Fotos aus Island : Insel unter Dampf

Es dampft und brodelt, glüht und poltert: In der Fotoserie "Island" zeigen Heike Ollertz und Edgar Herbst die widerspenstige Schönheit der Insel und ihrer Bewohner.

Südlich des nördlichen Polarkreises liegt die größte Vulkaninsel der Erde: Island. Land und Menschen sind geprägt von den Verwerfungen, die sich über und unter der Erde vollziehen. Es dampft und brodelt, glüht und poltert. Angesichts der unruhigen Natur sind die Einwohner zusammengerückt, die Mehrheit lebt in Reykjavík. Heike Ollertz und Edgar Herbst haben das Leben auf Island in Bildern eingefangen: Ollertz zeigt die störrische Schönheit des Landes in Farbe, Herbst die raue Poesie in den Gesichtern seiner Bewohner. Ihr Buch Island erschien bei mare.

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Kommentare

11 Kommentare Kommentieren

kitschig ! jeder kann nach island fahren, seine kamera irgendwo hinhalten, und wird zwangsläufig ein "schönes" foto in bester postkarten-manier bekommen.
und dann schwarz-weisse,grobkörnige portraits zu machen-das ist wirkliuch verklärung und reproduktion von klischees.da tropft der schmalz nur so aus dem buch heraus.

Kitsch...

Mir geht es ähnlich mit den Bildern von Frau Ollertz, es sind die typischen Postkartenklischees wie man sie tausendfach bei Flickr & co findet. Wenn Frau Ollertz auch noch darauf hinweist, dass die Bilder mit einer Alpa-Großformat Kamera aufgenommen worden sind, macht das Ganze auch nicht besser, im Gegenteil, sie sollte sich mal klarmachen, dass z.B. im New York Times Magazin inzwischen sehr gute Fotostrecken gezeigt werden, die mit einem I-Phone realisiert worden sind. Die Bilder von Herrn Herbst gefallen mir dagegen besser, da sie nicht die typischen Island-Klischees bedienen.

Island

Im Mare-Verlag ist im Herbst 2012 ein außerordentlicher Bildband mit Aufnahme von Heike Ollertz und Edgar Herbst mit dem Titel "ISLAND" erschienen. Von der Insel im Norden des Atlantiks geht eine mythische und bizarre Schönheit aus. Es liegen mittlerweile unzählige Publikationen wie Bild-und Reisebände vor, in denen das Land im hohen Norden mit seiner einzigartigen Landschaft umfassend dokumentiert und beschrieben wurden. Umso erfreulicher ist es, dass es den beiden Fotografen Heike Ollertz und Edgar Herbst in hervorragender Weise gelungen ist, neben ihren brillanten Landschaftsaufnahmen auch eindringliche Fotos, die den Alltag der Einwohner Islands dokumentieren, in dem vorliegenden Bildband zu integrieren. Sie haben es damit geschafft, sich vom Sujet des typischen Islandklischees zu lösen und haben durch authentische Aufnahmen vom Leben der Leute auf der Insel und durch ihre künstlerisch wertvollen und aussagekräftigen Porträts der Isländer für den Leser und Betrachter eine ganz neue Sichtweise zu diesem einzigartigen Land eröffnet. Der Bildband ist mit einem Vorwort des Herausgebers sowie mit Begleittexten von Martina Wimmer ausgestattet.

Klischee pur

"Sie haben es damit geschafft, sich vom Sujet des typischen Islandklischees zu lösen" Unsinn, gerade die Island-Bilder von Frau Ollertz finden sich haufenweise bei Flickr und co. Ihr Kommentar liest sich eher wie die PR-Pressestelle des Herausgebers. Übrigens ist gerade noch ein Island Buch erschienen (Peter Gebhard, "Island: Feuer und Eis"), in welchem sich auch unzählige Klischeebilder befinden, aber in meinen Augen "bessere Klischees" als im Mare-Buch.