Reisefotografie : Als Japan aus dem Dornröschenschlaf erwachte

Reisende und Fotografen entdeckten Japan im 19. Jahrhundert als traditionsreiches Land an der Schwelle zur Moderne. Der Band "Japanese Dream" zeigt Aufnahmen dieser Zeit.

Als sich die japanische Feudalgesellschaft im 19. Jahrhundert der Moderne öffnete, kamen auch westliche Reisende in das bis dahin verschlossene Land. Sie nutzten die noch junge Fotografie, um ihren Wirklichkeit gewordenen Traum von Japan festzuhalten. Das großartige – und großformatige – Buch Japanese Dream (Hatje Cantz Verlag) zeigt Reproduktionen der Porträts, Architekturaufnahmen und Straßenansichten verschiedener Fotografen aus dieser Zeit. Die Originale wurden noch auf Albuminpapier gezogen und handkoloriert.

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Kommentare

13 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Bildband herstellen

Das habe ich tatsächlich schon gemacht, ebenfalls mit sehr altem Bildmaterial und ja, alleine die Bildaufbereitung war kein Zuckerschlecken. Unsere Hauptmotivation war es, vielen Menschen den Zugang zu diesen historischen Fotos zu ermöglichen, dazu gehört eben auch ein fairer Preis. Was nützt es, wenn sich das Buch keiner leisten kann, besonders wenn es sich eigentlich um allgemeines Kulturgut handelt? Denn um genau das handelt es sich auch bei den über hundertjährigen japanischen Fotos.

Der Verdacht drängt sich einfach auf, dass bei diesen Hochglanzbänden (die leider oft schlecht gebunden sind, siehe Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag) eine künstliche Verknappung herbei geführt wird, um hohe Preise anzusetzen, die sich dann nur eine elitäre Klientel leisten kann.

P.S. Die zweite Auflage ist bei unserem Projekt schon unterwegs.

Geschmacklos

Die Fotografien sind mit Sicherheit nicht in einer vergleichbaren Qualität im Netz gelandet. Und das kataloge mit historischem bildmaterial gemacht werden empfinde ich als sehr positiv, von mir aus darf damit auch gern Geld verdient werden (und reich wird hier vermutlich auch niemand).

Ich werde versuchen die örtliche Bücherei von einem Ankauf zu überzeugen, das klappt eigentlich meistens ganz gut, dann haben auch alle was davon.

"...dann haben auch alle was davon."

Das ist doch genau mein Punkt! :) Ich habe nichts gegen Bibliotheken, aber auf dem Dorf ist das mitunter schwierig und was ist, wenn es ständig verliehen ist? Was ich sagen will: unterschätzen Sie das Internet nicht ;)

Hier sogar in Stereo-3D:

http://mama.tomsk.ru/imag...
(zum Stereo-gucken gab es damals spezielle Guckkasten)

Und hier noch (viel!!) mehr, über 4000 Bilder!

http://www.flickr.com/pho...@N08/with/2328678706

Viel Spass :)

Bloß weil es Europäern...

...auffällt, dass es irgendwo da draußen noch einen kaum erschlossenen Markt gibt, heißt das nicht automatisch, dass der Markt - in diesem Fall Japan - nur darauf gewartet und hilflos und dumm im "Dornröschenschlaf" gelegen hat...

Ansonsten: schöne Bilder = dann fang ich wohl mal mit Sparen an...