Das moderne Marokko im Vorbeifahren

Kasbah im Dadestal, Atlasgebirge | © Thomas Kierok
"Drive by" nennt Thomas Kierok seine Technik, mit der er die Attraktionen und den Alltag Marokkos festgehalten hat. Zwei Wochen war der Fotograf unterwegs. Seine Reise führte ihn von Kaffeehausterrassen in Industriegebiete und von den Felsen des Atlasgebirges an die Hotelstrände der Küste. Kierok zeigt das moderne Marokko im Vorbeifahren: Afrikas Catwalk, Arabischen Frühling – und die Sehnsucht dahinter.
- Datum 10.11.2011 - 10:19 Uhr
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Zurück zur Ausgangsseite




Einfallslos, konzeptlos, kunstlos, lieblos ...
Alle Vorredner haben recht: Jeder "Depp" kann diese Fotos machen; was das mit einer Qualitätszeitung zu tun hat, ist mir schleierhaft! Es repräsentiert höchstens den sogenannten Zeitgeist: Jeder kann etwas!
... jeder darf sich seine eigene Meinung bilden und das auch für Kunst halten. Ich persönlich sehe hier nur ein Bündel an Schnappschüssen, die ein durchschnittlicher Tourist innerhalb einer zweiwöchigen Marokkorundreise einsammelt. Das die Fotos obendrein noch eine leichte Sepiatönung bekommen haben, macht sie auch nicht interessanter oder zeigenswerter.
Und nichts gegen englische Titel in einer zunehmend globalisierten Welt. Aber wenn man mit englischen Titeln einen bestimmten Eindruck erzeugen will, sollte man zumindest einzelne Wörter richtig schreiben können. Die Bilder erscheinen auf seiner Website unter "Marocco - drive by". In keiner der im Kontext von Marokko plausibel erscheinenden Sprachen schreibt sich das Land "Marocco". Entweder Marokko, Morocco (en) oder Maroc (fr, durch Kolonialgeschichte stark verbreitet). Marocco ist ein bekanntes Pferd in England Ende des 16. Jahrhunderts und wir leben ja auch nicht in Deutschmany.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Beiträgen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/sc
Was Herr Kierok hier abliefert, bedient nur auf billigste Art und Weise das Klischee vom Orient als ein Märchen aus Tausend und einer Nacht. Es sind die gleichen Bilder, die uns auch vor der Jasmin-Revolution aus anderen nordafrikanischen Ländern in Reiseprospekten, Werbebroschüren etc. immer wieder untergejubelt wurden (ein bißchen Lokalkolorit: Berber, Kamel, Wüstendorf, Esel etc). Über das Land und vielmehr über die Menschen sagen diese Fotos überhaupt nichts aus, eher über die voreingenommene Sicht eines westeuropäischen Fotografen. Diese Bildstrecke unter Fotoreportage einzuordnen, ist schon eine ziemliche Unverfrorenheit gegenüber jedem ernsthaft arbeitenden Pressefotografen.
Der Fall "Kacem El Ghazzali" zeigt, dass Marokko noch nicht ganz in der Moderne angekommen ist.
Als sich der Marokkaner Kacem von ein paar Monaten öffentlich als Atheist outete, erhielt er zahlreiche Morddrohungen (siehe Link) und wurde von der Polizei wegen fadenscheinigen Gründen verhaftet und angeklagt.
http://www.youtube.com/wa...
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren