Dem Polarlicht so nah

Fasano Las Piedras, Punta del Este, Uruguay, 2010. Architekt: Isay Weinfeld | © Reinaldo Coser und Fernando Guerra
Stille und Entschleunigung gelten als der größte Luxus – und wo findet man den besser als in der Natur? Wer nicht campen mag und das nötige Kleingeld hat, kann sich in Luxusresorts einmieten, die eine einzigartige Naturerfahrung versprechen. Der Bildband Once in a Lifetime stellt solche Ziele weltweit vor (Die Gestalten Verlag 2012). Die Architektur der Unterkünfte orientiert sich oft an den Traditionen des Ortes: In Finnland schläft der Gast in einem Iglu aus Glas, in Südafrika entspannt er in geflochtenen Nestern, die von Bäumen hängen.
- Datum 25.07.2012 - 15:38 Uhr
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Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/mk
daß die vorgestellten Architekturen etwas mit der zivilisatorischen Übersättigung der Europäer und Nordamerikaner zu tun haben?
Kann vorausgesetzt werden, daß die Eingeborenen der jeweiligen Weltgegenden es in gleicher Weise anstreben würden, "der Natur so nahe zu sein"?
Als wahrscheinlicher dürfte gelten, daß sie eher bestrebt sind, sich die "Naturgewalten" vom Halse zu halten; seinen diese nun belebter oder unbelebter Natur.
Im Gegensatz zu den Jetsettern müssen die es an den jeweiligen Orten nämlich 365 Tage im Jahr aushalten (und aus den lokalen Ressourcen noch ihren Lebensunterhalt bestreiten).
Das dargestellte ist so sehr künstlich und weg vom realen Leben, daß man es eigentlich nur als .....
Er bedient eine Klientel von Profiteuren der urbanen Industriewelt (oder wen sonst?),
die sich dann auch noch als "naturverbunden" inszenieren.
wie die Geschäftsführung am einzelnen Mitarbeiter. Ich kann an den Luxus-Konstrukten nichts schönes finden. Für etliche tausend Euros lässt sich hier der High Society Schnösel die Natur auf dem Silbertablett servieren und fühlt sich wie mein Vorredner schon schrieb sehr naturverbunden.
Ich finde diese Flecken der Erde ohne Denkmäler des Kapitalismus weitaus ansprechender.
aber um der "Natur nahe" zu sein, halte ich ein Zelt für deutlich praktischer.
Auch wenn ein paar nette Ideen dabei sind - hat halt nur mit Natur nichts mehr zu tun.
Diese Glasdaecher führen zu vermehrter Lichtabstrahlung nach oben - für die Beobachtung des Polarlichts kann das durchaus nachteilig sein.
Ich finde, dass dies sehr schöne Bilder von sehr schönen Plätzen sind. Was muss denn noch passieren, um die Verfasser/innen der negativen Kommentare zu etwas positiveren Gedanken zu bewegen? Wenn so schöne Orte nicht mehr begeistern können, dann tut es mir leid. Wir waren im Rahmen von Studienreisen schon in ähnlichen "Locations" und es war immer ein unvergessliches Erlebnis. Was daran falsch sein soll, weiß ich nicht. Man muss nicht von Insekten zerfressen werden und darben, um nachher zu behaupten, man sei Naturfreund. Das ist Quatsch!
"Man muss nicht von Insekten zerfressen werden und darben, um nachher zu behaupten, man sei Naturfreund. Das ist Quatsch!" - da mußte ich lachen, die Abwesenheit der kleinen Quälgeister ist sicherlich ein klarer Vorteil solcher Orte.
Aber dem Reisenden entgeht etwas, wenn er sich eine abgetrennte Enklave innerhalb der Natur schafft; das Erlebnis, auf sich gestellt ohne üblichen Schutz und Distanz in der Natur zu verbringen, ist ein sehr Intensives (zumindest für mich), das die (teilweise) Schönheit dieser künstlichen Orte noch weit übertreffen kann.
"Man muss nicht von Insekten zerfressen werden und darben, um nachher zu behaupten, man sei Naturfreund. Das ist Quatsch!" - da mußte ich lachen, die Abwesenheit der kleinen Quälgeister ist sicherlich ein klarer Vorteil solcher Orte.
Aber dem Reisenden entgeht etwas, wenn er sich eine abgetrennte Enklave innerhalb der Natur schafft; das Erlebnis, auf sich gestellt ohne üblichen Schutz und Distanz in der Natur zu verbringen, ist ein sehr Intensives (zumindest für mich), das die (teilweise) Schönheit dieser künstlichen Orte noch weit übertreffen kann.
Das ist wirklich so eine typische Herangehensweise unserer "Zivilisation" an die Natur. Schön anzusehen, zu bestaunen, auf sich "einwirken" lassen, aber bitte schön aus der sicheren, sauberen Distanz und vor allem, bitte schön kontrolliert.
Hierdurch wird die Natur wieder nur total Zweckentfremdet und zu einem Objekt degradiert. Im Grunde ist das doch nur Fotos anschauen in höherer Qualität.
Irgendwie macht mich diese ganze Naturentfremdung krank.
Ich finde die Hotels etc. sehr gelungen, kreativ gestaltet und sehr gut in Szene gesetzt. Würde eigentlich an allen Orten gerne selbst mal übernachten...,
evtl. geht es den meisten Vorkommentatoren ähnlich und es spricht der pure Neid und unüberlegte Kapitalismuskritik aus ihren Kommentaren.
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