Outdoor-ModeLieber nackt als unfair?

Fair ist das nicht: Hersteller von Outdoor-Kleidung pflegen ein naturverbundenes Image. Doch die Produkte sind nicht immer umwelt- und sozialverträglich hergestellt. von 

Ökologisch unbedenklich, aber nicht praktisch

Ökologisch unbedenklich, aber nicht praktisch  |  © Peter Macdiarmid/Getty Images

Schneebedeckte Berge, ein endloser Himmel und irgendwo im Weiß ein knallrotes Zelt – meistens sind es Bilder von Abenteuern in intakter Natur, mit denen Outdoor-Hersteller werben. Sie suggerieren: Wer solche Kleidung trägt, der erlebt etwas. Der ist eins mit der Erde. Wir fühlen uns angesprochen, kaufen regelmäßig die neueste Generation von Funktionskleidung und geben viel Geld dafür aus. Dass wir mit dem, was wir kaufen, um die Natur zu genießen, ihr auch schaden, daran denken wir eigentlich nicht. Oder daran, dass für unsere Fleece-Jacke Arbeiter in Ländern ausgebeutet wurden, in die wir wohlmöglich reisen wollen.

Gekauft jedenfalls wird immer mehr. Das liegt daran, dass Outdoor-Aktivitäten immer beliebter werden – in einer aktuellen Umfrage des Deutschen Wanderverbandes geben sich 56 Prozent aller Deutschen als aktive Wanderer aus. Und es liegt daran, dass Funktionskleidung längst auch im Alltag salonfähig geworden ist. Der neueste Softshell von Mammut, arc’teryx oder North Face gilt als Markenzeichen für einen sportlichen und modebewussten Lebensstil. "Die Leute verbinden ein Image damit, sie möchten gerne in Outdoor-Kleidung gesehen werden, selbst wenn sie eigentlich keine Naturmenschen sind", sagt Mark Held, Generalsekretär des Branchenverbands European Outdoor Group (EOG). "Das ist eine sehr positive Entwicklung für uns." Nach Angaben des EOG wuchs der Umsatz der Branche in Europa im letzten Jahr um zwei bis drei Prozent auf sechs Milliarden Euro, Sparten wie Ski-, Jagd- oder Anglerausrüstung nicht inbegriffen. Der europäische Branchenprimus Jack Wolfskin konnte den Umsatz sogar um 22 Prozent steigern, auf 251 Millionen Euro.

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Während die Branche boomt, wird aber auch die Kritik lauter. So hat die internationale Kampagne für Saubere Kleidung ( Clean Clothes Campaign , CCC) in einer aktuellen Studie die Geschäftspolitik von 15 großen Outdoor-Unternehmen untersucht, darunter Schöffel, Tatonka oder Salewa und wirft ihnen vor, für Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen mitverantwortlich zu sein, weil sie die Einhaltung von Mindeststandards bei ihren Zulieferbetrieben in Asien, Lateinamerika und Osteuropa nicht ausreichend überprüfen. "Image und Realität der Outdoor-Branche klaffen zum Teil schmerzhaft auseinander", sagt Kirsten Clodius, Referentin der Christlichen Initiative Romero (CIR), einer der Trägerorganisationen der Kampagne für Saubere Kleidung. "Statt nachhaltiger sozialer Entwicklung wird allzu oft nachhaltige Ausbeutung praktiziert."

Die Nichtregierungsorganisation Erklärung von Bern (EvB), die die Kampagne in der Schweiz vertritt, hat auf Grundlage der Studie jetzt einen Einkaufsführer veröffentlicht. Nur zwei Unternehmen werden darin als fortschrittlich empfohlen (Mammut und Odlo), drei als durchschnittlich bewertet und der Rest beginne gerade erst sich mit dem Thema soziale Nachhaltigkeit auseinander zu setzen. Zwei Marken werden sogar als nachlässig eingestuft – Schöffel und Tatonka. "Viele Unternehmen haben einen Verhaltenskodex beschlossen, aber die Umsetzung und Überprüfung findet noch nicht bei allen ausreichend statt", sagt Christa Luginbühl von EvB. "Und auch bei den Verpflichtungen gibt es große Unterschiede, viele Unternehmen schließen zum Beispiel die Bezahlung eines Existenzlohnes nicht mit ein."

