Klimaschutz und Tourismus "Urlauber müssen flexibler werden"

Der Klimaforscher Andreas Matzarakis hat Klimafahrpläne für Reiseorte entwickelt. Im Interview spricht er über Schutzmaßnahmen für Küstenstädte und das Baden bei Regen.

Die Insel Juist an einem stürmischen Tag

Die Insel Juist an einem stürmischen Tag

ZEIT ONLINE: Herr Matzarakis, Sie befassen sich mit dem Einfluss des Klimawandels auf den Tourismus. Worauf sollten wir uns gefasst machen?

Prof. Dr. Andreas Matzarakis: Umweltkatastrophen wie das derzeitige Hochwasser des Mississippis treten häufiger und mit heftigeren Folgen auf. Global betrachtet hängen extreme Witterungsereignisse zusammen. Sehr trockene Monate in unseren Breiten, wie die vergangenen im April und Mai, sind die eine Seite. Im Bundesstaat Tennessee dagegen kämpfen die Menschen zurzeit mit den Folgen der Schneeschmelze und enormer Regenfälle. Es scheint, als stauten sie sich zum schlimmsten Hochwasser seit 74 Jahren. Wir wissen, diese Phänomene werden durch den Klimawandel verstärkt.

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ZEIT ONLINE: Die Region am Mississippi lebt unter anderem vom Flusstourismus. Wird die touristische Anziehungskraft des Deltas durch das Hochwasser zerstört?

Matzarakis: Der ursprüngliche Tourismus kommt zum Erliegen. Dafür boomt zurzeit der Katastrophen-Tourismus – als eine Art Trittbrettfahrer derartiger Ereignisse. Die Menschen werden von Negativszenarien geradezu magisch angezogen.

ZEIT ONLINE: Was halten Sie vom Sensationstourismus?

Andreas Matzarakis
Andreas Matzarakis

Prof. Dr. Andreas Matzarakis, 51, stammt aus Pentalofos/Evros in Griechenland. Der Wissenschaftler lebt und lehrt in Freiburg.
Eines seiner Fachgebiete am Meteorologischen Institut der Albert-Ludwigs-Universität umfasst die Erforschung des Wetters, der Witterung, des Klimas und des Klimawandels und seine Folgen auf den Tourismus. Für das Projekt KUNTIKUM untersuchte das Team, bestehend aus Wissenschaftlern der Universität Lüneburg und Freiburg, wie sich in Zukunft der Tourismus  – und auch die Touristen selbst – dem Wandel anpassen könnten.

Matzarakis: Ich finde es fragwürdig, wenn Leute an Orte reisen, in denen ein akuter Notstand herrscht. Oft behindern sie die Hilfsmaßnahmen vor Ort. Wenn man allerdings, nachdem die Schäden beseitigt sind, diese Schauplätze nutzt, um zum Beispiel mit Lehrpfaden oder Exkursionen auf Hintergründe und Ursachen hinzuweisen, finde ich das in Ordnung.

ZEIT ONLINE: Sie sagen, der Klimawandel beeinflusse solche Ereignisse. Lässt er sich denn überhaupt noch abwenden?

Matzarakis: Wenn wir davon ausgehen, dass die Treibhausgas-Emissionen der Hauptauslöser sind, dann sieht es schlecht aus. Wir erwarten weltweit eine Verdopplung des Flugverkehrs bis 2020.

ZEIT ONLINE: Haben Sie einen Notfallplan?

Matzarakis: Wissenschaftler dürfen laut über Utopien nachdenken. Immer wieder wird diskutiert: "Was wäre, wenn jeder von uns bloß einmal im Jahr eine Fernreise machen darf? Wenn wir uns Buttons anheften würden, die einen CO2-freundlichen Lebensstil bescheinigen?" Eine Klimaplakette, wenn Sie so wollen. Wir müssen uns einfach klarmachen, dass derjenige, der sich in Zukunft ohne Flugzeug oder Auto fortbewegt, die Hälfte seines jährlichen Ausstoßes von 10,5 Tonnen CO2 einspart.

ZEIT ONLINE: Realistischer klingt Ihr Vorschlag, Klimafahrpläne für Reiseregionen zu entwickeln. Wie sieht diese Zukunftsvision aus?

