Zugverkehr Deutsche Bahn erhöht Preise

Ab Dezember wird Bahnfahren im Fernverkehr um 3,9 Prozent teurer, hat die Deutsche Bahn mitgeteilt. Im Regionalverkehr hebt die Bahn die Preise um 2,7 Prozent an.

Zugfahrten mit der Deutschen Bahn werden wieder teurer. Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember erhöht der Konzern die Fahrpreise im Fernverkehr um durchschnittlich 3,9 Prozent. Der Preisanstieg in dieser Größenordnung gilt sowohl für IC- und ICE-Karten, als auch für die Bahncard 25, 50 und 100.

Im Regionalverkehr werden durchschnittlich 2,7 Prozent mehr verlangt, dazu gehören auch die Ländertickets. Der für den Personenverkehr zuständige Bahnvorstand Ulrich Homburg begründete die neuen Preise mit deutlich gestiegenen Personal- und Energiekosten.

Anzeige

Teurer werden auch die Sitzplatz-Reservierungen. Sie kosten künftig in der 1. und 2. Klasse einheitlich vier Euro, gleich, ob man im Internet, am Automaten oder im Reisezentrum bucht. Damit wird die Reservierung beim Fahrkartenkauf am Automaten oder im Internet für die 2. Klasse um 1,50 Euro teurer, im Reisezentrum dagegen um 0,50 Euro billiger.

Die Sparpreise im Fernverkehr, den etwa ein Viertel aller Kunden nutzt, bleiben unverändert. Genauso werden die ermäßigte Bahncard 25 und die Jugendbahncard nicht teurer. Auch Verkehrsverbände, die eigene Tarife im Nahverkehr anbieten, sind von den Preiserhöhungen nicht betroffen. Vergangenen Winter hatte die Bahn wegen der vielen Zugausfälle die Preise nicht gehoben.
 

 
Leser-Kommentare
    • Aexl21
    • 13.10.2011 um 12:27 Uhr
    1. Juhu,

    wieder mehr Geld für schlechten Service und regelmäßige Verspätungen zahlen. Dabei bekomme ich immer weniger Bafög und einen Tag im Nebenjob arbeiten bringt gerade mal das Geld für eine Hin- und Rückfahrt nach Hause zusammen.
    Man gut, dass ich mittlerweile schon deutlich günstiger fahre, wenn ich nur mit einer weiteren Person zusammen mit dem Auto fahre. Und das trotz Bahncard 50.

    11 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die besonders in den Städten anzutreffende Automobilfeindlichkeit. Das treibt schön die Menschen in den klammernden Griff der Bahn; wer sich dann über steigende (und horrende) Preise die Augen reibt - tja, Pech gehabt. Niemand braucht ein Auto in einer Großstadt, also soll er gefälligst die Preise hinnehmen und fahren. Was anderes bleibt ja nicht übrig.
    Wie schön doch Monopolstellungen sind. Kann man jährlich die Preise um 5% anheben, und jeder, der auf die Bahn angewiesen ist, kann nichts machen - außer sich im Folgejahr das gleiche Gejammer von wegen steigender Kosten, blabla anzuhören und eine weitere Bahnkartenerhöhung zu zahlen

    Die besonders in den Städten anzutreffende Automobilfeindlichkeit. Das treibt schön die Menschen in den klammernden Griff der Bahn; wer sich dann über steigende (und horrende) Preise die Augen reibt - tja, Pech gehabt. Niemand braucht ein Auto in einer Großstadt, also soll er gefälligst die Preise hinnehmen und fahren. Was anderes bleibt ja nicht übrig.
    Wie schön doch Monopolstellungen sind. Kann man jährlich die Preise um 5% anheben, und jeder, der auf die Bahn angewiesen ist, kann nichts machen - außer sich im Folgejahr das gleiche Gejammer von wegen steigender Kosten, blabla anzuhören und eine weitere Bahnkartenerhöhung zu zahlen

  1. ...das ist schon eine Erhöhung wert"

    WOFÜR will die Bahn mehr Geld haben ? Welche bahnbrechende Erfindungen benötigen zusätzliche Mittel ? Gibt es eine Service - Offensive, die zusätzliches Personal benötigt?
    Wir wissen es nicht !

    Demnächst in diesem Theater ;)!

    • BooNoc
    • 13.10.2011 um 12:28 Uhr

    Für 2010:

    "Die Deutsche Bahn erlöste 34,4 Milliarden Euro, 17,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte um 27,5 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Die Schulden stiegen durch den Kauf des britischen Verkehrskonzerns Arriva um 1,9 Milliarden auf 16,9 Milliarden Euro."

    http://www.tagesschau.de/...

    11 Leser-Empfehlungen
  2. Die besonders in den Städten anzutreffende Automobilfeindlichkeit. Das treibt schön die Menschen in den klammernden Griff der Bahn; wer sich dann über steigende (und horrende) Preise die Augen reibt - tja, Pech gehabt. Niemand braucht ein Auto in einer Großstadt, also soll er gefälligst die Preise hinnehmen und fahren. Was anderes bleibt ja nicht übrig.
    Wie schön doch Monopolstellungen sind. Kann man jährlich die Preise um 5% anheben, und jeder, der auf die Bahn angewiesen ist, kann nichts machen - außer sich im Folgejahr das gleiche Gejammer von wegen steigender Kosten, blabla anzuhören und eine weitere Bahnkartenerhöhung zu zahlen

    Antwort auf "Juhu,"
  3. Überflüssige Prestigeprojekte à la Stuttgart 21 wollen finanziert sein.
    Und die maßlos überhöhten Bezüge der Bahnvorstände natürlich auch.

    • kinnas
    • 13.10.2011 um 12:44 Uhr

    für alle, die nicht alleine fahren. Leider fahren die meisten überwiegen alleine. Zug fahren ist nicht billiger, leider sogar viel teurer, je nachdem mit wievielen Personen man Auto fährt (und mit was füre einem Auto).

    Dafür kommt man mit etwas Glück weniger gestreßt an. Naja, sagen wir man kommt an und muss sich dabei weniger konzentrieren. Weil sei es durch die LKW-Lautstärke in den Regionalzügen, den Streß doch eine andere Verbindung nehmen zu müssen wegen Verspätungen oder eben die Tatsache, daß man je nach Verbindung auch mal 3 mal so lange unterwegs ist wie mit dem Auto verursachen mindestens genausoviel Streß wie die Autofahrt. Dazu kommt noch, daß man je nach Anzahl umsteigen und Gepäck auch körperlich mehr gefordert ist. Das kann jetzt gut und schlecht sein (also Training oder Zusatzbelastung für ohnehin schon ledierte Körperteile).

    Daß es teurer wird überrascht doch heutzutage niemanden mehr, weil einfach alles immer teurer wird und das jedes Jahr. Die Dinge die billiger werden sind in der Unterzahl, von daher ist doch in den Köpfen fast schon fest verankert: Nächstes Jahr gibt es wieder weniger fürs gleiche Geld.

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Deshalb reist mein Sohn (Berufsfachschüler - 350km entfernt von Familie und Freundin) mit Hilfe von Mitfahrzentralen.
    Das lohnt sich - für Fahrer und Gast.
    Und seit es Internet gibt, funktioniert das System einfacher als zu meiner Zeit.

    Deshalb reist mein Sohn (Berufsfachschüler - 350km entfernt von Familie und Freundin) mit Hilfe von Mitfahrzentralen.
    Das lohnt sich - für Fahrer und Gast.
    Und seit es Internet gibt, funktioniert das System einfacher als zu meiner Zeit.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service