CIR hat daher noch einmal genauer hingeschaut und in einer Fabrik in El Salvador nachgeforscht, wo Näherinnen für The North Face, Patagonia, Marmot und Columbia Outdoor-Jacken und -Hemden herstellen. Die Frauen, von denen viele alleinerziehend sind, verdienen nur etwa 125 Euro im Monat, wovon knapp zehn Prozent für Versicherungen abgehen. "Das ist der gesetzliche Mindestlohn, aber er reicht nicht, um davon leben zu können", sagt Clodius. "Sie werden so zu Überstunden gezwungen und müssen unterschreiben, dass sie diese Überstunden freiwillig machen, gewerkschaftliche Organisierung wird ihnen verboten." Offizielle Reaktionen der betroffenen Unternehmen habe es noch nicht gegeben. "Aber es wurde eine Diskussion in der Branche angestoßen", sagt Clodius.

Kritisiert wird auch die Umweltverträglichkeit von Outdoor-Kleidung. Das britische Magazin Ethical Consumer hat 60 Outdoor-Unternehmen auf ihre Umweltverantwortung hin untersucht. Nur wenige haben überhaupt eigene Umweltrichtlinien, so die Verfasser, obwohl dies dringend nötig sei, da eine Vielzahl der Outdoor-Produkte auf Chemikalien und Nano-Technologie angewiesen sei und giftige Abfälle verursache. "Die meisten Outdoor-Hersteller verwenden zwar für ihr Image Bilder von unberührter Natur, aber in der Praxis kümmern sie sich nicht um die Umweltauswirkungen ihrer Produkte", sagt Simon Birch von Ethical Consumer , der auch vor übermäßigem Konsumdrang warnt. "Die Hersteller haben die Marketingstrategien der Mode-Industrie übernommen, sie bringen Konsumenten dazu, immer mehr Produkte zu kaufen, die sie gar nicht benötigen – wer braucht schon eine Jacke, die für eine Montblanc-Besteigung ausgelegt ist, wenn er nur einen Waldspaziergang macht?"

Einige Unternehmen haben die Notwendigkeit eines verantwortlichen Umgangs mit der Natur schon erkannt. So hat das schwedische Unternehmen Klättermusen zum Beispiel ein "Pfandsystem" eingeführt: Kunden können gegen Geld alte Funktionskleidung zurückgeben, die dann recycelt wird – der Pfandwert bis zu 20 Euro ist auf einem Label vermerkt. Oder Patagonia. Das Unternehmen begann bereits 1993 damit, Fleece-Pullover aus recycelten Plastikflaschen herzustellen und hat sich zum Ziel gesetzt, in der "nahen Zukunft" die gesamte Kollektion wiederverwertbar zu machen. Patagonia-Kunden können im Internet den Entstehungsprozess einiger Produkte nachvollziehen – Energieverbrauch, Transport-Kilometer, CO 2 -Emissionen, Abfallproduktion und Wasserverbrauch werden angegeben. Eine Fleece-Jacke, erfährt man da, legt 12.682 Kilometer zurück, bevor sie an Geschäfte weltweit verschickt wird, verbraucht bis dahin 43 Kilowattstunden Strom, 135 Liter Wasser und verursacht neun Kilogramm CO 2 , sowie 227 Gramm Abfall (Siehe The Footprint Chronicles ).

Leserkommentare
  1. Auch Jack Wolfskin als Branchenprimus wird max 251 Millionen - nicht Millarden Euro umgesetzt haben!

    Die Umsatzrendite, dieser hochpreisigen Produkte, wird sich trotzdem sehen lassen können..

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    Redaktion

    Werte/r b_brother_1,

    Sie haben natürlich Recht. Es handelt sich hier um Millionen, nicht Milliarden. Die Stelle wurde korrigiert.

    Die Redaktion wünscht frohe Festtage.

