Die preisgekrönte Fotografin Sara Hannant dokumentiert alte Rituale, die in England wieder aufleben. Menschen feiern die Wiedereinsetzung der Monarchie von 1660, die Parade der Kaminkehrer und das Schneiden von Binsen. Jede Region hat eigene Bräuche. So tragen zum Beispiel in Devon Menschen in den Morgenstunden brennende Fässer auf ihren Rücken durch die Straßen. Einige Gemeinden opfern Stroh- oder Laubfiguren, was Glück bringen soll. Hannants Fotos erscheinen im Bildband Mummers, Maypoles and Milkmaids: A Journey Through the English Ritual Year.
Rituale in England: Alte Tradition, frisch belebt
Figuren aus Laub und Stroh, Feuerparaden durch die Stadt und Narrenkleider: Auf dem Land in England sind alte Rituale wieder modern, zeigen die Fotos von Sara Hannant.
Kommentare
"Sowery Bridge"?
Soll wohl Sowerby Bridge heißen, wie? Na ja – ZEIT-online-Fotostrecken und Bildtexte ...
Sowerby Bridge
Lieber Karl_Kraus,
Sie haben selbstverständlich recht.
Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Sehr schöner Bildband
Ist auch das 'Hay on Fire' - Festival abgebildet? In Hay on Wye, Wales wird jedes Jahr Ende Oktober der Wicker Man - eine gigantische Strohfigur - verbrannt. Dazu gibt's Umzüge mit maskierten Leuten, Drachen etc.
Die Jugendbuchautorin Jenny Valentine hat dieses Ritual sehr spannend in ihrem neuen Buch - Das zweite Leben des Cassiel Roadnight - verarbeitet.
http://www.hayonfire.org/...
Die britischen Bräuche ...
... waren eigentlich nie ganz verschwunden. Ich erinnere mich z. B. an wundervolle "Morris Dancers"-Darbietungen in den Yorkshire Dales in den 1970er Jahren. "Morris Dancers" entsprechen etwa den von Erasmus Grasser (1450–1518) so unnachahmlich in Holz geschnitzten "Moriskentänzern", was sich jeweils von "Mauren", also "Mohren" ableitet.