Idaho Amerikas wilde Flüsse
Unbändige Liebe zur Wildnis: Seit gut 40 Jahren rettet in den USA ein Gesetz unberührte Flusslandschaften – auch den mittleren Quellarm des Salmon River in Idaho.
© Michael Melford für National Geographic

Der mittlere Quellarm des Salmon plätschert nahezu 170 Kilometer weit durch das größte zusammenhängende Wildnisgebiet, das sich in den USA außerhalb von Alaska erstreckt.
Gekürzte Fassung aus National Geographic Deutschland, Ausgabe Januar 2012
Erst im zweiten Anlauf gelingt unserem Piloten der Anflug durch den dichten Nebel, der in den Tälern Idahos hängt. Die endlosen, mit weißstämmigen Kiefern bewachsenen Bergkämme bilden eine Barriere gegen die moderne Welt. Sie schützen ein Gewässer – keinen trägen Fluss, sondern wilde, ungebändigte Natur.
Der mittlere Quellarm des Salmon plätschert und purzelt und planscht nahezu 170 Kilometer weit durch das größte zusammenhängende Wildnisgebiet, das sich in den USA außerhalb von Alaska erstreckt, durch die 950.000 Hektar der Frank Church River of No Return Wilderness.
Ich bin mit meinem Sohn Sam hierhergekommen, auf der Suche nach einem Abenteuer, nach Natur – und auf den Spuren eines gut 40 Jahre alten Gesetzes, das diese Natur schützt. Heute gilt der mittlere Quellarm des Salmon River als eines der aufregendsten Wildwasser in Amerika. Dabei sah seine Zukunft – und die von mehreren hundert Flüssen in den USA – vor 60 Jahren noch ganz anders aus.
Den größten Teil des 20. Jahrhunderts schien die Regierung fest entschlossen, praktisch jeden wichtigen Fluss aufzustauen, um das Wasser zur Stromgewinnung und zur Bewässerung zu nutzen, als Schifffahrtsweg, als Trinkwasserreservoir oder zur Überflutungskontrolle.
© Michael Melford für National Geographic

In der Wildnis von Idaho treffen Touristen auf Dickhornschafe, Stein- und Weißkopfseeadler.
Am mittleren Quellarm des Salmon prüften Ingenieure der Armee gleich fünf mögliche Standorte für Talsperren. Nur der energische Einsatz zweier Brüder stoppte die Betonflut, die den Fluss in eine Kette künstlicher Seen verwandelt hätte.
Der heute 95-jährige John Craighead ist einer der Brüder; der Wildbiologe ist eine Legende. Doch "besonders stolz" ist er auf das "Gesetz zum Schutz wilder und landschaftlich reizvoller Flüsse": auf den "Wild and Scenic Rivers Act". Ein maßgeblicher Politiker hinter diesem Gesetz war der Senator Frank Church, nach dem heute die Frank Church River of No Return Wilderness benannt ist.
- Datum 08.01.2012 - 10:10 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle National Geographic
- Kommentare 1
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Landschaftlich ist Amerika natürlich ein Traum. Was sicherlich auch an der dünnen Besiedelung liegt.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren