Ihre Vorfahren waren Grenzwächter, doch sie selbst finden in einem Europa ohne Grenzen keinen Platz: Die Tschangos sind eine Minderheit in Rumänien und der Republik Moldau. Sie sprechen mittelalterliches Ungarisch, und es gibt immer noch Versuche, ihren Dialekt zu verbieten. Der Fotograf Bogdan Cristel porträtierte Menschen im Dorf Vladnic, etwa 300 Kilometer nordöstlich von Bukarest. In ihren Höfen halten sie Hühner, Rinder und Schweine, und ihre Häuser streichen sie innen und außen, als wollten sie mit Farbe dem harten Alltag trotzen.