So wie Kampanien mit dem Vesuv und dem Golf ein naturgewordenes Klischee ist, ist Neapel das Ideal- und Zerrbild der italienischen Stadt. Die Schönheit von Hafen und Gassen ist erdrückend, die Armut berührt. Neapel hat Reisende wie Goethe oder Lord Byron fasziniert, aber auch Pioniere der Fotografie, die ihre Tage im Mezzogiorno dokumentierten. Das Buch Neapel und der Süden (Hatje Cantz) zeigt eine Auswahl der zwischen 1846 und 1900 entstandenen Fotos aus der Sammlung Siegert, die noch bis zum 26.02. in der Neuen Pinakothek in München zu sehen sind.