Bahnreisen

Indien in vollen Zügen

Ein Mann blickt aus dem Fenster eines Waggons des Kalka-Mail-Zugs. Firozabad, Uttar Pradesh

Ein Mann blickt aus dem Fenster eines Waggons des Kalka-Mail-Zugs. Firozabad, Uttar Pradesh  |  © Danish Siddiqui/Reuters

Im Zug lernt der Mensch zu teilen: den beengten Platz, die Süßigkeiten, die Wartezeit. In Indien reisen über 20 Millionen Menschen am Tag mit der Eisenbahn. Viele Passagiere kommen Stunden oder gar Tage zu spät an: Zum Teil wird das 64.000 Kilometer lange Schienennetz von Signalen gesteuert, die vor Indiens Unabhängigkeit 1947 gebaut wurden. Und wenn ein Zug entgleist, dann wird er mitunter in Handarbeit zurück auf die Schienen geschoben. Pro Tag sterben im Durchschnitt 40 Menschen auf den Gleisen, viele von ihnen lebten in Slums nahe der Schienen.