Norddeutschland

Expedition ins Emsland

Der Hochsitz (Hilter)  |  © Gerhard Kromschröder

Leser-Kommentare
  1. Kein Wunder, das sich niemand ins Emsland verirrt.
    Wer schon mal durchgefahren ist wird hunderte Quadratkilometer Maisfelder und eine unendliche Zahl von (duftenden) Hühner- und Schweinemastställen gesehen haben.
    Wer will dort schon Urlaub machen?

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    • TDU
    • 24.11.2011 um 11:53 Uhr

    Könnte es ein, dass sie Oldenburg noch dazu rechnen? Nicht ganz Niedersachsen ist Emsland. Und dem Hinweis A 31 von Kommentator Blaubaer 306 kann ich nur zustimmen.

    In Köln geboren und aufgewachsen war das Emsland meine zweite Heimat in den Ferien- Molkereibetrieb. Noch vor der Flurbereinigung, die vieles zum Negativen geordnet hat. Und trotz der unmittelbaren Nähe der B 70 wars Idylle mit nur natürlichem Essen und Trinken bereitet in der Großfamlie und Umherstreifen in Wäldern und auf Bauernhöfen einschliesslich Trecker fahren und wunderbare Brote bei der Getreidernte auf den nahe gelegenen Bauernhöfen der Verwandschaft. Und die zur Nordsee Reisenden auf der B 70, die Laster waren kompatibel mit Natur. Privilegiert fast.

    Schleuse Venhaus vom der Dortmund Ems Kanal, die lauschigen Emsplätze in der Gegend Dörpen, Sögel nahe Ostfriesland, wunderbar. Nur später wurdes etwas komlplizierter. Mütter unehelicher Kinder, Vertriebene und später Linke hatten es schon schwer. Da zeigte sich der "Emskopp" von einer durchaus negativen Seite.

    • TDU
    • 24.11.2011 um 11:53 Uhr

    Könnte es ein, dass sie Oldenburg noch dazu rechnen? Nicht ganz Niedersachsen ist Emsland. Und dem Hinweis A 31 von Kommentator Blaubaer 306 kann ich nur zustimmen.

    In Köln geboren und aufgewachsen war das Emsland meine zweite Heimat in den Ferien- Molkereibetrieb. Noch vor der Flurbereinigung, die vieles zum Negativen geordnet hat. Und trotz der unmittelbaren Nähe der B 70 wars Idylle mit nur natürlichem Essen und Trinken bereitet in der Großfamlie und Umherstreifen in Wäldern und auf Bauernhöfen einschliesslich Trecker fahren und wunderbare Brote bei der Getreidernte auf den nahe gelegenen Bauernhöfen der Verwandschaft. Und die zur Nordsee Reisenden auf der B 70, die Laster waren kompatibel mit Natur. Privilegiert fast.

    Schleuse Venhaus vom der Dortmund Ems Kanal, die lauschigen Emsplätze in der Gegend Dörpen, Sögel nahe Ostfriesland, wunderbar. Nur später wurdes etwas komlplizierter. Mütter unehelicher Kinder, Vertriebene und später Linke hatten es schon schwer. Da zeigte sich der "Emskopp" von einer durchaus negativen Seite.

  2. Ein eindrucksvoller Bildband mit schönen und interessanten, wie auch nachdenklichen Fotos. Das Emsland ist wohl eine der verkanntesten Regionen Deutschlands. Es ist schön, vielfältig und erholsam.
    Wer allerdings, wie vermutlich mein Vorschreiber klemme12, das Emsland nur von der A31 oder von der B70 aus kennt, ist sicherlich überrascht von den dargebotenen Bildern.
    Bei einer Radtour entlang der Ems oder anderer Radwege kommt man schnell mit dem vermeintlich sturen und mundfaulen Emsländer in Kontakt.
    Und spätestens bei einem Gläßchen Fanta-Korn geht es dann richtig ab. Da bekommt das Festzelt mit der leeren Bühne eine ganz andere Bedeutung. Und man weiß, das das am Tag "danach" fotografiert wurde...

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    • jundk
    • 24.11.2011 um 11:48 Uhr

    Ich kann meinem Vorkommentator nur zustimmen, dass das Emsland wohl eine der am meisten verkannten Regionen Deutschlands ist. Selbst im Emsland aufgewachsen, kann ich zwar bei vielen der toll fotografierten Bilder zustimmend schmunzeln.

    Die beschriebene und bebilderte Ödnis wird aber vielen wunderschönen Flecken im Emsland nicht gerecht: Wer zum Beispiel schon mal Papenburg besucht hat, wird wissen, dass die Kanalstadt zu Recht als einer der schönsten und idyllischsten Flecken Norddeutschlands gilt.

    Das Emsland entdecken lohnt sich - und nicht nur für einen Zwischenstopp auf dem Weg an die Nordsee!

    • TDU
    • 24.11.2011 um 11:53 Uhr

    Könnte es ein, dass sie Oldenburg noch dazu rechnen? Nicht ganz Niedersachsen ist Emsland. Und dem Hinweis A 31 von Kommentator Blaubaer 306 kann ich nur zustimmen.

