City Guide Zürich : Zürich im Netz

Erst durchklicken, dann durchreisen: Das Netz bietet zahllose Reise- und Veranstaltungstipps für Zürich. Wir stellen die Besten vor.
Zürich bei Nacht

Ein Streber ist Zürich schon – sauber, teuer und grün. Aber Zürich ist auch Kunstliebhaber – in Museen und Galerien reizen Zeitgenössisches und Geschichte und durch die Bahnhofshalle schwebt eine Nana von Niki de Saint Phalle. Und Zürich ist Genießer – mit frisch angerührter Tagesschokolade an jedem Kiosk und 36 Bädern, die die Zürcher liebevoll Badi nennen, an Limmat, Sihl und Zürichsee . Um sich auf einen Besuch in der Stadt vorzubereiten, bietet das Internet zahlreiche Quellen. Stadtmagazine informieren über Konzerte und Ausstellungen. Applikationen erklären Architektur oder das Badewetter. Blogs stellen Restaurants und Geschäfte vor. Video- und Foto-Streams stimmen auf Sehenswürdigkeiten und Musik ein. Wir stellen die besten Netzfunde vor.

Applikationen

"Endlich ein Skelett", notierte Max Frisch 1947 in sein Tagebuch. Denn bevor der Zürcher mit Romanen wie Stiller oder Homo Faber seinen Durchbruch als Schriftsteller schaffte, arbeitete er als Architekt. Sein erster Auftrag war das Volksbad am Letzigraben: Es wurde auf dem mittelalterlichen Galgenhügel gebaut, weshalb Skelettfunde zum Alltag gehörten. Das Badi steht noch heute – Informationen und Geschichte zum Frisch-Bad und den vielen anderen Fluss-, See- und Parkbädern in Zürich bietet die Bade Äpp (kostenlos für Android-Geräte); Wassertemperaturen lassen sich bei der App Badewetter (kostenlos fürs iPhone) abfragen.

Die Applikation Eye Out Zürich (2,99 Euro fürs iPhone) führt durch die Kunstszene. Per GPS-Lokalisation können Galerien, Museen und Projekträume in der Nähe ausfindig gemacht werden. Ein redaktioneller Teil liefert kritische Auseinandersetzungen mit dem Gezeigten. Der Art City Guide (2,39 Euro fürs iPhone) stellt die 25 wichtigsten Kunstmetropolen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor – mit vielen Hintergrundinfos und Bildern.

Für einen Ausflug in die Berge kann man die App Swiss Hike (kostenlos fürs iPhone) nutzen, die 32 Wanderwege bietet. Der Architekturwanderer (kostenlos fürs iPhone) erschließt anhand von Karten, Bildern und Hintergrundinfos die Bauwerke des Zürcher Oberlands. Der Newsletter-Dienst Ron Orp (kostenlos fürs iPhone) verfügt über eine App mit Tages-Tipps, User-Fotos und Anzeigenbörse. Die App Spotted by Locals (3,99 Euro fürs iPhone) erläutert Sehenswürdigkeiten und empfiehlt Bars und Cafés in der Nähe, das Kartenmaterial kann man auch offline nutzen. Der Schweizer Veranstaltungskalender (kostenlos fürs iPhone) listet Events und Feste auf.

Zürich in Magazinen – on- und offline

Die Zeitschrift Züritipp informiert über Kulturveranstaltungen und Stadtleben. In kurzen Beiträgen werden Theaterinszenierungen und Ausstellungen besprochen oder neue Restaurants vorgestellt. Das dazugehörige Stadtblog testet das Zürcher Freizeitangebot samt Line Dance auf dem Country-Festival oder der Dolder Kunsteisbahn auf dem Aldisberg. Der Newsletter-Dienst Ron Orp versammelt täglich Tipps zu Essen, Trinken, Musik, Kunst und Partys. In den User-Kommentaren wird deutlich, dass diese sogar Einheimische überraschen. Er findet das leckerste Butterbrot, kommentiert den Zürcher Wohnungsmarkt oder empfiehlt die Werdinsel als "Naturquickie".

Die Stadtmagazine Bewegungsmelder und Kult berichten vom Nachtleben. Sie zeigen Bars und Clubs und die Menschen, die sie betreiben oder schauen hinter die Kulissen von Musikfestivals wie dem Digital Maag Festival , das Ende Februar stattfindet.

Der Art City Guide Zürich stellt Museen und Galerien vor und auf Tripwolf können verschiedene Städtetouren als pdf heruntergeladen werden.

Zürich auf Flickr

Zürichsee, Paradeplatz, wie der Uetliberg die Stadt überragt – so lebt Zürich in der Vorstellung Nie-da-Gewesener – als starre Postkartenszene. Dass die Zwinglistadt auch pulsieren kann, zeigt der Foto-Stream von Izagikur : Bunt, nackt und lebensfroh feiern die Zürcher seit 1992 auf der Street Parade. Bei Eyes on Zürich treffen ausgelassene Partyszenen auf stille Porträts und grafische Schattenspiele. Der Flickr-Stream Bad Boxer konserviert zwar ein altes, aber nicht minder bewegtes Zürich. Er versammelt historische Fotografien und zeigt den Zürcher Alltag abseits von Geldwirtschaft und Konfiserien, wie den "Opernhauskrawall" im Dezember 1980, der als Beginn der Zürcher Jugendunruhen von 1980 bis 1982 gilt.

Anzeige

Aktiv durch den Urlaub

Entdecken Sie ein vielfältiges Angebot rund um das Thema Aktivurlaub.

Reise starten

Kommentare

5 Kommentare Kommentieren

Vielleicht noch nützlich...

... sind die Webseiten der VBZ (Verkehrsbetriebe Zürich, Stadtgebiet) und ZVV (Zürcher Verkehrsverbund, ganzer Kanton Zürich):
www.vbz.ch
www.zvv.ch
Das Tram- und Busnetz in Zürich ist nämlich exzellent - und Taxis sind teuer. Vom ZVV gibt's auch eine App für's iPhone und für Android.

Ansonsten danke für die Linksammlung, ist selbst für jemanden, der seit 5 Jahren hier lebt noch etwas dabei!