Arbeitskampf Streik legt Verkehr in London lahm

Fahrrad, Auto und Bus statt U-Bahn: In London streikt das Metro-Personal, und Millionen Pendler kamen zu spät zur Arbeit. Auf den Straßen ging teilweise nichts mehr.

In London haben streikende U-Bahn-Angestellte ein Verkehrschaos ausgelöst und die Geduld hunderttausender Pendler auf die Probe gestellt. An Bushaltestellen und Fähranlegern in der britischen Hauptstadt bildeten sich lange Schlangen, viele Pendler mussten auf das Fahrrad umsteigen oder zu Fuß zur Arbeit gehen.

Nach Angaben der Nahverkehrsbehörde Transport for London (TfL) waren immerhin 40 Prozent der U-Bahn-Züge in Betrieb. Gewerkschafter hingegen verwiesen auf "felsenfeste Unterstützung" durch 11.000 Streikende.

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Reisende schilderten teils bedeutende Verspätungen, überfüllten Bürgersteigen sowie Schlangen vor Bussen und den in Sonderschichten operierenden Fähren über die Themse. Der Streik bietet zudem eine erste echte Bewährungsprobe für das neue System öffentlicher Fahrrad-Ausleihstellen, das Bürgermeister Boris Johnson im Juli gestartet hatte.

Der 24-stündige Ausstand, bei dem alle elf Linien des Transportnetzes entweder gar nicht oder nur sehr eingeschränkt bedient wurden, richtete sich gegen geplante Stellenkürzungen. Insgesamt beschäftigt die Londoner U-Bahn rund 19.000 Menschen, 800 dieser Arbeitsplätze sollen gestrichen werden. Die "Tube" befördert normalerweise rund 3,5 Millionen Fahrgäste täglich.

Die Londoner würden die Streiks "zweifelsohne unglaublich finden", sagte TfL-Chef Mike Brown. Schließlich sei fest zugesagt worden, "dass die anstehenden Personaländerungen nicht zwingend mit Entlassungen verbunden sind". Die Gewerkschafter warfen der Betreibergesellschaft vor, die Sicherheit der Fahrgäste zu gefährden, indem Freiwillige zur Aufrechterhaltung eines Notfahrplans angeworben worden seien.

 
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