TarifkonfliktLufthansa-Streiks ausgesetzt, Schlichtung vereinbart

Die Flugbegleiter setzen ihre Streiks aus und begeben sich ins Schlichtungsverfahren. Die Einigung wurde möglich, weil die Airline ein Zugeständnis gemacht hatte.

Passagiere und Proteste am Flughafen Tegel in Berlin

Passagiere und Proteste am Flughafen Tegel in Berlin

Im Tarifstreit zwischen Lufthansa und Flugbegleitern haben beide Seiten eine Schlichtung vereinbart. Laut Lufthansa gilt ab Samstag 0 Uhr wieder die Friedenspflicht. Die Lufthansa und ihre Fluggäste müssen damit mit keinen weiteren Streiks der Kabinengewerkschaft Ufo rechnen. 

Nach Angaben der Airline soll das Schlichtungsverfahren bis zum 12. September abgeschlossen werden. Laut der Lufthansa geht es bei den Gesprächen vor allem um zwei Themen: den Vergütungsvertrag des Kabinenpersonals und einen Vertrag, der die Ergebnisbeteiligung des Personals regelt. Ein Schlichter wird indes noch gesucht, hieß es.

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Parallel dazu werden Gespräche zu den anderen strittigen Themen wie der Leiharbeit geführt, sagte Lufthansa-Sprecher Alexander Behrens. "Damit ist die Ufo sehr zufrieden", sagte Baublies. Es sei der Gewerkschaft immer um ein Gesamtpaket gegangen. Die Ankündigung der Lufthansa, künftig keine Leih-Stewardessen mehr auf ihren Berlin-Verbindungen einzusetzen, sei ein "wichtiges Signal" gewesen.

Die Flugbegleiter hatten am Freitag voriger Woche zunächst für mehrere Stunden die Lufthansa am Standort Frankfurt bestreikt und den Arbeitskampf dann schrittweise ausgedehnt. An diesem Freitag kam es dann zum bislang wirkungsvollsten Streik in der Geschichte der Airline.

Wegen des Streiks musste Europas größte Fluggesellschaft am Freitag weit mehr als die Hälfte ihrer Flüge streichen, rund 100.000 Reisende waren von dem beispiellosen Ausstand betroffen. Selbst die Pilotenstreiks aus den Jahren 2001 und 2010 hatten nicht eine derart durchschlagende Wirkung. Chaos gab es aber weder an Flughäfen, Bahnhöfen noch auf den Autobahnen. Es war bereits die dritte Streikwelle nach zwei regional begrenzten Ausständen seit Freitag vergangener Woche.

 
Leserkommentare
  1. es ist so schön ruhig hier !!!

  2. Immerhin ein kleiner Sieg im Kampf gegen Leiharbeit.

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  3. Wofür haben wir eigentich 15 Jahre gespart, Reallohn,- Sozial- u. Rentenverluste hingenommen? Für Inflation, Druckerpresse und Schuldentilgung von korrupten Regierungen oder Goldman Sachs?

    Seht Euch den Flugbegleiter-Streik an. Dies ist der NEUE, der ALTE und vor allem EINZIGE Weg seinen gerechten Anteil zu fordern und Leiharbeit ohne ein korruptes Parlament abzuschaffen.

    Setzt eure korrupten Gewerkschaftsbosse ab und macht sie wieder zu dem Instrument, welches sie einmal waren. Nur mit harten Bandagen - das beweist UFO - erreicht man ein Ziel. Streik für deutlich höhere Arbeiter-Löhne über der Inflationsschwelle statt Manager-Prämien - nicht egoistisch, sondern gleichzeitig gegen Lohndrückerei Eurer Brüder und Schwestern! Denn die Zeche bezahlen wir am Ende alle.

    Lasst Euch nichts mehr gefallen, der Parlamentarismus in Deutschland und Europa sind eine Sackgasse! Diese Herren und Damen bewegen sich nur mit Dampf unter'm HINTERN!

    Wer Billionen verschenken kann, kann daheim auch bessere Löhne und Renten zahlen. Der "Exportweltmeister" lebt schon lange unter seinen Verhältnisssen - ein Hauptgrund für die Eurokrise!

    Der Boom ist schon wieder vorbei - und wo seid ihr geblieben? Ihr habt den Gespenstern der Arbeitgeber geglaubt, der systematisch - mittlerweile in Mark und und Blut übergegangenen Angstmache, Euren Anteil zu fordern! Doch nur, wenn ihr ihn fordert, kommt der Binnenmarkt - das seid ihr - wieder in Schwung.

    Was ist mit einheitlichen Mindestlohn?

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  4. einmal das uns Alle betreffende Thema "Leih Arbeit und Lohndumping" an. Die "Warmen Worte" der großen Gewerkschaften die haben nichts bewirkt. Es sind reine "Scheingefechte".

    Lohndumping und Rentenkürzungen sind real und die Merkel Regierung, allen voran Frau Von der Leyen, verbuchen die "Verarmung" großer Bevölkerungsgruppen als Erfolg.

    Wir sollten Alle dankbar sein und den Arbeitskampf der UFO unterstützen!
    .

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  5. Die Themen und Vorgehensweisen von Ufo sind endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Es muss "weh tun" bevor sich etwas ändert. Leider ist das so.

    Aber Solidarität in der Bevölkerung ist kaum noch zu finden. In unserer Gemeinde gibt es einen gemeinnützigen Verein der sich um alle Belange kümmert die für die Bürger Konseqeunzen haben können.

    Wenn dann etwas gegenüber der Gemeindevertretung zu unternehmen ist hört man Sätze wie "Da kann man sowieso nichts machen", "Mich stört das nicht", "Alles gar nicht so schlimm". Es würde sich in Deutschland mehr ändern lassen wenn mehr und lauter agiert würde. Es wird auch einfach alles geglaubt was sogenannte "Experten" von sich geben. Da ist zum Beispiel die Inflationsrate (August 2012 - 2%). "Was, die verlangen 5% Gehaltserhöhung bei 2% Inflation?". Dass die Lebenshaltungskosten (Miete, Strom, Heizung, Wasser, Lebensmittel, Benzin ....) im letzten Jahr (für eine Familie mit zwei Kindern) um rund 6% gestiegen sind, wird, aus gutem Grund, nicht veröffentlicht. Das heißt, dass die Löhne und Gehälter der "normalen Arbeitnehmer" in den letzten Jahren trotz Gehaltserhöhungen abgenommen haben. Auch das wird leider nicht laut genug gesagt.

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  6. Nun ja, dort wo es Gewinner gibt (Lufthansa-Begleitpersonal) gibt es auch Verlierer. Aber wohl weniger die Lufthansa selbst, sondern die Fluggäste, auf welche die für die Lufthansa entstandenen und entstehenden Mehrkosten abgewälzt werden.
    Zum anderen sollte man bei aller Solidarität mit dem Begleitpersonal bedenken, dass deren "Glück" letztendlich darin besteht, gut - via UFO - organisiert zu sein. Wieviele Wirtschaftssektoren gibt es bei uns, in welchen die Arbeitnehmer viel viel weniger verdienen und eben keine mächtige Gewerkschaft auf ihrer Seite haben? Für diese erscheint der Flugbegleiter-Streik als blanker Hohn...wobei, zugegebenermaßen, letztere Qualifizierung eher den Forderungen der Ärzte nach höheren Vergütungen zugeschrieben werden darf.

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