Norddeutschland : Emsland Schwarz-Weiß

In den 1960er Jahren kam Gerhard Kromschröder als junger Reporter ins Emsland und hielt den eigentümlichen Landstrich auf Fotos fest. Wir zeigen seine Bilder noch einmal.

In den sechziger Jahren arbeitete Gerhard Kromschröder als Lokalreporter im Emsland und hielt seine spröde Schönheit mit der Kamera fest. 2011 unternahm er wieder eine Expedition dorthin. Die alten und neuen Bilder sind seine Liebeserklärung an die Region und in zwei Fotobänden erschienen. Einigen Emsländern gefällt das nicht. Die Fotos seien einseitig, kritisiert der Tourismusverband. Trotzdem werden die Bilder vom 1. Juli bis 19. August im Emsland-Moormuseum in Geeste-Groß Hesepe ausgestellt. Wir zeigen eine Auswahl der Bilder aus den Sechzigern.
 

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Kommentare

8 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

wunderbare bilder

ich versteh nicht, was der tourismusverband gegen diese bilder hat. ich find die absolut schön und aussagekräftig. und zwar aussagekräftig vor allem in die positive richtung. mein bild vom emsland ist sonst eher negativ behaftet (überdüngung, 70% cdu-stimmen), also soll sich der verband freuen, dass man die region auch anders beleuchtet.

...und heute ein großes Agrar- und Massentierhaltungsgebiet

schöne Fotos, es war mal interessant und schön im Emsland.
Heute ist das Gebiet weitgehend ein Agrarindustriegebiet mit Massentierhaltung und Grundwasserverseuchung durch Gülle und Biogasanlagen.
Eine Umweltzerstörung und -verschmutzung, vergleichbar mit dem des Ruhrgebietes der 50er Jahre.

Die ausdrucksstarken Fotos

erinnern mich an meine Kindheit, die ich teilweise im Emsland verbracht habe - danke dafür!

Und wenn ich mir jetzt gerade, noch verfangen in Kindheitsträumen, von der ZEIT etwas wünschen dürfte - dann wäre es das, dass solche Bilder im Vollbildmodus in einem Editor angezeigt werden, sodass nicht jedes Bild erst umständlich neu "zurechtgerückt" werden müsste, was ihm einen Teil der Wirkung nimmt ...und mal ohne irgendwelche Augenfänger - halt ganz so, wie es damals war!

Bin aber schon dankbar, dass man bei der ZEIT beruhigt auch auf das letzte Bild klicken kann und dort nicht stattdessen Reklame für andere Fotoserien kommt, die einen in so einem Moment garantiert am wenigsten interessieren!

@ 3 Senf_dazugeber

Auch ich war da oft in Kindheit und Jugend unmittelbar an der B 70. Bio als Begriff brauchte man nicht, weil alles Bio war. Immer frisch, im Winter aus dem Glas oder selber eingefroren.

Die Ideologie zum Fahrrad war auch nicht nötig. Man konnte einfach fahren. Und nichts schmeckte besser als die Brote bei der Ernte. Und (vor der Flurbereinigung) gabs noch richtige Wälder, den Kinderblick, der alles größer scheinen lässt, inbegriffen.

Für mich auch sonntäglicher Kirchgang, aber das gemeinsame Mittagessen am großen Tisch und als Jugendlicher der Frühschoppen, entschädigten allemal für diese 1 Stunde Pflichtbesuch pro Woche.

Den sturen und harten Emskopp, für den auch manche Bauersfrau gleich nach dem Vieh kam, Politik und Gülle, Flurbereinigung, Zwangsarbeit im Moor und auf manchen Bauernhöfen einschlieslsich einem Konzentrationslager überlasse ich jetzt mal Anderen.