    In Köln geboren und aufgewachsen war das Emsland meine zweite Heimat in den Ferien- Molkereibetrieb. Noch vor der Flurbereinigung, die vieles zum Negativen geordnet hat. Und trotz der unmittelbaren Nähe der B 70 wars Idylle mit nur natürlichem Essen und Trinken bereitet in der Großfamlie und Umherstreifen in Wäldern und auf Bauernhöfen einschliesslich Trecker fahren und wunderbare Brote bei der Getreidernte auf den nahe gelegenen Bauernhöfen der Verwandschaft. Und die zur Nordsee Reisenden auf der B 70, die Laster waren kompatibel mit Natur. Privilegiert fast.

    Schleuse Venhaus vom der Dortmund Ems Kanal, die lauschigen Emsplätze in der Gegend Dörpen, Sögel nahe Ostfriesland, wunderbar. Nur später wurdes etwas komlplizierter. Mütter unehelicher Kinder, Vertriebene und später Linke hatten es schon schwer. Da zeigte sich der "Emskopp" von einer durchaus negativen Seite.

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    Antwort auf "Agrar "Ruhrgebiet""
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    Naja, das unverschnörkelte gesunde Leben auf dem Land ist nicht mehr ganz so unverschnörkelt. WWW gibt's auch im Emsland und der Fernsehschrott wird auch hier konsumiert.

    "Mütter unehelicher Kinder, Vertriebene und später Linke hatten es schon schwer. Da zeigte sich der "Emskopp" von einer durchaus negativen Seite"
    Die Zeiten sind gottlob vorbei, obwohl die kath. Kirche, zwar einen schwindenden, doch immer noch großen Einfluß hat.
    Auch muß man unterscheiden zwischen dem nördlich Emsland und dem südlichen, denn das Emsland ist der größte Landkreis in Deutschland. Z.B. liegen in bezug auf die Mentalität der Menschen zwischen Lingen im Süden und Papenburg im Norden kleine Welten. Den richtigen "Emskopp" findet man eh nur noch in den Dörfern.
    Zu der landwirtschaftl. Industrialisierung noch ein Wort:
    Der Schwerpunkt der Massentierhaltung liegt im Raum Oldenburg-Vechta. Zunehmend mehr Betriebe investieren im südlichen und mittleren Emsland. Landwirtschaft "auf der Alm" ernährt weder die Konsumenten noch die Erzeuger. Bedenkt man, daß bis in die sechsiger Jahre das Emsland noch als Armenhaus Deutschlands galt - vergleichbar mit dem Zonenrandgebiet - so ist die heutige wirtschaftliche Solidität dieser Region schon erstaunlich. Dazu hat u.A. die Landwirtschaft beigetragen. Wenn heute Ortsfremde Massentierhaltungsbetriebe im Emsland errichten wollen, so betrachtet die Bevölkerung das aber schon kritisch.
    Im nördlichen Emsland liegt der Schwerpunkt jedoch auf Schiffbau.

    Naja, das unverschnörkelte gesunde Leben auf dem Land ist nicht mehr ganz so unverschnörkelt. WWW gibt's auch im Emsland und der Fernsehschrott wird auch hier konsumiert.

    "Mütter unehelicher Kinder, Vertriebene und später Linke hatten es schon schwer. Da zeigte sich der "Emskopp" von einer durchaus negativen Seite"
    Die Zeiten sind gottlob vorbei, obwohl die kath. Kirche, zwar einen schwindenden, doch immer noch großen Einfluß hat.
    Auch muß man unterscheiden zwischen dem nördlich Emsland und dem südlichen, denn das Emsland ist der größte Landkreis in Deutschland. Z.B. liegen in bezug auf die Mentalität der Menschen zwischen Lingen im Süden und Papenburg im Norden kleine Welten. Den richtigen "Emskopp" findet man eh nur noch in den Dörfern.
    Zu der landwirtschaftl. Industrialisierung noch ein Wort:
    Der Schwerpunkt der Massentierhaltung liegt im Raum Oldenburg-Vechta. Zunehmend mehr Betriebe investieren im südlichen und mittleren Emsland. Landwirtschaft "auf der Alm" ernährt weder die Konsumenten noch die Erzeuger. Bedenkt man, daß bis in die sechsiger Jahre das Emsland noch als Armenhaus Deutschlands galt - vergleichbar mit dem Zonenrandgebiet - so ist die heutige wirtschaftliche Solidität dieser Region schon erstaunlich. Dazu hat u.A. die Landwirtschaft beigetragen. Wenn heute Ortsfremde Massentierhaltungsbetriebe im Emsland errichten wollen, so betrachtet die Bevölkerung das aber schon kritisch.
    Im nördlichen Emsland liegt der Schwerpunkt jedoch auf Schiffbau.

