Flut Hochwasser in Australien steigt

Die Fluten im Nordosten Australiens steigen weiter. Im Bundesstaat Queensland ist vor allem das Outback betroffen, beliebte Touristenrouten sind bislang nicht in Gefahr.

Die Habseligkeiten von Evakuierten liegen auf einer Straße in Mitchell im Südwesten des australischen Bundesstaates Queensland.

Die Habseligkeiten von Evakuierten liegen auf einer Straße in Mitchell im Südwesten des australischen Bundesstaates Queensland.

Die Fluten im Nordosten Australiens steigen weiter. Besonders kritisch war die Lage in der fast vollständig evakuierten Stadt St. George im Bundesstaat Queensland, wie die Behörden mitteilten. Die größte Gefahr schien aber gebannt, nachdem die Meteorologen ihre Voraussagen über den Anstieg des Balonne-Flusses nach unten revidierten und die Deiche nun halten dürften.

Bürgermeisterin Stewart sagte, inzwischen sei die Lage nicht mehr so "düster wie gestern". Die meisten der 3.000 Einwohner von St. George waren bereits am Sonntagabend aus der Stadt geflüchtet. Rund 400 blieben jedoch zunächst trotz einer Anordnung zur Evakuierung, um bei der Schadensbegrenzung zu helfen. Die Regierungschefin von Queensland, Anna Bligh, sagte im ABC-Radio, die Evakuierung von St. George sei die größte derartige Aktion in der Geschichte von Queensland.

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Annette Kegel von Tourism Queensland in München sagte, dass Touristen von den Überschwemmungen nicht betroffen seien: St. George liegt mehr als 500 Kilometer im Landesinneren. Touristische Ziele wie die Küstenstraße von Sydney bis Cairns, die Whitsunday Islands, Fraser Island, das Great Barrier Reef und Cape York seien nicht gefährdet. Brisbane war 2011 und 2010 bei Überschwemmungen schwer getroffen worden; das diesjährige Hochwasser könne man jedoch nicht damit vergleichen, sagte Frau Kegel. "Für Queensland ist die beste Reisezeit von April bis Oktober", von Reisen in der saisonalen Regenzeit zwischen Januar und März rät das Tourismusbüro ab.

Berichte und Fotos der Polizei von Queensland sind bei Twitter und Facebook zu finden. Über die aktuellen Straßenzustände informiert die Bundesregierung von Queensland im Internet. Informationen über das Wetter findet man auf der Website des Meteorologischen Büro Australiens

In St. George erreichte der Balonne-Fluss heute einen Pegelstand von knapp 13,5 Metern, so Bürgermeisterin Donna Stewart. Es wird erwartet, dass er bis mindestens Dienstagnacht weiter steigt. Zunächst gingen die Behörden davon aus, dass der Fluss auf bis zu 15 Meter ansteigt. Die Dämme in der Stadt sind jedoch nur 14,5 Meter hoch. Nach neuen Berechnungen erwarteten die Meteorologen nun aber, dass der Flusspegel auf etwas mehr als 14 Meter ansteigt und der Stadt so das Schlimmste erspart bleibt.

Laut Medienberichten waren rund 30 Häuser und Geschäfte überflutet, die Zahl dürfte weiter steigen. Polizeivertreter Bob Atkinson kündigte an, die Sicherheitskräfte blieben in der Stadt, um Plünderungen zu verhindern. "Wir werden alles tun, damit die Häuser der Leute sicher sind."

Neben Queensland leidet auch der benachbarte Bundesstaat New South Wales unter Überschwemmungen. Zahlreiche Regionen wurden zum Katastrophengebiet erklärt, Tausende Häuser sind auf längere Sicht unbewohnbar. Vor rund einem Jahr war der Nordosten Australiens bereits von riesigen Überschwemmungen betroffen gewesen. Rund 35 Menschen starben, Zehntausende Häuser wurden überflutet und riesige Flächen Ackerlands vernichtet.

 
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