Die britische Billigfluglinie Bmibaby hat laut einem Bericht der BBC von ihren Passagieren unrechtmäßige Gebühren für ihr Handgepäck verlangt. Die Größe der Messvorrichtungen am Schalter im Terminal und am Gate seien nicht einheitlich gewesen. Die Fluglinie operiert von verschiedenen britischen Flughäfen aus, darunter East Midlands, Manchester, Birmingham und Cardiff.

Ein gemäß der Vorschriften von Bmibaby genormtes Handgepäckstück passte zwar in die Messvorrichtung in der Abflughalle. Am Gate aber wurden die Reporter angewiesen, den Koffer einzuchecken. Es entspräche nicht den Richtlinien. Für das nachträgliche Einchecken des Handgepäcks werden jedoch zusätzliche Gebühren fällig. Betroffen waren davon vor allem die Passagiere, die online eingecheckt hatten und deswegen direkt mit ihrem Gepäck zum Gate gegangen waren.

Die unterschiedlichen Größen der Messvorrichtungen waren einem Vielflieger aufgefallen, der auf dem Flug vom britischen Flughafen East Midlands nach Amsterdam 30 Pfund (etwa 36 Euro) für sein Handgepäck zahlen musste. "Ich wurde angewiesen, meinen kleinen Koffer in die Vorrichtung zu stellen, um ihn zu überprüfen. Er passte nicht hinein", sagte der Reisende Kiran Somaiya. Am Flughafen Schiphol angekommen, machte er den Gegentest. "Er passte nicht nur in die Vorrichtung. Es war sogar noch reichlich Platz."

Wie ein Sprecher der Fluglinie sagte, seien sämtliche Messvorrichtungen so genormt, dass Koffer mit den Standardmaßen 55x40x20 Zentimeter hineinpassen. Unterschiede entstünden aufgrund der gerundeten Ecken der Halterungen. "Bmibaby wird alle zu kleinen Vorrichtungen gegen größere austauschen", sagte der Sprecher. Auf den Vorfall angesprochen, versicherten die Fluglinien Ryanair, Easyjet und Flybe, dass ihre Messvorrichtungen den Standards entsprächen.