Tourismus Deutschland wird bei ausländischen Reisenden immer beliebter

Die deutsche Tourismusbranche hat 2010 über 60 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste verzeichnet. Auch die Flughäfen profitieren von der wachsenden Beliebtheit.

Ein Kettenkarussell im Lunapark, einem Vergnügungspark am Halensee, ist vor dem Berliner Fernsehturm zu sehen. Unter den deutschen Städten verzeichnet Berlin die höchsten Übernachtungszahlen

Ein Kettenkarussell im Lunapark, einem Vergnügungspark am Halensee, ist vor dem Berliner Fernsehturm zu sehen. Unter den deutschen Städten verzeichnet Berlin die höchsten Übernachtungszahlen

Deutschland ist als Urlaubsland bei ausländischen Touristen so beliebt wie noch nie. "Im abgelaufenen Jahr 2010 wurde erstmals die historische Marke von 60 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste durchbrochen", sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Auch die Aussichten für das laufende Jahr sieht die Branche positiv. Dazu sollten im Besonderen internationale Großveranstaltungen wie die Frauen-Weltmeisterschaft im Fußball und die Veranstaltungen rund um den 125. Geburtstag des Automobils beitragen, sagte Petra Hedorfer, die Vorsitzende des Vorstandes der Tourismuszentrale. Ein realistisches Ziel sei nun, in den kommenden zehn Jahren die Übernachtungen auf über 80 Millionen Übernachtungen zu steigern.

Seit zehn Jahren wächst der Zustrom ausländischer Touristen nach Deutschland gemessen an Gesamteuropa überproportional. Mit den aktuellen Übernachtungszahlen zählt Deutschland zu den beliebtesten Reisezielen von Ausländern auf dem alten Kontinent. Einen starken Beitrag zu diesem Aufschwung leistete laut Brüderle die mittelständische Tourismusindustrie.

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Nach ersten vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr insgesamt 60,3 Millionen Übernachtungen in Deutschland von Gästen aus dem Ausland gezählt. Mehr als 76 Prozent davon entfallen auf Besucher aus anderen Ländern Europas. Sowohl der Urlaubsreise- als auch der Geschäftsreiseverkehr entwickelten sich positiv.

Auch die großen deutschen Flughäfen erwarten in diesem Jahr ein kräftiges Passagierplus. Die Zahl der Fluggäste an den 23 internationalen Verkehrsflughäfen dürfte um bis zu 5 Prozent steigen und könnte laut einer Mitteilung des Verbands Verband ADV erstmals die Marke von 200 Millionen erreichen. Allerdings bremse die seit Jahresbeginn geltende Flugticketsteuer das Wachstum – sonst wären bis zu fünf Millionen Reisende mehr zu erwarten. Im vergangenen Jahr stieg die Passagierzahl trotz Ausfällen wegen der Aschewolke aus Island und heftigen Winterwetters vor Weihnachten um 4,7 Prozent auf 190,7 Millionen. Viele Flughäfen planen Erweiterungs-Investitionen.

Der für den Tourismus zuständige Wirtschaftsstaatssekretär Ernst Burgbacher sagte: "Die Tourismusindustrie zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Deutschland." Klaus Laepple, der Präsident Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft, ergänzte: "Der große Erfolg für das Reiseland Deutschland ist gleichzeitig ein deutliches Indiz für die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der deutschen und internationalen Reiseindustrie." Mit seinem breiten Urlaubsangebot habe Deutschland den Nachwirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise eindrucksvoll getrotzt.

 
Leser-Kommentare
  1. ich hätt nicht gedacht, daß die vulkanasche letzten frühling sich so gravierend ausgewirkt hat.
    ;-)

  2. Seit 35 Jahren (das halbe Leben) lebe ich grossteils im europäischen Ausland und bin erstaunt, wie positiv überrascht und begeistert Ausländer von ihren Reisen nach Deutschland erzählen!

    Die Deutschen sollten sich ein Beispiel nehmen und ihr mühsam erspartes Urlaubsgeld nicht sinnlos ans Mittelmeer tragen. Deutschland ist schöner, gastfreundlicher, gesünder (!) und viel billiger... ;-))

    PS: Das dumme Blabla einiger Verbandsfunktionäre in diesem Artikel hat mit der Realität wohl gar nichts zu tun.

  3. Welcher Lunapark auf dem Bild das sein soll interessiert mich jetzt doch näher.
    Der Lunapark am Halensee wurde 1933 geschlossen.

  4. Es ist zwar schön, wieviele Touristen nach Deutschland kommen, es bleibt allerdings ein kleiner Wermutstropfen, der in keinem Bericht erwähnt wird: was ist mit den Umsätzen?.. Betrachtet man sich die Durchschnittsrate, die ein Hotel für sein Zimmer in der Bundeshauptstadt erhält, so erkennt man sehr schnell das Dilemma: die Touristen buchen grundsätzlich Billigangebote über Expedia, Gullivers usw. Wer wird es ihnen auch verdenken, aber die Preise und die Umsätze, die gehen massiv in den Keller ( nicht nur durch den Konkurrenzdruck )

  5. Meine Frau und ich haben mehrmals Deutschland besucht und jedes Mal haben wir dort unseren Aufenthalt genießen. Im Allgemeinen sind die Deutschen freundlich und hilfsbereit--besonders im Gegensatz zu den Franzosen, die auf Ihre Fragen antworten wollen nur wenn Sie Französisch sprechen, andererseits könnten sie Ihnen gegenüber auch unhöflich sein. Was ich misse hier in Kanada und was ich in Deutschland im Überfluss genießen kann, sind die schönen alten malerischen Gebäuden--besonders, fachwerk Häuser--die man in alten historischen Städten, wie Rothenburg und Dinkelsbühl und auch anderswo sehen kann, die vielen Burgen, Festungen und Schlösser auf den hügel, die man an beide Rhein-und Moselufer betrachten kann. Manche Städten wie München, Köln, Düsseldorf, Hannover, Bremen, Hamburg und Berlin, jede--mit ihrer vielen, Sehenswürdigkeiten, Besonderheiten auch sehr sehr interessant. Wir freuen uns bald wieder auf einen Besuch in Deutschland, Österreich und in die Schweiz--weil wir sehr alle jene drei Länder mögen!--Aus Kanada

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