Matzarakis: Wir erforschen Klimatrends und gleichzeitig die nachhaltige Tourismusentwicklung in Küsten- und Mittelgebirgsregionen, kurz KUNTIKUM. Sechs Orte, für die Zukunftsszenarien durchgespielt wurden, luden wir zur Zusammenarbeit ein. Darunter Nordseebäder und Orte im Schwarzwald. Wir haben alle erdenklichen Entwicklungen – vom Boom bis hin zum Aus für den Tourismus – unter die Lupe genommen. Jedes Szenario wurde mit einem Klimafahrplan versehen. Er zeigt, wie eine Region sich positive, aber auch katastrophal negative Entwicklungen zunutze machen kann.

ZEIT ONLINE: Mit welchen Fragen sind die von Ihnen betreuten Regionen an Sie herangetreten?

Matzarakis: Die Tourismusakteure ließen sich immer wieder aufs Neue versichern, dass der Klimawandel unabänderlich ist. Fragen wie: "Ist es belegt, dass kein Schnee mehr fallen wird?" Oder: "Müssen wir mit zwei, drei Meter hohen Sturmfluten rechnen?" zeigten uns, dass die Menschen immer noch nicht wahrhaben wollen, wie ernst es ist. In der Feldbergregion zum Beispiel, die ebenfalls eingeladen war, hielt man ein Umdenken nicht für nötig. Statt den Wandel im Tourismus zu forcieren, verlässt man sich dort lieber auf kurzfristige technische Maßnahmen. Beschneiungsanlagen können einen Schneemangel aber nur für eine gewisse Zeit vertuschen. Langfristig wird das nicht funktionieren.

ZEIT ONLINE: Im kleinen Nordseebad Otterndorf dagegen wollen die Tourismusmacher den Klimafahrplan. Die denkmalgeschützte Altstadt, ein Touristenmagnet, liegt hinter dem Elbdeich, nur knapp über dem Meeresspiegel. Vor Ort weiß man: Wenn dieser steigt, droht der Untergang.

Matzarakis: Otterndorfs Lage am Meer und an der Elbmündung konfrontiert Urlauber direkt mit der Problematik des Klimawandels. Das lässt sich auf viele andere Küstenorte übertragen. Sie können gegensteuern, indem sie sich als klimabewusste Region präsentieren. Wenn dabei die Gäste einbezogen werden, wird die Entwicklung zum Gewinn. Der Urlauber entwickelt eine Beziehung zum Urlaubsort. Ein neues Image entsteht.

Leser-Kommentare
  1. Immer wenn es heißt, man müsse "flexibler" werden, dann ist damit gemeint, sich freiwillig mit einem Diebstahl an Lebensqualität abzufinden.
    Die neue Verzichtsethik soll in ihrer Allgegenwart sogar den Urlaub beeinträchtigen.
    Sylt ohne Autos? Undenkbar.

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    • gorgo
    • 17.05.2011 um 11:07 Uhr

    Sie schreiben: "Immer wenn es heißt, man müsse "flexibler" werden, dann ist damit gemeint, sich freiwillig mit einem Diebstahl an Lebensqualität abzufinden."
    Leute in anderen Ländern müssen sich auf Kosten solcher Ideologien mit einem Diebstahl an Lebenszeit, Gesundheit und Überlebensmitteln abfinden. Die Lebensqualität der Generationen nach Ihnen scheint Sie ebenfalls wenig zu kümmern.
    Lebensqualität ist auch, nicht im Bewusstsein leben zu müssen, auf Kosten der halben Welt zu leben.

    Wenn Sie nicht nur zu Ihrer eigenen, sondern auch zur Lebensqualität der Mitmenschen was zu sagen haben, dann wäre das eine Grundlage.Falls nicht, würde ich Ihre Anmerkung für kurzsichtigen Egoismus im Quadrat halten.

    • gorgo
    • 17.05.2011 um 11:07 Uhr

    Sie schreiben: "Immer wenn es heißt, man müsse "flexibler" werden, dann ist damit gemeint, sich freiwillig mit einem Diebstahl an Lebensqualität abzufinden."
    Leute in anderen Ländern müssen sich auf Kosten solcher Ideologien mit einem Diebstahl an Lebenszeit, Gesundheit und Überlebensmitteln abfinden. Die Lebensqualität der Generationen nach Ihnen scheint Sie ebenfalls wenig zu kümmern.
    Lebensqualität ist auch, nicht im Bewusstsein leben zu müssen, auf Kosten der halben Welt zu leben.

    Wenn Sie nicht nur zu Ihrer eigenen, sondern auch zur Lebensqualität der Mitmenschen was zu sagen haben, dann wäre das eine Grundlage.Falls nicht, würde ich Ihre Anmerkung für kurzsichtigen Egoismus im Quadrat halten.

