PilotenstreikSchiedsverfahren beendet Konflikt zwischen Iberia und Piloten

Die Iberia-Piloten sind mit ihrem Widerstand gegen die Gründung der Billiglinie Iberia-Express gescheitert. Das Urteil im Schiedsverfahren ist verbindlich.

Flugzeuge der spanischen Fluglinie Iberia

Flugzeuge der spanischen Fluglinie Iberia  |  © Javier Soriano/AFP/Getty Images

Ein Schiedsverfahren hat einem seit Monaten anhaltenden Konflikt der spanischen Fluggesellschaft Iberia mit den Piloten ein Ende gesetzt. Der Arbeitsrechtler Jaime Montalvo, der von der Regierung mit der Beilegung des Streits beauftragt worden war, legte seinen Schiedsspruch vor, der für beide Konfliktparteien verbindlich sein wird.

Danach war die umstrittene Gründung der Billigfluggesellschaft Iberia Express, die Ende März den Betrieb aufnahm, "völlig legal". Die Pilotengewerkschaft hatte in der Schaffung der Iberia-Tochter einen Verstoß gegen die geltenden Tarifvereinbarungen gesehen.

Iberia und Iberia Express sollen nach der Entscheidung des 63-jährigen Professors über eine gemeinsame Belegschaft verfügen. Neu eingestellte Piloten sollen ihre Arbeit zunächst als Co-Piloten bei der Tochter beginnen und deutlich schlechter bezahlt werden als ihre Kollegen, nach einer bestimmten Zeit aber in die Muttergesellschaft wechseln können.

Die Piloten hatten seit Ende 2011 aus Protest gegen die Gründung der Iberia-Tochter an insgesamt 18 Tagen gestreikt. Rund 2.000 Flüge wurden gestrichen. Die Verluste, die Iberia durch die Arbeitsniederlegungen entstanden, wurden auf 50 Millionen Euro geschätzt.

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    • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
    • Schlagworte Gründung | Konflikt | Protest | Verlust | Arbeit | Euro
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