Weiße Jäger
Als Jäger flauschiger Robbenbabys und der vom Klimawandel bedrohten Eisbären haben die Inuit der Arktis in der öffentlichen Meinung gemäßigter Breiten keinen leichten Stand. Sie werden kritisiert, weil sie Walen und Robben nachstellen, obwohl sie eigentlich von Sozialfürsorge leben. Ihre Jagd sei ein grausamer Anachronismus, heißt es.
Ein vorzüglich recherchierter Fotoband mit dem Titel Die letzten Jäger der Arktis versucht nun, das weit verbreitete Vorurteil zu revidieren. Der kanadische Anthropologe Mark Nutall beschreibt in seinen Texten, wie die Inuit jahrhundertelang genügsam im Einklang mit der Natur lebten, bis ihre Existenz durch klimatische und wirtschaftliche Veränderungen aus dem Takt geriet.
Mit ausdrucksvollen Bildern in Schwarz-Weiß setzt der isländische Fotograf Ragnar Axelsson die weiße Welt und ihre Bevölkerung kontrastreich ins Licht. Über 25 Jahre hat er die Ureinwohner Grönlands durch Schnee und Sturm begleitet, ging in Schneestürmen und auf Eisschollen ein hohes Risiko ein. Den stummen Stolz der Grönländer auf das Überleben in einer gnadenlosen Natur hat er in von Kälte gezeichneten Gesichtern eingefangen. Und er zeigt, wie der Eisbär den Menschen bis heute bedroht. So wird das Buch zum Plädoyer für den schonungsvollen Umgang mit einer aussterbenden Kultur
- Datum 20.02.2011 - 17:06 Uhr
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Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Beiträgen, die konstruktiv zur Diskussion beitragen. Danke. Die Redaktion/er
Der Kommentator möge doch schon etwas Schonung walten lassen, wenn er die Jäger der Innu als Sporttreibende abtut und dem Rest der Innubevölkerung einen Trip in den Supermarkt zwecks Fleischversorgung empfiehlt. Zum einen: die Jäger, oft hochgeachtet in der Gemeinschaft, leisten einen erheblichen Beitrag zur Versorgung vieler Familien mit 'country food'. Zum anderen: so "Super" sind die "Märkte" im entlegenen hohen Norden nun gerade nicht, denn selbst Sonderangebote kommen von weit her und kosten einen Stange Geld. Warum sollte da nicht ein gutes und gesundes Mass an Eigenversorgung üblich und nützlich sein? Wenn der Kommentar einen gehörigen Teil des geschilderten Kulturguts der Innu als Fiction zu entwerten meint, dann finde ich das sehr herablassend und recht fakt- und taktlos.
Ja, das Fleisch aus dem Supermarkt wächst auf Bäumen und wird schmerzfrei geplückt.
Warum schreiben Sie nicht einfach Eskimos? Ist die politische Korrektheit soweit vorrangig, dass die sprachliche Korrektheit gleichgültig wird? Inuit wird nur von einem Teil der Eskimos als Bezeichnung akzeptiert. Nämlich von denjenigen, in deren Sprache das Wort auch vorkommt. Da die übrigen Eskimos sich mit dem Begriff Inuit verständlicherweise nicht anfreunden möchten (wir möchten ja auch als Europäer nicht Franzosen genannt werden) führen die übergreifenden Organisationen der "arktischen Völker" die Bezeichnung Eskimo im Namen, nicht Innuit, Innu oder uiti o. ä. Aber was solls.
Ja, es herrscht ein wenig Konfusion wegen der Begriffe. Ich bezog mich auf die Innu im Osten Kanadas (da Kommentar Nr. 1 die Kanadier anrempelte). Im zirkumpolaren Raum ist m.W. die Bezeichung Inuit ganz gelaeufig (siehe www.inuit.org). Doch mit 'Eskimo' (Fleischesser) ist heutzutage wirklich nicht viel Staat zu machen. Oder wuerden Sie es vergleichsweise als Europaer vorziehen, von den Chinesen immer noch als "Langnase" tituliert zu werden?!
Warum sollten sie eine Bezeichnung nutzen, die Fremde für sie gewählt haben?
Inuit Circumpolar Council (ICC)
Founded in 1977 by the late Eben Hopson of Barrow, Alaska, the Inuit Circumpolar Council (ICC) has flourished and grown into a major international non-government organization representing approximately 150,000 Inuit of Alaska, Canada, Greenland, and Chukotka (Russia). The organization holds Consultative Status II at the United Nations.
Ja, es herrscht ein wenig Konfusion wegen der Begriffe. Ich bezog mich auf die Innu im Osten Kanadas (da Kommentar Nr. 1 die Kanadier anrempelte). Im zirkumpolaren Raum ist m.W. die Bezeichung Inuit ganz gelaeufig (siehe www.inuit.org). Doch mit 'Eskimo' (Fleischesser) ist heutzutage wirklich nicht viel Staat zu machen. Oder wuerden Sie es vergleichsweise als Europaer vorziehen, von den Chinesen immer noch als "Langnase" tituliert zu werden?!
Warum sollten sie eine Bezeichnung nutzen, die Fremde für sie gewählt haben?
Inuit Circumpolar Council (ICC)
Founded in 1977 by the late Eben Hopson of Barrow, Alaska, the Inuit Circumpolar Council (ICC) has flourished and grown into a major international non-government organization representing approximately 150,000 Inuit of Alaska, Canada, Greenland, and Chukotka (Russia). The organization holds Consultative Status II at the United Nations.
Man sollte jedes Eingeborenenvolk erhalten. Denn ihre Mitglieder sind die einzigen Menschen die noch menschlich sind. Wir sind bereits moralisch und koerperlich verkommen...
Ja, es herrscht ein wenig Konfusion wegen der Begriffe. Ich bezog mich auf die Innu im Osten Kanadas (da Kommentar Nr. 1 die Kanadier anrempelte). Im zirkumpolaren Raum ist m.W. die Bezeichung Inuit ganz gelaeufig (siehe www.inuit.org). Doch mit 'Eskimo' (Fleischesser) ist heutzutage wirklich nicht viel Staat zu machen. Oder wuerden Sie es vergleichsweise als Europaer vorziehen, von den Chinesen immer noch als "Langnase" tituliert zu werden?!
Infolge nicht ausreichend vorhandener Verdienstmöglichkeiten in der Arktis und den extremen Preisen von Lebensmitteln aus dem Süden ist Jagd dringend notwendig, um sich ausreichend und gesund zu ernähren.
Dazu kommt der traditionelle und kulturelle Aspekt!
Warum sollten sie eine Bezeichnung nutzen, die Fremde für sie gewählt haben?
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