  2. wie wir wollen und leben immer noch im Wohlstand.
    Und wenn wir was weglassen?
    Dann fliegt eben ein anderer, im Zweifel ein Chinese nach Europa.
    Das Auto mit Verbrennungsmotor kauft auch ein anderer,
    das Fleisch isst ein anderer usw. usf.
    Selbst wenn alle Europäer eine Ablass-Umweltplakette tragen (schöne neue Welt das), es gibt Milliarden Menschen, die auf dem Weg zu vergleichsweise bescheidenem Wohlstand doch sämtliche unserer Selbtsbeschränkungen mehrfach überkompensieren werden.
    Was sagen wir denen zum Verzicht?
    Was sagen wir denen, denen unser Verzicht (wenn er nicht kompensiert würde) die Lebensgrundlage entzieht?

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    • gorgo
    • 17.05.2011 um 11:15 Uhr

    Wenn wir nicht den Dreck machen, machts ein anderer - so argumentiert man vielleicht im Slum, wo man vor Armut nichts zu Beißen hat. Wir können uns leisten und nicht so zu verhalten.

    Schon mal was von globaler Politik gehört?

    Die kann man allerdings nur dann machen, wenn man bereit ist, Alternativen zu entwickeln, sie im Zweifel auch gegen andere Vorteile anzubieten, zu überzeugen, Umweltschutz selbst zu leben, umzusetzen....

    Wäre der Westen zu gewissen intelligenten Veränderungen bereit und nicht von der unausweichlichkeit der eigenen Weltsicht so voreingenommen, würde er also CO2 sparen, wäre das Problem ums Ganze kleiner. Denn es ist unser Lebensstil, nicht der der Masse der Chinesen, der das Problem bis heute erst geschaffen hat.

    Eine Flugreise pro Jahr wird hier gefordert und schon gibt es einen Aufschrei! Auf welchem Planet sollen eigentlich Ihre Kinder oder bloß die Milliarden leben, die nicht mal ein Auto fahren, wenn wir so weiter machen?

    • gorgo
    • 17.05.2011 um 11:15 Uhr

    Wenn wir nicht den Dreck machen, machts ein anderer - so argumentiert man vielleicht im Slum, wo man vor Armut nichts zu Beißen hat. Wir können uns leisten und nicht so zu verhalten.

    Schon mal was von globaler Politik gehört?

    Die kann man allerdings nur dann machen, wenn man bereit ist, Alternativen zu entwickeln, sie im Zweifel auch gegen andere Vorteile anzubieten, zu überzeugen, Umweltschutz selbst zu leben, umzusetzen....

    Wäre der Westen zu gewissen intelligenten Veränderungen bereit und nicht von der unausweichlichkeit der eigenen Weltsicht so voreingenommen, würde er also CO2 sparen, wäre das Problem ums Ganze kleiner. Denn es ist unser Lebensstil, nicht der der Masse der Chinesen, der das Problem bis heute erst geschaffen hat.

    Eine Flugreise pro Jahr wird hier gefordert und schon gibt es einen Aufschrei! Auf welchem Planet sollen eigentlich Ihre Kinder oder bloß die Milliarden leben, die nicht mal ein Auto fahren, wenn wir so weiter machen?

    • Achje
    • 17.05.2011 um 10:26 Uhr

    Fliegen, Autofahren usw. muss jeden das kosten, was er damit an Schaden verursacht. Und zwar weltweit. Damit regelt sich all das von selbst. Freiwilliger Verzicht wird nie ausreichen.

    Eine Leser-Empfehlung
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    welchem Handeln so ganz einfach zugrundelegen?
    Sie atmen übrigens auch Kohlendioxid aus.

    welchem Handeln so ganz einfach zugrundelegen?
    Sie atmen übrigens auch Kohlendioxid aus.

  3. welchem Handeln so ganz einfach zugrundelegen?
    Sie atmen übrigens auch Kohlendioxid aus.

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    • Achje
    • 17.05.2011 um 10:51 Uhr

    ist natürlich weniger einfach.
    Trotzdem, letztlich kann eine Regulierung nur über den Preis erfolgen und der braucht eine Bemessungsgrundlage.
    Daher muss man sich auf eine Summe einigen, von der man glaubt, die globalen Auswirkungen mindestens in den Griff kriegen zu können. Auch wenn sich diese nicht mit Sicherheit bestimmen lässt, Umweltzerstörung muss den bei den Kosten treffen, der sie verursacht, sonst ist sie nicht einzudämmen.

