Israels Untergrund leuchtet

Die 82 Meter lange und 60 Meter breite Sorek-Höhle bei Beit Shemesh in Israel | © Uriel Sinai/Getty Images
So nah kommt man Stalaktiten und Stalakmiten selten: Die Sorek-Höhle bei Beit Shemesh in Israel ist relativ klein mit ihren 82 Metern Länge und 60 Metern Breite. 1968 wurde sie durch Zufall entdeckt, als Arbeiter in einer Mine nebenan Sprengungen vornahmen. Manche der Tropfsteine sind mindestens 300.000 Jahre alt; einige sind millimeterklein, andere mehrere Meter im Durchmesser breit. Nun wurden die Gesteinsformationen durch ein neues Beleuchtungssystem noch besser in Szene gesetzt – und vor allem bunter.
- Datum 10.08.2012 - 15:33 Uhr
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mich eher an Las Vegas.
Tropfsteinhöhlen sind Naturwunder, die man nicht
mit kitschigen Farben verunstalten sollte.
... lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Aber hier mache ich mal eine Ausnahme: Scheußlich!
diese neue Ausleuchtung der kleinen aber sehr eindrucksvollen Höhle. Als Mikrobiologe hatte ich 1981 bereits die Gelegenheit zu einem Besuch mit der damals üblichen funzeligen Ausleuchtung. Als kleines Privileg für das Wissenschaftlerteam wurde die Höhle damals für die Allgemeinheit geschlossen, um die Entnahme von Proben zu ermöglichen. Es gab damals bereits viele Probleme mit dem Wachstum von Blaualgen und schwarzen Verfärbungen an den Steinen im Bereich der Lichtkegel. Bleibt zu hoffen, dass diese Sehenswürdigkeit noch lange in guter Verfassung erhalten werden kann, egal ob in Las Vegas kunterbunt oder in schummerigem Gelb.
... nicht letztlich doch um das tatsächliche und wirkliche Sommerloch handelt?
von der eigentlichen Schönheit einer Höhle ist bei dieser überzogenen Beleuchtung in der Tat nicht mehr viel übrig...
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