  2. Der letzte Satz, jenes Zitat, ist etwas kurios. Im Großteil der Funktionsbekleidung findet man keine Baumwolle, genausowenig wie in Sportkleidung. Baumwolle ist günstig, hat aber keine positiven Eigenschaften, die es über moderne Kunststoffe erheben. Im Gegenteil zerstört jedes Baumwollteil in einer Kleidungsschicht die positiven Eigenschaft, eben jene "Funktionalität".

    Baumwolle hat teilweise noch ein positives Image, klingt ja auch irgendwie "natürlich", ist aber in Zusammenhang mit Funktionsbekleidung ein Hygiene- und Funktionsproblem.

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    • TDU
    • 22. Dezember 2010 13:40 Uhr

    Konnte ich bei meinem Freizeitsport oder Tragen von Berufskleidung nie feststellen. Weder Allergien noch irgndwelcehAusschläge haben das Vergnügen getrübt. Nur die guten Baumwollprodukte mit langer Haltbarkeit haben sich so verteuert, dass man sie sich als Normalbürger nahezu nicht mehr leisten kann.

    Vom Styling und Angepasstheit an den Körper ist da natürlich ein Unterschied zu den modernen Kunstprodukten. Ständig wechselnde Trends in der Sportkleidung gehen damit nicht sonderlich gut.

    ...haben Sie, wenn Sie ihre Kleidung nicht waschen...
    und zwar unabhängig davon, aus welchem Material sie hergestellt ist!
    ---
    Was die Funktion angeht (Isolation, Atmungsaktivität, Gewicht etc.) haben Sie natürlich recht, trotzdem trage ich auf der Haut nur Naturfasern - was nützt mir die Funktion wenn ich mich in dem Plastikkram unwohl fühle?

    • kerle51
    • 22. Dezember 2010 12:10 Uhr

    warum kauft man eine Outdoor-Jacke? Weil man Ansprüche an Qualität hat, und die gibt es nur für Segler, Jäger und eben im Outdoorladen.
    Regen im norddeutschen Wald ist auch nass, sogar der Regen an der Alster, und Kälte bis unter 20° minus gibt es auch in Deutschland, z.B. Ostbrandenburg und Ostvorpommern (gestern -22°).
    Natürlich ist es besser, wenn die Menschen, die die Textilien herstellen, von dem Lohn auch leben können, das gilt auch für alle deutschen Produktionen, Briefträger in Deutschland, Friseurinnen, Taxifahrer etc. Es ist auch nicht zu entschuldigen, daß es bisher so war. Klar ist, daß die Bedingungen sich ändern müssen. Das gilt aber für sämtliche Produktion.
    Das hat nichts mit Outdoor-Kleidung zu tun. Aber wenn ich Qualität kaufe und eine Parka über 20 Jahre trage, relativiert sich z.B. die Umweltbelastung. Wer ständig modische Sachen (die unter ähnlichen Bedingungen hergestellt wurde) kauft und sie nach 3 Jahren oder noch früher wegwirft (oder mit der Kleiderspende afrikanischen Heimarbeiterinnen das letzte Geld wegnimmt, da der dortige Markt mit Billigware überschwemmt wird), dürfte die Umwelt erheblich mehr belasten. Es ist eben nicht alles so einfach und eindeutig, wie es auf den ersten Blick aussehen mag. Wir müssen unsere gesamte Zivilisation nachhaltig gestalten, daran führt kein Weg vorbei. Allerdings sind wir davon sehr weit entfernt.

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    quark, nicht nur outdoor- und seglerläden, sondern jeder berufsbekleidungsladen kann qualität liefern, teilweise zu einem zehntel des preises für ein gleichwertiges, wenn nicht besseres produkt.

    grund: wer z.b. als zimmermann oder gärtner draußen arbeitet, hat nach ein, zwei wintern eine differenziertere und qualifiziertere meinung zu angemessener kleidung als 98 prozent aller globetrotter-kunden.

    diese leute sind genauso bei minus zwanzig und regen draußen, und brauchen dort weder outdoorjacke noch fjällräven-t-shirt noch north-face-regenhose.

    der gesamte outdoorsektor ist eine mafia, die einer abgekoppelten mittelschicht eine gewisse distinktion und einen rest von erfahrung der eigenen körperlichkeit (- und sei es auch nur bei minus fünf am glühweinstand -) verkauft.