    Das CO2, welches von Lebewesen ausgeatmet wird, ist natürlich nicht als schädlich einzustufen, schließlich ernähren wir uns ja nicht von fossilen Energieträgern sondern aus einem Kreislauf, welcher an sich im Prinzip CO2-neutral ist.

    • Achje
    • 17.05.2011 um 10:51 Uhr

    ist natürlich weniger einfach.
    Trotzdem, letztlich kann eine Regulierung nur über den Preis erfolgen und der braucht eine Bemessungsgrundlage.
    Daher muss man sich auf eine Summe einigen, von der man glaubt, die globalen Auswirkungen mindestens in den Griff kriegen zu können. Auch wenn sich diese nicht mit Sicherheit bestimmen lässt, Umweltzerstörung muss den bei den Kosten treffen, der sie verursacht, sonst ist sie nicht einzudämmen.

    Das CO2, welches von Lebewesen ausgeatmet wird, ist natürlich nicht als schädlich einzustufen, schließlich ernähren wir uns ja nicht von fossilen Energieträgern sondern aus einem Kreislauf, welcher an sich im Prinzip CO2-neutral ist.

    • Achje
    • 17.05.2011 um 10:51 Uhr

    ist natürlich weniger einfach.
    Trotzdem, letztlich kann eine Regulierung nur über den Preis erfolgen und der braucht eine Bemessungsgrundlage.
    Daher muss man sich auf eine Summe einigen, von der man glaubt, die globalen Auswirkungen mindestens in den Griff kriegen zu können. Auch wenn sich diese nicht mit Sicherheit bestimmen lässt, Umweltzerstörung muss den bei den Kosten treffen, der sie verursacht, sonst ist sie nicht einzudämmen.

    Das CO2, welches von Lebewesen ausgeatmet wird, ist natürlich nicht als schädlich einzustufen, schließlich ernähren wir uns ja nicht von fossilen Energieträgern sondern aus einem Kreislauf, welcher an sich im Prinzip CO2-neutral ist.

  4. Die Menschheit muss endlich begreifen, das ein weiter so insbesondere in unserer westlich-hochtechnisierten Lebensweise unverantwortlich für uns selbst aber insbesondere nachfolgende Generationen ist.

    Solange die großen Industrienationen nicht bereit sind, Ihren hohen Energieverbrauch auch als Einzelperson zu verringern, werden Sie diesen Verzicht sehr schlecht Schwellenländern wie Indien oder China abverlangen können.

    In der Tat müssen nicht 2bis 3 Flugreisen im Jahr pro pPrson sein oder ein Tag shoppen per Flieger in Paris oder London, das ist hochgradig dekadent und gedankenlos...

    Motto was interessieren mich nachfolgende Generationen...oder "Wir haben eine zweite ERde im Kofferraum !"

    Wir Menschen müssen endlich von unserer unendlichen Überheblichkeit weg kommen, wir könnten alles technisch beherrschen und haben das Recht, unseren Planeten rücksichtlos für unsere persönlichen Interessen auszubeuten.

    Es geht nicht um totalen Verzicht sondern um einen vernünftigen Umgang mit Energie etc.. Dabei sollte steuernd eingeriffen werden, wer z.B. darauf besteht, jederzeit und überall hinzufliegen sollte für die Folgen auch an den Kosten anteilig beteiligt werden.

    Die sorglose Wegwerf Mentalität sollte endlich überwunden werden.

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    Unser lieber Mitkommentator @Ruhrstäddtler moniert: "...shoppen per Flieger in Paris oder London, das ist hochgradig dekadent und gedankenlos...".

    Das ist doch schön!

    Da fällt es mir auch gerade brüheis ein, dass ich mal wieder meinen Schneider Geoffrey Tailor in der Royal Mail in Edingbourgh aufsuchen müsste!

    Unser lieber Mitkommentator @Ruhrstäddtler moniert: "...shoppen per Flieger in Paris oder London, das ist hochgradig dekadent und gedankenlos...".

    Das ist doch schön!

    Da fällt es mir auch gerade brüheis ein, dass ich mal wieder meinen Schneider Geoffrey Tailor in der Royal Mail in Edingbourgh aufsuchen müsste!

    • gorgo
    • 17.05.2011 um 11:07 Uhr

    Sie schreiben: "Immer wenn es heißt, man müsse "flexibler" werden, dann ist damit gemeint, sich freiwillig mit einem Diebstahl an Lebensqualität abzufinden."
    Leute in anderen Ländern müssen sich auf Kosten solcher Ideologien mit einem Diebstahl an Lebenszeit, Gesundheit und Überlebensmitteln abfinden. Die Lebensqualität der Generationen nach Ihnen scheint Sie ebenfalls wenig zu kümmern.
    Lebensqualität ist auch, nicht im Bewusstsein leben zu müssen, auf Kosten der halben Welt zu leben.

