Emsland Schwarz-Weiß

Die Ems (Herbrum) "Emsland Schwarz-Weiß - Bilder einer norddeutschen Landschaft", ist bei der Edition Temmen, Bremen, erscheinen und kostet 9,90 Euro | © Gerhard Kromschröder
In den sechziger Jahren arbeitete Gerhard Kromschröder als Lokalreporter im Emsland und hielt seine spröde Schönheit mit der Kamera fest. 2011 unternahm er wieder eine Expedition dorthin. Die alten und neuen Bilder sind seine Liebeserklärung an die Region und in zwei Fotobänden erschienen. Einigen Emsländern gefällt das nicht. Die Fotos seien einseitig, kritisiert der Tourismusverband. Trotzdem werden die Bilder vom 1. Juli bis 19. August im Emsland-Moormuseum in Geeste-Groß Hesepe ausgestellt. Wir zeigen eine Auswahl der Bilder aus den Sechzigern.
- Datum 29.04.2012 - 08:48 Uhr
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ich versteh nicht, was der tourismusverband gegen diese bilder hat. ich find die absolut schön und aussagekräftig. und zwar aussagekräftig vor allem in die positive richtung. mein bild vom emsland ist sonst eher negativ behaftet (überdüngung, 70% cdu-stimmen), also soll sich der verband freuen, dass man die region auch anders beleuchtet.
schöne Fotos, es war mal interessant und schön im Emsland.
Heute ist das Gebiet weitgehend ein Agrarindustriegebiet mit Massentierhaltung und Grundwasserverseuchung durch Gülle und Biogasanlagen.
Eine Umweltzerstörung und -verschmutzung, vergleichbar mit dem des Ruhrgebietes der 50er Jahre.
erinnern mich an meine Kindheit, die ich teilweise im Emsland verbracht habe - danke dafür!
Und wenn ich mir jetzt gerade, noch verfangen in Kindheitsträumen, von der ZEIT etwas wünschen dürfte - dann wäre es das, dass solche Bilder im Vollbildmodus in einem Editor angezeigt werden, sodass nicht jedes Bild erst umständlich neu "zurechtgerückt" werden müsste, was ihm einen Teil der Wirkung nimmt ...und mal ohne irgendwelche Augenfänger - halt ganz so, wie es damals war!
Bin aber schon dankbar, dass man bei der ZEIT beruhigt auch auf das letzte Bild klicken kann und dort nicht stattdessen Reklame für andere Fotoserien kommt, die einen in so einem Moment garantiert am wenigsten interessieren!
Auch ich war da oft in Kindheit und Jugend unmittelbar an der B 70. Bio als Begriff brauchte man nicht, weil alles Bio war. Immer frisch, im Winter aus dem Glas oder selber eingefroren.
Die Ideologie zum Fahrrad war auch nicht nötig. Man konnte einfach fahren. Und nichts schmeckte besser als die Brote bei der Ernte. Und (vor der Flurbereinigung) gabs noch richtige Wälder, den Kinderblick, der alles größer scheinen lässt, inbegriffen.
Für mich auch sonntäglicher Kirchgang, aber das gemeinsame Mittagessen am großen Tisch und als Jugendlicher der Frühschoppen, entschädigten allemal für diese 1 Stunde Pflichtbesuch pro Woche.
Den sturen und harten Emskopp, für den auch manche Bauersfrau gleich nach dem Vieh kam, Politik und Gülle, Flurbereinigung, Zwangsarbeit im Moor und auf manchen Bauernhöfen einschlieslsich einem Konzentrationslager überlasse ich jetzt mal Anderen.
Auch ich war da oft in Kindheit und Jugend unmittelbar an der B 70. Bio als Begriff brauchte man nicht, weil alles Bio war. Immer frisch, im Winter aus dem Glas oder selber eingefroren.
Die Ideologie zum Fahrrad war auch nicht nötig. Man konnte einfach fahren. Und nichts schmeckte besser als die Brote bei der Ernte. Und (vor der Flurbereinigung) gabs noch richtige Wälder, den Kinderblick, der alles größer scheinen lässt, inbegriffen.
Für mich auch sonntäglicher Kirchgang, aber das gemeinsame Mittagessen am großen Tisch und als Jugendlicher der Frühschoppen, entschädigten allemal für diese 1 Stunde Pflichtbesuch pro Woche.
Den sturen und harten Emskopp, für den auch manche Bauersfrau gleich nach dem Vieh kam, Politik und Gülle, Flurbereinigung, Zwangsarbeit im Moor und auf manchen Bauernhöfen einschlieslsich einem Konzentrationslager überlasse ich jetzt mal Anderen.
Auch ich war da oft in Kindheit und Jugend unmittelbar an der B 70. Bio als Begriff brauchte man nicht, weil alles Bio war. Immer frisch, im Winter aus dem Glas oder selber eingefroren.
Die Ideologie zum Fahrrad war auch nicht nötig. Man konnte einfach fahren. Und nichts schmeckte besser als die Brote bei der Ernte. Und (vor der Flurbereinigung) gabs noch richtige Wälder, den Kinderblick, der alles größer scheinen lässt, inbegriffen.
Für mich auch sonntäglicher Kirchgang, aber das gemeinsame Mittagessen am großen Tisch und als Jugendlicher der Frühschoppen, entschädigten allemal für diese 1 Stunde Pflichtbesuch pro Woche.
Den sturen und harten Emskopp, für den auch manche Bauersfrau gleich nach dem Vieh kam, Politik und Gülle, Flurbereinigung, Zwangsarbeit im Moor und auf manchen Bauernhöfen einschlieslsich einem Konzentrationslager überlasse ich jetzt mal Anderen.
… bei diesen wundervollen Bildern von Gerhard Kromschröder. Für mich steht er in der großen Tradition der Schwarz-weiß-Fotografie in Deutschland.
Schmunzeln musste ich allerdings über die "Bullenkrönung" (Bild 21) - wer wird hier wohl zum Setzfehlerteufel gekört?
Vielen Dank für die Anmerkung. Wir haben es korrigiert.
Vielen Dank für die Anmerkung. Wir haben es korrigiert.
Erst einmal gab es nicht eins, sondern 15 Straf- und Konzentrationslager im Emsland.
Und dann gibt es zwei Fotobände von Kromschröder, von denen vor allem der neue namens "Expeditionen ins Emsland" für viel Unmut bei den Tourismusbehörden und den örtlichen Politikern sorgt. Man hat wohl gedacht, dass Herr Kromschröder nach den schwarzweiß-Fotos, die ja teilweise das noch recht arme, unberührte und unterentwickelte Emsland darstellen, nun ein Fotobuch herausgibt, dass die Entwicklung des Emslandes seit den letzten 40 Jahren positiv dokumentiert. Den Gefallen hat er ihnen aber nicht getan: Er stellt diese Entwicklung oft sehr ironisch dar - m.E. übrigens genauso, wie es in Wirklichkeit auch ist. Man merkt den Fotos an, dass Kromschröder distanziert, oft belustigt und mit gemischten Gefühlen auf das Emsland blickt. Schaut man sich die schwarzweiß-Bilder an, fällt das Gleiche auf. Dafür muss man sich allerdings alle Fotos anschauen, nicht nur die hier getroffene Auswahl. Deswegen empfehle ich wärmstens das Buch "Emsland schwarz-weiß" (Kostet auch nur 9,90 Euro)
Vielen Dank für die Anmerkung. Wir haben es korrigiert.
…ist auch nicht schlecht. Corned Beef?
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