    "fairness" ist nur ein teil des marketings, keine direkt am produkt erfahrbare eigenschaft mehr: ansonsten würden die dinger nämlich zu einem angemessenen preis und in einer angemessenen qualität verkauft - und kein plastemüll, der mies verarbeitet ist und über 300 euro kostet.

    • NilsR
    • 22. Dezember 2010 12:28 Uhr

    @ Langeland:
    Die Überlegenheit heutiger Kunststoffe über natürliche Stoffe ist aber auch hauptsächlich ein Mythos. Kleidung aus guter Wolle mit Leinenfutter übertrifft, da gehe ich jede Wetter ein, jede moderne Funktionsjacke. Wolle ist von natur aus:
    1. Schmutzabweisend.
    2. Atmungsaktiv.
    3. Wasserdicht.
    4. Isolierend.
    5. Haltbar und Stabil.

    Der einzige gute Grund für Funktionsstoffe ist, dass sie eben wesentlich billiger herzustellen sind. Ich würde guten Wollloden jeden GoreTex vorziehen - aber das ist der Fluch der Massenproduktion. Kleindung auf dem Niveau von vor 500 Jahren ist heute leider fast unerreichbar.

    5 Leserempfehlungen
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    Wir hatten diese Disukussion schon mal hier...da wurde auch gesagt dass dieser wärmer hält. Das wage ich zu bezweifeln. Ich fahre nächste Woche in den Süd-Osten von Polen, kurz vor der ukrainischen Grenze. Dort sieht der Winter ein wenig anders aus als bei uns, da sind -15 bis -20° über Tag zu dieser Jahreszeit völlig normal, da kommen sie mit einem Wollmantel nicht weit, besonders weil dieser Feuchtigkeit aufnimmt, welche irgendwann aber auch wieder friert. Das hatte ich einmal dort, da konnte man den Mantel irgendwann in die Ecke stellen, und meine Wofskin-Jacke wärmt auch mehr (und ich schwitze nicht).

    Haben Sie einen richtigen Wollmantel schon mal gereinigt? Meine Jacke schmeisse ich einfach in die Waschmaschine, die herausnehmbare Innenjacke ist nach dem Waschen schon fast trocken, eine halbe Stunde auf der Heizung und fertig. Die Außenjacke braucht auch nicht viel schneller. Und ein Wollmantel? Der saugt sich erst mal mit Wasser voll und braucht daher lange bis er wirklich trocken ist - zudem darf er nicht hängend getrocknet werden, weil das Gewicht des Wassers darin ihn in die Länge zieht. Wärend ich meine Jacke nach höchstens einer Stunde wieder anziehen kann braucht der Wollmantel mnin 1-2 Tage bis er wieder zu gebrauchen ist. Oder man bringt ihn in die Reinigung.

    Diese Argumente wurden in anderen Diskussionen zu Hauf eingebracht, aber die Wollmantel-Fraktion nimmt es nicht zur Kenntniss, aber Argumente für den Wollmantel haben sie komischerweise auch nicht...

    • Hickey
    • 22. Dezember 2010 13:59 Uhr

    Nur leider nicht hier...meine Schwester hat mir vor vielen Jahren eine Jacke aus Tibet mitgebracht, eher eine Art Poncho, die/den man mit 2 Knöpfen schließen kann, innen drinnen ist irgendein Futterstoff, Wolle, von welchem Tier keine Ahnung.

    Bei -15C reichts ein T-Shirt, Unterhemd dadrunter anzuhaben, sonst fängt man an zu schwitzen.

    Das ist wirklich gute Qualität, nur hier kriegt man sowas nicht mehr.(Grund: Wegwerfgesellschaft, gute Jacken kann man locker 20 Jahre tragen, aber heute wollen die Menschen doch am liebsten alle halbes Jahr(Sommer/Winter) was neues tragen.

    Ich bin Segler ... und durchaus der Nostalgie nicht abgeneigt (i.e. klassische Jachten aus Holz).

