Flugreisen Kein Grund für mehr Beinfreiheit an Bord
Laut einer Studie besteht kein Zusammenhang zwischen engen Flugzeugsitzreihen und Thrombose. Darum bleibt an Bord vorerst alles beim Alten.
Fluggäste können vorerst nicht mit mehr Beinfreiheit rechnen. Eine Studie habe ergeben, dass es keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen zu engen Sitzreihen im Flugzeug und der Gefahr von Thrombose gebe, sagte ein Sprecher der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Nur für den Fall, dass die Studie einen Zusammenhang hätte feststellen können, hätte die Behörde die Zulassungskriterien ändern und einen Mindestabstand festlegen können.
Wegen der Ergebnisse bleibt es bei einzig der Voraussetzung, dass es möglich sein muss, die Maschine binnen 90 Sekunden zu evakuieren. Wie groß dabei der Abstand zwischen den Sitzen ist, regeln die Fluggesellschaften selbst.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete und Tourismusexpertin Rita Pawelsk hatte zuvor eine einheitliche Regelung für den Sitzabstand in Flugzeugen gefordert: "Ärzte und Vielflieger warnen vor allem vor Thrombose, weil bei fast allen Airlines die Sitzabstände immer enger werden."
Ohne wissenschaftliche Belege wird die EASA die geltende Bauverordnung allerdings nach eigenen Angaben nicht ändern. "Wir sind aber offen für neue Erkenntnisse und hätten auch die Möglichkeit, das in Zukunft zu regulieren", sagte der Sprecher. Zudem würden die Passagiere größer und schwerer, was ohnehin in absehbarer Zeit eine neue Regulierung erforderlich machen könnte, da dies auch die Zeit für eine Evakuierung beeinflusse.
- Datum 01.09.2010 - 12:18 Uhr
- Quelle AFP
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Einen Grund gibt es eben doch:
Beinfreiheit ist ein Verkaufskriterium. Die Fluggesellschaften werden sich dann eben damit auseinandersetzen müssen, dass Kunden (beispielsweise meine Wenigkeit) sich ggf. anderen Verkehrsmitteln zuwenden.
Zwar könnte man argumentieren, dass es für den Interkontinentalverkehr keine Alternativen gibt, doch das ist nur korrekt, wenn man nicht sturköpfig und rachsüchtig genug ist.
Was eher angesprochen werden sollte wären Rückenschmerzen für die Person vorne und Knieschmerzen wenn die Knie mehrere Zentimeter tief im Vordersitz stecken.
Gleichzeitig muss ich aber auch sagen dass ich mich bei Lufthansa Flügen innerhalb der EU nicht beklagen kann - trotz meiner 188,5cm Körpergröße - Beinfreiheit habe ich in den Lufthansa Maschinen in Economy genug.
Und das Personal ist auch höflich :) - OK, Europa-Flüge sind vermutlich nicht lang genug für Thrombose Fälle - aber eine angemessene Menge Beinfreiheit ist bei einer vernünftigen Fluglinien eindeutig vorhanden.
Liebe Redaktion,
könnten Sie bitte angeben, von wem, wann und in welchem Journal diese Studie publiziert wurde auf die sich der Artikel bezieht?
Ähnliche Untersuchungen hat es bereits gegeben, allerdings mit anderem Ergebnis, weshalb ich das nun etwas verwunderlich finde.
sind angemessen. In der Economy Class ist der Platz gesundheitsgefährdend eng.
Von den aktuellen 79-82cm in der Economy class muss dringend auf mindestens 90cm Sitzabstand verbessert werden. Nach meinem letzten Flug in der Economy class vor 7 Jahren mit einem nagelneuen A330 von LTU/Air Berlin habe ich mich entschieden, mir dies nie wieder anzutun. Daher: Weniger reisen, dann aber vorne. Da (f)liege ich ganz gut mit. Dass man bei Linienfluggesellschaften z. T. für einen angenehmen Kurs vorne reisen kann, hat mich dann auch von den Chrtergesellschaften entfernt, was das Reisen auch angenehmer macht.
Wenn die Flugindustrie selbst diese Studie in Auftrag gegeben hat , dann ist es kein Wunder , dass sie zu solch einem Ergebniss kommt. Leider wird auf die Studie zu wenig eingegangen. So kann man sich keine Objektive Meinung bilden.
Sehr geehrte Leser,
die Studie wurde von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit EASA in Auftrag gegeben. http://www.easa.europa.eu/
Ein Mitarbeiter der EASA sagte mir, die Studie würde von der unabhängigen Beratungsfirma BRE durchgeführt und erst im nächsten Jahr veröffentlicht. http://www.bre.co.uk/
Ich hoffe, dies beantwortet Ihre Fragen.
Mit freundlichen Grüßen
Jessica Braun
Redaktion Reisen
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