Brasiliens letzte Ureinwohner
Der Stamm der Yawalapiti-Indianer ist fast ausgestorben. Etwa 200 Indianer leben im Bundesstaat Mato Grosso in Brasilien. Der Fotograf Ueslei Marcelinobegleitete sie im Xingu-Nationalpark. Sie bereiten das Ritual Quarup vor: Über einige Tage ehren die Yawalapiti Verstorbene, die besondere Bedeutung für sie haben. Sie fangen Fische, um sie zu trocknen und für das Ritual aufzubewahren. In diesem August ehrendie Yawalapitieinen Stammeschef sowie Darcy Ribeiro, der sich als Anthropologe und Politiker für Bildung der Indianer einsetzte.
- Datum 08.06.2012 - 06:55 Uhr
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Ein Stamm ohne Frauen, wie traurig! Liegt die einseitige Präsentation nun an dem Fotografen, der "Zeit"-Auswahl oder männlicher Stammesvorherrschaft? Solche Auffälligkeiten sollte man zumindest nicht unkommentiert lassen.
Ja komisch, ist mir auch aufgefallen. Und so wirklich interessant sind die Bilder nun auch nicht, die hätte man hier auf einem Spielplatz auch machen können. ( Der sieht zwar nicht so sauber aus, aber egal ... )
Relativ inhaltsarm.
Ja komisch, ist mir auch aufgefallen. Und so wirklich interessant sind die Bilder nun auch nicht, die hätte man hier auf einem Spielplatz auch machen können. ( Der sieht zwar nicht so sauber aus, aber egal ... )
Relativ inhaltsarm.
... steht unter einem bild, auf dem wir einen vogel sehen, der auf einem baum sitzt. "kinder springen ins wasser" steht unter einem bild auf dem wir sehen, wie kinder ins wasser springen. journalismus geht anders.
... Bildunterschriften.
Abgesehen von diversen Fehlern in den Bildunterschriften ist diese Bildstrecke teilweise sachlich einfach falsch und ethnologisch mehr als problematisch.
So wird behauptet, dass die Yawalapiti (übrigens ohne "Indianer" dahinter) die "letzten Ureinwohner Brasiliens" seien. Die einzige Wahrheit in der Überschrift ist, dass diese Gruppe in Brasilien lebt. Ureinwohner sind sie mit Sicherheit nicht. Dies liegt allerdings eher daran, dass der Begriff Ureinwohner prinzipiell falsch ist. Sie sind Menschen, die schon länger dort leben. Aber das, was man mit dem Begriff Ureinwohner verbindet: Zurückgeblieben, leben dort seit Jahrtausenden. ist totaler Unsinn. Sie unterstreichen diesen Eindruck auch noch mit den Bildern. Wenn ein Fotograf dorthin geht, wenn (wenigstens!) ein Anthropologe bei ihnen war, dann entspricht diese Gruppe auch nicht dem, was viele hier in Europa als "ursprünglich" beschreiben würden. Denn es gibt keine "ursprüngliche" indigene Gruppe (dies ist übrigens der richtige Fachausdruck). Alle ändern sich stetig, sind teilweise nicht älter als 500 Jahre, ja, viele haben Strom, Telefon, Internet, Plastikmüll. Sie sind also ebenso "Ureinwohner" wie Sie und ich. Allerdings würden wir uns selbst so nicht bezeichnen. Letztlich bezeichnen Sie die Gruppe so als zurückgeblieben, die entwickelt werden muss.
Ein Wort zum Stamm: Der Begriff ist kolonialer Herkunft und wurde als ein Herrschaftsinstrument genutzt. Besser (auch problematisch) indigene Gruppe.
Man nehme das letzte wenig Exotentum, was man noch finden kann
(die Tattoos machen sich gut), schreibe ein paar salbungsvolle Wörter wie "letzte Ureinwohner" dazu, und fertig ist die mediale Bespaßung unserer Gesellschaft durch die doch so exotischen Wilden.
Bitte als nächstes die Straße teeren, damit die klimatisierten Reisebusse für die Touristen ihren Weg finden.
Tipps zum modernen Menschenzoo können sie bei den Langhals-Frauen in Thailand finden, dort ist man schon etwas geübter.
Ja komisch, ist mir auch aufgefallen. Und so wirklich interessant sind die Bilder nun auch nicht, die hätte man hier auf einem Spielplatz auch machen können. ( Der sieht zwar nicht so sauber aus, aber egal ... )
Relativ inhaltsarm.
Warum lässt man die Leute nicht einfach in Ruhe? Es reicht schon, dass der Stamm am Aussterben ist, da muss man sie nicht noch wie Zootiere behandeln.
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