    Aber bei der Kleidung gibt es keine Kompromisse mehr. Wolle, Baumwolle und Leinen sind fürs schöne Wetter und den Klub, nicht für für den Einsatz. Und das gilt auch für den Rest der Crew, da ein einzelner Durchgefrorener mit seiner romantisch-"alten" Kleidung der gesamten Mannschaft das Vergnügen raubt. Welchem Fortschritt auch immer man sich verweigert, um "authentisch" zu wirken, hier und an dieser Stelle ist es unangebracht.

    Nein, es gibt einziges Material mehr, für das es nicht bessere Kunststoffe gibt. Das war vor wenigen Jahren noch anders.

    • Pire
    • 18. Juni 2011 15:17 Uhr

    vor 500 Jahren hat keiner seine Klamotten gewaschen - daher gingen die auch nicht ein. Man hat sich auch nicht gewaschen, deshalb roch man weder sich noch den Nebenstinker. Man hat auch sich nie impfen lassen - deshalb starb auch keiner an den Nebenwirkungen der Impfstoffe. Vor 500 Jahren ging auch keiner in die Schule. Warum auch es gab ja keine Beipackzettel zu den Medikamenten -- und vor 500 Jahren ist kein Arsch bei - 20 Grad aus dem Haus gegangen um mal gemütlich ne Runde zu jocken und keiner wäre auf die Idee gekommen sinnlos auf den Himalaya zu steigen oder den Nordpol zu besuchen. Der Normalo war froh wenn er überhaaupt was zum anziehen hatte. Egal aus was.

    • NilsR
    • 22. Dezember 2010 12:30 Uhr

    Mit der Baumwolle muss ich dir recht geben, an sich ein grauenhafter Stoff. Fängt Schweiß auf (statt ihn weiterzuleiten wie Leinen) ist auch sonst nicht besonders optimal. Ursprünglich wurde Baumwolle in Europa geschätzt, da es weicher ist als Leinen. Später konnte Leinenstoff preismäßig einfach nicht mehr mit massenhaft importierter Baumwoll mithalten.

  3. 6. mf,...

    quark, nicht nur outdoor- und seglerläden, sondern jeder berufsbekleidungsladen kann qualität liefern, teilweise zu einem zehntel des preises für ein gleichwertiges, wenn nicht besseres produkt.

    grund: wer z.b. als zimmermann oder gärtner draußen arbeitet, hat nach ein, zwei wintern eine differenziertere und qualifiziertere meinung zu angemessener kleidung als 98 prozent aller globetrotter-kunden.

    diese leute sind genauso bei minus zwanzig und regen draußen, und brauchen dort weder outdoorjacke noch fjällräven-t-shirt noch north-face-regenhose.

    der gesamte outdoorsektor ist eine mafia, die einer abgekoppelten mittelschicht eine gewisse distinktion und einen rest von erfahrung der eigenen körperlichkeit (- und sei es auch nur bei minus fünf am glühweinstand -) verkauft.

    "fairness" ist nur ein teil des marketings, keine direkt am produkt erfahrbare eigenschaft mehr: ansonsten würden die dinger nämlich zu einem angemessenen preis und in einer angemessenen qualität verkauft - und kein plastemüll, der mies verarbeitet ist und über 300 euro kostet.

    7 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Dicht und haltbar"
    • Jeppe
    • 22. Dezember 2010 12:47 Uhr

    Man kann auch weiter "Freizeitkleidung" schreiben.

    Eine Leserempfehlung
  4. Was Sie schreiben, kann man nur unterstreichen. Ich habe eine Daunenjacke eines Outdoorlabels, die ich seit 1998 jeden Winter trage. Die Jacke sieht aus wie am ersten Tag. Habe auch schon oft gedacht, wie sehr sich dieser Kauf für die Umwelt ausgezahlt hat.

    Nur zum Vergleich: Zwei andere Daunenjacken - eine von Clavin Klein, eine von Kookai, beides hochpreisige Labels - hielten jeweils nicht einen einzigen Winter lang!

    Eine Leserempfehlung

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Columbia | El Salvador | Asien | Europa | Osteuropa
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