Tagsüber mit dem Rad London in freier Fahrt erkunden. Nachts zu Fuß über die Themse und die britische Hauptstadt mit Charles Dickens Augen sehen. Und zur Belohnung ein Pint Bier. Um sich auf einen Besuch in der britischen Hauptstadt vorzubereiten, bietet das Internet zahlreiche Quellen. Apps erklären Viertel und Wege. Stadtmagazine informieren über Konzerte und Galerieeröffnungen. Blogs stimmen auf Geschäfte und Restaurants ein. Wir stellen die besten Netzfunde vor.

Apps

" Um die Straßen Londons auf dem Scheitelpunkt ihres Ruhms zu erblicken, muss man sie an einem dunklen, trüben, schweren Winterabend sehen", schrieb Charles Dickens , der ein begeisterter Stadtwanderer war. Zu seinem 200. Geburtstag brachte das Museum of London seine Nachtspaziergänge als interaktive Graphic Novel in der App Dickens’ Dark London (kostenlos für iPhone oder iPad) heraus. Mit ihr wird das viktorianische London erlaufbar. Die App Hidden London (kostenlos für iPhone und iPad) präsentiert die Stadt ebenfalls abseits der bekannten Pfade und führt zu römischen Bädern oder ins Cartoon Museum.

Währenddessen erleichtert die App Tube Map (kostenlos für iPhone, iPad und Android-Geräte ) die Orientierung im öffentlichen Verkehrsnetz, und London Cycle Maps & Routes (kostenlos für iPhone und iPad) zeigt Radfahrern die schönsten Touren und besten Abkürzungen. Für die Suche nach einem geeigneten Restaurant kann man Toptable (kostenlos für iPhone und iPad) zu Rate ziehen. Die App Join In London (kostenlos für iPhone, iPad und Android-Geräte ) informiert über Veranstaltungen rund um die Olympischen Sommerspiele 2012. Wallpaper City Guide London (kostenlos für iPhone und iPad), Time Out London (kostenlos für iPhone, iPad, Android-Geräte ), MTrip (4,99 Euro für iPhone oder iPad, 4,87 Euro für Android-Geräte ) und Condé Nast Traveller (kostenlos für iPhone und iPad) bieten hingegen allgemeine Informationen zu Hotels, Sehenswürdigkeiten und Attraktionen sowie offline nutzbare Straßenkarten.  

London auf flickr

Ob Buckingham Palace, Tower Bridge oder Liverpool Street – wer nach London reist, hat oft das Gefühl, alles schon mal gesehen zu haben – auch wenn’s der erste Besuch ist. Die Bilder der Sehenswürdigkeiten sind ins kollektive Gedächtnis eingegangen. Der Fotograf Mario Mitsis beweist hingegen, dass die Londoner selbst die schönste Sehenswürdigkeit sind. Als stiller Beobachter hält er Konflikte und Zärtlichkeiten in Schwarz-Weiß fest. Flickr-User i.witness arbeitet hingegen in Farbe und dokumentiert mit einem Blick für lustige Details den ganz normalen Wahnsinn Londons.

Magazine – on- und offline

Der Newsletter Le Cool London versammelt jeden Donnerstag Ausblicke auf Konzerte und Ausstellungseröffnungen. In Interviews und kurzen Beiträgen werden Restaurants oder Modemarken vorgestellt. Auch die Tageszeitung Guardian bietet online einen City Guide, der mit vielen Videos Londons Geschichte und Gegenwart erfahrbar macht und auch Tipps von Einheimischen bereithält. Das Magazin Time Out London informiert on- und offline über Sportveranstaltungen, neue Pubs oder Ausflugsziele in der Großstadt. Bei The Vintage Guide to London dreht sich alles um das alte London, um Secondhandläden, Flohmärkte, Ausstellungen zu Kostümkunde und Restaurants im Retro-Stil. Auch das älteste Kulturmagazin der Stadt, das London Magazine , pflegt die Geschichte – mit Gedichten, Essays, Kurzgeschichten und Rezensionen. Dahingegen setzt das Out Mag auf die Jetztzeit und informiert über Stars und Stadtleben.

Blogs

London ist eine Modemetropole. Die Entwürfe der großen Designer glitzern in den Schaufenstern der Bond Street, auf der Savile Row lassen die Mitglieder des englischen Königshauses seit Jahrhunderten ihre Maßanzüge schneidern und im East End arbeitet der kreative Nachwuchs. Die Londoner Modeszene ist unübersichtlich. Für Orientierung sorgt Englands wichtigste Modebloggerin Susie Bubble .

Nicht weniger imposant ist Londons Fülle an renommierten Museen und Galerien. Die Blogs Fine Arts London und Diary of a thirty-something Art Dealer bieten Rezensionen und Brancheninterna. Damit der Shopping- oder Kulturtag gut zu überstehen ist, versorgt das Blog The London Review of Breakfasts Einheimische wie Besucher jeden Tag mit neuen Frühstücksadressen – von den besten Baked Beans bis zu italienischem Espresso beim Neuseeländer .