    Wenn Sie nicht nur zu Ihrer eigenen, sondern auch zur Lebensqualität der Mitmenschen was zu sagen haben, dann wäre das eine Grundlage.Falls nicht, würde ich Ihre Anmerkung für kurzsichtigen Egoismus im Quadrat halten.

    Eine Leser-Empfehlung
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    „Leute in anderen Ländern müssen sich auf Kosten solcher Ideologien mit einem Diebstahl an Lebenszeit, Gesundheit und Überlebensmitteln abfinden.“
    Sie enttarnen sich mit dieser Aussage als lupenreiner Kolonialist, der in den Entwicklungs- und Schwellenländern lediglich das handlungsunfähige Objekt des „Westens“ erblickt.
    „Lebensqualität ist auch, nicht im Bewußtsein leben zu müssen, auf Kosten der halben Welt zu leben.“
    [...]

    Gekürzt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlicher. Danke. Die Redaktion/ag

    „Leute in anderen Ländern müssen sich auf Kosten solcher Ideologien mit einem Diebstahl an Lebenszeit, Gesundheit und Überlebensmitteln abfinden.“
    Sie enttarnen sich mit dieser Aussage als lupenreiner Kolonialist, der in den Entwicklungs- und Schwellenländern lediglich das handlungsunfähige Objekt des „Westens“ erblickt.
    „Lebensqualität ist auch, nicht im Bewußtsein leben zu müssen, auf Kosten der halben Welt zu leben.“
    [...]

    Gekürzt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlicher. Danke. Die Redaktion/ag

    • gorgo
    • 17.05.2011 um 11:15 Uhr

    Wenn wir nicht den Dreck machen, machts ein anderer - so argumentiert man vielleicht im Slum, wo man vor Armut nichts zu Beißen hat. Wir können uns leisten und nicht so zu verhalten.

    Schon mal was von globaler Politik gehört?

    Die kann man allerdings nur dann machen, wenn man bereit ist, Alternativen zu entwickeln, sie im Zweifel auch gegen andere Vorteile anzubieten, zu überzeugen, Umweltschutz selbst zu leben, umzusetzen....

    Wäre der Westen zu gewissen intelligenten Veränderungen bereit und nicht von der unausweichlichkeit der eigenen Weltsicht so voreingenommen, würde er also CO2 sparen, wäre das Problem ums Ganze kleiner. Denn es ist unser Lebensstil, nicht der der Masse der Chinesen, der das Problem bis heute erst geschaffen hat.

    Eine Flugreise pro Jahr wird hier gefordert und schon gibt es einen Aufschrei! Auf welchem Planet sollen eigentlich Ihre Kinder oder bloß die Milliarden leben, die nicht mal ein Auto fahren, wenn wir so weiter machen?

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    hilft Ihnen genausowenig wie es Ihnen hilft andere Beiträge herabzusetzen. Für viele entsteht die Haltung (wenn nicht ich, dann ein anderer) genau aus dem Umstand, dass sie mehr oder weniger im Slum leben und da raus wollen.
    Was haben Sie den nach mehr Wohlstand strebenden Menschen (egal wo) anzubieten, um deren künftigen Ressourcenmehrverbrauch zu verhindern?
    Geschwätz von globaler Politik und Aufrufe im Konjunktiv beeinflussen nicht das Handeln einer signifikanten Anzahl von Personen, sie verschaffen lediglich den Schwätzern und Aufrufern ein gutes Gefühl. Das Problem jedoch bleibt.

    hilft Ihnen genausowenig wie es Ihnen hilft andere Beiträge herabzusetzen. Für viele entsteht die Haltung (wenn nicht ich, dann ein anderer) genau aus dem Umstand, dass sie mehr oder weniger im Slum leben und da raus wollen.
    Was haben Sie den nach mehr Wohlstand strebenden Menschen (egal wo) anzubieten, um deren künftigen Ressourcenmehrverbrauch zu verhindern?
    Geschwätz von globaler Politik und Aufrufe im Konjunktiv beeinflussen nicht das Handeln einer signifikanten Anzahl von Personen, sie verschaffen lediglich den Schwätzern und Aufrufern ein gutes Gefühl. Das Problem jedoch bleibt.

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