City Guide Hamburg : Hamburg, ins Netz gegangen

Erst durchklicken, dann durchreisen: Das Internet bietet zahlreiche Reise- und Veranstaltungstipps für Hamburg. Wir stellen die besten vor.
Spaziergang am Altonaer Balkon mit Blick auf den Hafen

Zum Frühstück gibt's ein Franzbrötchen. Dann geht's auf die Landungsbrücken, um die Schiffe beim Schlepperballett zum Wiener Walzer tanzen zu sehen. Und zum Abschluss kann man mit dem Thekennachbarn den Lakritzlikör Schwarze Sau bestellen. Um sich auf einen Besuch in der Hansestadt Hamburg vorzubereiten, bietet das Internet zahlreiche Quellen. Apps erklären Viertel und Wege. Stadtmagazine informieren über Konzerte und Galerieeröffnungen. Blogs stimmen auf Geschäfte und Restaurants ein. Wir stellen die besten Netzfunde vor.

Apps

"In Hamburg wohnt die Nacht, in allen Hafenschänken, und trägt die Röcke leicht, sie kuppelt, spukt und schleicht, wenn es auf schmalen Bänken, sich liebt und lacht", schrieb Wolfgang Borchert in seinem Gedicht In Hamburg. In welche Kneipe es sich auf dem Kiez einzukehren lohnt, und in welcher Strandbar man den besten Blick auf die Containerschiffe hat, darüber informieren die Apps Hamburg Guide (kostenlos für iPhone, iPad und Android-Geräte), Cool Hamburg (2,39 € für iPhone und iPad) und Tripwolf (kostenlos für iPhone, iPad und Android-Geräte). Der Prinz Eventguide (0,79 € für iPhone und iPad) bietet darüber hinaus Veranstaltungs- und Konzertipps. Für nautisch Interessierte gibt es außerdem die App Hafenradar (3,99 € für iPhone und iPad). Sie zeigt die Positionen aller in Hamburg einlaufenden Schiffe auf einer interaktiven Karte an und informiert über Fahrtgeschwindigkeiten, Schiffstypen und Zielorte. Im 14. Jahrhundert soll der trinkfeste Seeräuber Klaus Störtebeker im Hamburger Hafen sein Unwesen getrieben haben. Seinen Spuren kann man mit der App Reisegeist – Mit Störtebeker durch Hamburg (2,99 € für iPhone und iPad) folgen.

Währenddessen erleichtert die App Fahrinfo Hamburg (kostenlos für iPhone, iPad und Android-Geräte) die Orientierung im öffentlichen Verkehrsnetz. Radtouren (2,99 € für iPhone und iPad) bietet Routen entlang der Alster oder raus aus der Stadt in Richtung Lüneburger Heide. Wer kein eigenes Fahrrad hat, der kann sich bei StadtRad (kostenlos für iPhone, iPad und Android-Geräte) die Standorte von Leihrädern anzeigen lassen. Und auf der Heimfahrt kann man sein neu erworbenes Wissen mit dem Pocket Quiz Hamburg (0,79 € für iPhone und iPad) testen: Das Schulterblatt von welchem Tier gab der gleichnamigen Straße im Hamburger Schanzenschiertel seinen Namen? 

Magazine – on- und offline

Fester Händedruck, ein scharfes S – und bitte: In Hamburg spricht man nicht über Geld. Der zackige Ton und trockene Humor mancher Hanseaten sind Gewöhnungssache. Deshalb hat die Redaktion des Mare Magazins für ihr Sonderheft zur Stadt Hamburg neben vielen spannenden Geschichten auch eine kurze Einführung in hamburgische Umgangsformen zusammengestellt. Das Vice Magazin hat ebenfalls einen Hamburg Guide herausgebracht. Nach Stadtvierteln sortiert, informiert dieser über die dunkelsten Kneipen, besten Geschäfte und den herausragenden Kaffee auf dem sogenannten Galaostrich im Schanzenviertel. Die Stadtmagazine Prinz, Szene, Oxmox und Sommer in Hamburg bieten umfangreiche Veranstaltungskalender, Restaurantempfehlungen und Interviews mit Lokalhelden wie Rocko Schamoni und Heinz Strunk. Das gesamte Angebot an Musicals, Theateraufführungen, Konzerten und Festivitäten ist außerdem auf der offiziellen Website der Stadt Hamburg einsehbar. Mit der Kunsthalle, den Deichtorhallen, dem Kunstverein und einigen sehr guten Galerien ist Hamburg auch ein interessanter Kunststandort. Über die Hamburger Kunst- und Kulturszene informiert das Dare Magazin.

Blogs

„Die wohlhabende Hamburgerin hat den Romantizismus in meinen Entwürfen nie verstanden, sie ist ja eine gelungene Mischung aus Pferd und Frau“, beschrieb Wolfgang Joop im Jahr 2010 dem Tagesspiegel seine Eindrücke als Hamburger Modedesigner. Wer hier der sture Gaul ist, bleibt ungeklärt. Aber dass diese Einschätzung wenigstens der nachwachsenden Generation nicht mehr gerecht wird, beweisen die zahlreichen in Hamburg beheimateten Modeblogger, die steife Krägen und Goldknöpfe höchstens noch als Zitat begreifen. Claire von C’est Clairette schreibt beispielsweise darüber, wie die Tierwelt die Mode erobert und mit welchem Schnittmuster sie sich den letzten Rock genäht hat, und Katharina von I love Ponys berichtet von Nachwuchsdesignern und aktuellen Trends in und außerhalb Hamburgs. Auch die Mode- und Beautyredaktion der Brigitte betreibt ein eigenes Blog namens Stylenotes, auf dem Neuentdeckungen präsentiert werden, die es nicht ins Heft schaffen. Wenn man für längere Zeit in Hamburg ist, lohnt sich ein Besuch des Kulturblogs Affekt. Hier berichten zwei junge Journalisten von Galerieeröffnungen und Konzerten oder veröffentlichen interessante Gespräche mit ortsansässigen Künstlern und Kulturtreibenden. Auf welchem Wochenmarkt das Gemüse knackig und der Fisch fangfrisch ist, wissen die Foodfreak-Blogger. Die Kochblogs Ohhhmhhh und Lykkelig liefern die richtigen Rezepte dazu.

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Kommentare

2 Kommentare Kommentieren

Thekentipps

Bevor ich mir jetzt 20 Apps runterladen muss, um die beste Location für den Genuss von Schwarzer Sau herauszubekommen, hat vielleicht jemand einen Tipp für mich. Bisher kannte ich das Getränk nur als partytaugliches Eigengebräu.

Hafenblick ist optional, aber da es so prominent im Text steht, kann das ja nicht so schwer sein. Also: Wo trinkt der Hamburger klassischerweise Schwarze Sau?