Tourismus : Reise-Buchungen für Griechenland eingebrochen

Bilder von gewalttätigen Demonstrationen schrecken die Deutschen ab: Immer weniger wollen in Griechenland Urlaub machen. Die Buchungszahlen gingen um 30 Prozent zurück.
Auf der griechischen Insel Santorini (Archivbild) © Louisa Gouliamaki/AFP/Getty Images

Den Reisekonzernen macht das Geschäft mit Griechenland zu schaffen. Die Buchungen aus Deutschland für Reisen in das krisengebeutelte Land brachen nach Angaben des Reisekonzerns Thomas Cook drastisch ein.

"In der deutschen Reisebranche lagen die Buchungszahlen für Urlaub in Griechenland bis Anfang der Sommersaison um 30 Prozent unter dem Vorjahr", sagte der Touristik-Geschäftsführer von Thomas Cook, Michael Tenzer, der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag . Bis zur Parlamentswahl im Mai hätten die Buchungen zwar wieder etwas zugelegt. Mit der Diskussion um Neuwahlen und den Euro-Ausstieg hätten sich die Ängste aber wieder verstärkt und es werde wieder weniger gebucht, obwohl Thomas Cook Preisnachlässe der Hoteliers und Airlines von bis zu 20 Prozent weitergebe.

Die Bilder von gewalttätigen Demonstrationen in den Großstädten schrecken laut Tenzer die Reisenden ab, obwohl die Lage in Urlaubszielen wie Kreta und Rhodos friedlich sei. Der Reiseveranstalter selbst habe "keine Buchungsverluste, weil unsere Kunden auf Spanien oder die Türkei ausweichen".

Auch Alltours kämpft mit Problemen in Griechenland

Falls die Griechen tatsächlich zur Drachme zurückkehrten, werde es zwar gesamtwirtschaftliche Turbulenzen geben. "Wir sehen das allerdings entspannter, da wir mit Hoteliers und Partnern Verträge in Euro haben. Die müssen auch in Euro beglichen werden", sagte der Thomas-Cook-Manager. Buchungen und Umsatz lägen bei Thomas Cook insgesamt um ein beziehungsweise zwei Prozent über dem Vorjahr.

Auch Wettbewerber Alltours kämpft mit Problemen in Griechenland. "Die Buchungen liegen weit unter Vorjahr", sagte Unternehmenschef Willi Verhuven der Wirtschaftswoche . "Die Deutschen lassen sich offenbar von einigen radikalen Demonstranten und extremistischen Politikern in Athen abschrecken." In den touristischen Zielgebieten merkten Urlauber davon aber nichts.

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Kommentare

51 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Re: Was hat das mit Heimatliebe zu tun?

> Deutsche mit Nazis gleich gesetzt werden

Es sind die grossen Medien, die die Menschen im jeweiligen Land gegeneinander aufhetzen. Es wuerde mich nicht wundern, wenn der Springerkonzern auch regionale Zeitungen im Sueden verlegt.

Umgekehrt muesste es also heissen; was wollen die Griechen in Deutschland, wo sie doch hierzulande alle als 'Schmarotzer' angesehen werden?

Ja und nein,

In der Regel wird man die Kritik "bei uns in....." von Leuten eher einfachen Zuschnitts hören. Bei den Deutschen ist es halt leider so, daß auch die eher gebildeten Schichten (oder sogar gerade die) an allem Möglichen etwas auszusetzen haben, das nicht so wie in D. ist oder funktioniert.

Wenn ich auf La Palma von einem Birkenstock-Sandalenträger die Bescherde höre, daß es hier kein Dinkelbrot und keines seiner bevorzugten Müsli gibt, geht mir das Geimpfte auf.

Nein, ich meinte die im Faltenrock...

vorzugsweise in Gruppen von Rentnern auftretende nette, ältere Engländerinnen, denen ich unter anderem in meiner Familie öfter begegne. Gern ausgestattet mit Strickzeug, dass sie in der ihnen eigenen Art gegen ihr Gegenüber zu richten scheinen und dabei die halbe Welt bereisend.

Die Welt ist groß und man muss nicht dorthin fahren, wo gerade Bürgerkriege oder andere anstrengende Dinge passieren. Ich finde auch, dass man Slums und Seuchengebiete nicht bereisen sollte, wenn man beruflich nichts dort zu tun hat.

Aber das ist meine Meinung und wie ich weiß, gibt es auch Menschen, die das anders sehen und Slum-Touri-Reisen machen, um hinterher von den Kinderaugen zu schwärmen, die von dem bisschen Kleingeld, dass sie in die Luft warfen, zu schwärmen...

Das lassen sie nicht die amerikanischen Akademiker hören...

die ich durch Europa schleppte, um mein Studium zu finanzieren. Die waren ganz groß in sehr "spezieller" Kleidung, die ich nicht mal mit der Kneifzange angefasst hätte und maulten ständig, was ihnen alles zum Essen fehlt bei gleichzeitiger Betonung wie super doch alles sei und einem festgetackerten Lächeln...

Ich mag die alle nicht, die sich ständig beschweren und sich im Vermissen üben, während sie von interessanten Momenten umgeben sind. Aber vielleicht sollte man Mitleid mit denen haben....

also wenn Sie mich fragen...

ich mag auch nicht in ein Land in dem ich als Nazi beschimpft werde, in dem deutsche Flaggen brennen, von den "Unbequemlichkeiten" der Streiks mal ganz abgesehen.

Auch deutsche Leidensfähigkeit ist begrenzt!
Ganz abgesehen davon, dass ich mich ausgenommen fühle wie eine Weihnachtsgans!

Lieber Klaus4711

mal ganz ehrlich, es wurde eine Flagge von irgend ein Idiot in Athen verbrannt...ok

Sind Sie sonst außer Deutscher mit Frau Merkel verwandt? Wg der Nazi Uniform?

Ich als Italiener kommen mir auch sehr komisch vor, wenn "der Spiegel" als Titelblatt ein Teller Spaghetti mit ne Knarre abbildet! Meine Deutsche Freunde bezeichne ich deswegen nicht gleich als Nazi! Schliesslich arbeiten sie nicht beim "Spiegel" und schon gar nicht vertreten sie deren Meinung.

Es ist ein Zeichen von Stärke zueinander zu finden, eher Schwäche die Konfrontation zu vermeiden. Wenn Sie in Griechenland Urlaub machen, glauben Sie wirklich, dass Sie als Nazi beschimpft werden?

Da frage ich mich für wie Dumm hält man die Griechische Bevölkerung eigentlich noch?

Grüße
Montessori