Als Japan aus dem Dornröschenschlaf erwachte

Artist unknown: "Portrait of a Letter Carrier Covered in Tattoos", 1880-90 | © Hatje Cantz Verlag
Als sich die japanische Feudalgesellschaft im 19. Jahrhundert der Moderne öffnete, kamen auch westliche Reisende in das bis dahin verschlossene Land. Sie nutzten die noch junge Fotografie, um ihren Wirklichkeit gewordenen Traum von Japan festzuhalten. Das großartige – und großformatige – Buch Japanese Dream (Hatje Cantz Verlag) zeigt Reproduktionen der Porträts, Architekturaufnahmen und Straßenansichten verschiedener Fotografen aus dieser Zeit. Die Originale wurden noch auf Albuminpapier gezogen und handkoloriert.
- Datum 12.10.2012 - 06:35 Uhr
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Motto: Bildung für alle? Wohl kaum, ich als Student kann mir sowas nicht leisten.
Die Fotos finde ich auch mehr als interessant, aber der Preis ist schon etwas frech. Klar Recherche und Buchdruck kosten auch was, aber die Fotografen sind längst tot. Oder stehen ein paar gierige Erben dahinter?
... so einen aufwendigen Fotoband in überschaubarer kalkuliert, hergestellt, lithographiert, layoutet, lektoriert, Papier gekauft, drucken und binden lassen, Vertrieb organisiert, verkauft?
Seh'n Se's, da ham Se's ...
Der Preis ist an der Untergrenze dessen, was bei so einem Buch zu kalkulieren ist.
... "überschaubarer Auflage" heißen. Sorry.
Das habe ich tatsächlich schon gemacht, ebenfalls mit sehr altem Bildmaterial und ja, alleine die Bildaufbereitung war kein Zuckerschlecken. Unsere Hauptmotivation war es, vielen Menschen den Zugang zu diesen historischen Fotos zu ermöglichen, dazu gehört eben auch ein fairer Preis. Was nützt es, wenn sich das Buch keiner leisten kann, besonders wenn es sich eigentlich um allgemeines Kulturgut handelt? Denn um genau das handelt es sich auch bei den über hundertjährigen japanischen Fotos.
Der Verdacht drängt sich einfach auf, dass bei diesen Hochglanzbänden (die leider oft schlecht gebunden sind, siehe Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag) eine künstliche Verknappung herbei geführt wird, um hohe Preise anzusetzen, die sich dann nur eine elitäre Klientel leisten kann.
P.S. Die zweite Auflage ist bei unserem Projekt schon unterwegs.
... "überschaubarer Auflage" heißen. Sorry.
Das habe ich tatsächlich schon gemacht, ebenfalls mit sehr altem Bildmaterial und ja, alleine die Bildaufbereitung war kein Zuckerschlecken. Unsere Hauptmotivation war es, vielen Menschen den Zugang zu diesen historischen Fotos zu ermöglichen, dazu gehört eben auch ein fairer Preis. Was nützt es, wenn sich das Buch keiner leisten kann, besonders wenn es sich eigentlich um allgemeines Kulturgut handelt? Denn um genau das handelt es sich auch bei den über hundertjährigen japanischen Fotos.
Der Verdacht drängt sich einfach auf, dass bei diesen Hochglanzbänden (die leider oft schlecht gebunden sind, siehe Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag) eine künstliche Verknappung herbei geführt wird, um hohe Preise anzusetzen, die sich dann nur eine elitäre Klientel leisten kann.
P.S. Die zweite Auflage ist bei unserem Projekt schon unterwegs.
...auffällt, dass es irgendwo da draußen noch einen kaum erschlossenen Markt gibt, heißt das nicht automatisch, dass der Markt - in diesem Fall Japan - nur darauf gewartet und hilflos und dumm im "Dornröschenschlaf" gelegen hat...
Ansonsten: schöne Bilder = dann fang ich wohl mal mit Sparen an...
... "überschaubarer Auflage" heißen. Sorry.
Das habe ich tatsächlich schon gemacht, ebenfalls mit sehr altem Bildmaterial und ja, alleine die Bildaufbereitung war kein Zuckerschlecken. Unsere Hauptmotivation war es, vielen Menschen den Zugang zu diesen historischen Fotos zu ermöglichen, dazu gehört eben auch ein fairer Preis. Was nützt es, wenn sich das Buch keiner leisten kann, besonders wenn es sich eigentlich um allgemeines Kulturgut handelt? Denn um genau das handelt es sich auch bei den über hundertjährigen japanischen Fotos.
Der Verdacht drängt sich einfach auf, dass bei diesen Hochglanzbänden (die leider oft schlecht gebunden sind, siehe Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag) eine künstliche Verknappung herbei geführt wird, um hohe Preise anzusetzen, die sich dann nur eine elitäre Klientel leisten kann.
P.S. Die zweite Auflage ist bei unserem Projekt schon unterwegs.
... die vom Verkaufen solcher Bücher leben müssen.
... die vom Verkaufen solcher Bücher leben müssen.
Solche Bilder (teils nicht nachkoloriert) sind oft Bestandteil von Foto-Ausstellungen, die in kulturellen Einrichtungen zu finden sind, die sich mit Asien oder spezieller Japan beschäftigen.
Bis vor kurzem gab es im Ostasiatischen Institut der Uni Duisburg solche Bilder kostenlos zu besichtigen:
http://www.uni-due.de/in-...
Ansonsten ist das Japanische Kulturinstitut (JKI) in Köln immer einen Besuch wert.
... die vom Verkaufen solcher Bücher leben müssen.
Verstehe ich ja, aber es bleibt ein Geschmäckle, wenn man von den Leistungen längst verstorbener Künstler sein Leben finanzieren will. Würde es sich um eigene Fotos handeln, hätte ich kein Problem damit.
Zum Glück sind schon viele ähnlich wertvolle Aufnahmen im Netz gelandet (Wikipedia etc), ich glaube, die Originalfotografen wären glücklich darüber.
Verstehe ich ja, aber es bleibt ein Geschmäckle, wenn man von den Leistungen längst verstorbener Künstler sein Leben finanzieren will. Würde es sich um eigene Fotos handeln, hätte ich kein Problem damit.
Zum Glück sind schon viele ähnlich wertvolle Aufnahmen im Netz gelandet (Wikipedia etc), ich glaube, die Originalfotografen wären glücklich darüber.
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