtuchkriegen" entlang der türkischen und italienischen Riviera und an spanischen Küstenstreifen führte. 

Im künstlerischen Umgang mit dem Badetuch aber schätzt man sich gegenseitig: Als 2008 mehr als 1000 Badegäste am Strand von Sankt Peter-Ording in nur 30 Minuten mit ihren Badelaken die längste Handtuchkette der Welt bildeten, berichtete die britische Boulevardzeitung Sun anerkennend darüber. Und wenn am 25. Mai der Towel Day gefeiert wird, tragen britische und deutsche Handtuchbesitzer ihre Badetücher einträchtig mit sich herum, um den britischen Autor Douglas Adams zu ehren. Dieser würdigte in seinem Buch Per Anhalter durch die Galaxis das Handtuch als nützlichstes Utensil für Reisen durch das Universum.  

Einen weiteren künstlerischen Beitrag hat auch der Fotograf Stefan Gbureck geleistet: Er fotografierte in diesem Sommer Handtücher an deutschen Badeseen und -stränden. Seine Bilder sind ein Portfolio dieses Sommers, der hoffentlich noch nicht ganz zu Ende ist.

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