  3. Das ist seit langem wieder mal eine Fotostrecke, an deren Ende man enttäuscht fragt: "War das schon alles?" Hier gilt auf die Fotografie übertragen Helmut Käutners Satz: "Es fällt immer auf, wenn jemand über Dinge redet, die er versteht." Chapeau, Gerhard Kromschröder!
    Solche Buch-PR dürfen Sie öfter bringen, liebe ZEIT-Onliner.

  4. Es mag sein, das das Emsland in der Vergangenheit ein Platz der Natur und Idylle war. Die Zeiten sind leider vorbei.

    In den letzten 10 Jahren hat sich das erheblich geändert. Das Emsland ist eine Agrarindustriegebiet und hat Landkreise wie Vechta und Cloppenburg eingeholt.

    Wer es nicht glaubt sollte nur die Leserbriefe zum Thema Massentierhaltung ansehen oder sich über das "Lingener Modell" informieren.

    Ich kenne das heutige Emsland übrigens sehr gut.

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    • TDU
    • 24.11.2011 um 14:03 Uhr

    Das ist mir schon bewusst. Seit den 1980iger Jahren der Wegzug der Jugend, Schiesstände mit Alkohohlversorgung als Discoersatz. Landschaftliche Wüsteneien, in denen leider die Windräder das Bild vervollständigen und die Weite verengen.

    Und dennoch, manche Umgebung in Dörfern und Höfen, Strassen durch bewaldete Regionen suchen schon Ihresgleichen. Und das auch trotz der parallel geführten oberirdischen Leitungen Leitungen entlang des Waldes. Vielleicht sollte man das Emsalnd als Kulturerbe beantragen, damit wenigsten das was noch ist, erhalten bleibt und sich die Natur wieder ausbreiten kann.

    • TDU
    • 24.11.2011 um 14:03 Uhr

    Das ist mir schon bewusst. Seit den 1980iger Jahren der Wegzug der Jugend, Schiesstände mit Alkohohlversorgung als Discoersatz. Landschaftliche Wüsteneien, in denen leider die Windräder das Bild vervollständigen und die Weite verengen.

    Und dennoch, manche Umgebung in Dörfern und Höfen, Strassen durch bewaldete Regionen suchen schon Ihresgleichen. Und das auch trotz der parallel geführten oberirdischen Leitungen Leitungen entlang des Waldes. Vielleicht sollte man das Emsalnd als Kulturerbe beantragen, damit wenigsten das was noch ist, erhalten bleibt und sich die Natur wieder ausbreiten kann.

  5. Naja, das unverschnörkelte gesunde Leben auf dem Land ist nicht mehr ganz so unverschnörkelt. WWW gibt's auch im Emsland und der Fernsehschrott wird auch hier konsumiert.

    "Mütter unehelicher Kinder, Vertriebene und später Linke hatten es schon schwer. Da zeigte sich der "Emskopp" von einer durchaus negativen Seite"
    Die Zeiten sind gottlob vorbei, obwohl die kath. Kirche, zwar einen schwindenden, doch immer noch großen Einfluß hat.
    Auch muß man unterscheiden zwischen dem nördlich Emsland und dem südlichen, denn das Emsland ist der größte Landkreis in Deutschland. Z.B. liegen in bezug auf die Mentalität der Menschen zwischen Lingen im Süden und Papenburg im Norden kleine Welten. Den richtigen "Emskopp" findet man eh nur noch in den Dörfern.
    Zu der landwirtschaftl. Industrialisierung noch ein Wort:
    Der Schwerpunkt der Massentierhaltung liegt im Raum Oldenburg-Vechta. Zunehmend mehr Betriebe investieren im südlichen und mittleren Emsland. Landwirtschaft "auf der Alm" ernährt weder die Konsumenten noch die Erzeuger. Bedenkt man, daß bis in die sechsiger Jahre das Emsland noch als Armenhaus Deutschlands galt - vergleichbar mit dem Zonenrandgebiet - so ist die heutige wirtschaftliche Solidität dieser Region schon erstaunlich. Dazu hat u.A. die Landwirtschaft beigetragen. Wenn heute Ortsfremde Massentierhaltungsbetriebe im Emsland errichten wollen, so betrachtet die Bevölkerung das aber schon kritisch.
    Im nördlichen Emsland liegt der Schwerpunkt jedoch auf Schiffbau.

    Antwort auf "@ 1Agrar Ruhrgebiet"
    • TDU
    • 24.11.2011 um 14:03 Uhr

    Das ist mir schon bewusst. Seit den 1980iger Jahren der Wegzug der Jugend, Schiesstände mit Alkohohlversorgung als Discoersatz. Landschaftliche Wüsteneien, in denen leider die Windräder das Bild vervollständigen und die Weite verengen.

    Und dennoch, manche Umgebung in Dörfern und Höfen, Strassen durch bewaldete Regionen suchen schon Ihresgleichen. Und das auch trotz der parallel geführten oberirdischen Leitungen Leitungen entlang des Waldes. Vielleicht sollte man das Emsalnd als Kulturerbe beantragen, damit wenigsten das was noch ist, erhalten bleibt und sich die Natur wieder ausbreiten kann.

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