Im Wohnwagen brennt noch Licht

Frank Hallam Day: "Airstream 19331", 2012 | © Frank Hallam Day/Kehrer Verlag
Wie Raumkapseln wirken die Wohnwagen, die Frank Hallam Day für seine Serie Nocturnal in Florida fotografiert hat. Ihre Metalloberflächen reflektieren das Licht von Days Scheinwerfern, die erleuchteten Fenster blicken wie Augen in die nächtliche Vegetation. Die Menschen in ihren Wohnwagen wissen nicht, dass sie fotografiert werden. Sie fühlen sich der Natur nahe, obwohl ihre Gefährte kaum eine zivilisatorische Errungenschaft vermissen lassen. Die Bilder, von denen wir hier einige zeigen, sind als Buch im Kehrer Verlag erschienen.
- Datum 08.12.2012 - 08:42 Uhr
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Was sollen mir diese Fotos sagen? Weder erkenne ich eine Botschaft die nachdenken läßt, nichtmal stutzen, noch empfinde ich sie als ästhetisch ansprechend. Zu hell ausgeleuchtet, grell fast abstoßend. Da ist ja doch eine Regung, eine Berührung, und ich sehe mich sogar veranlasst einen Kommentar zu schreiben. Diese Serie hat mich ärgerlich gemacht, ich werde mir diese Fotos nicht erneut ansehen, zur Strafe...
Sehr gute Fotos -- ästhetisch und zum Nachdenken anregend.
Die surreale Beleuchtung und die effektive Nutzung der digitalen Technik lassen die Aufnahmen sehr nächtlich erscheinen, obwohl sie gar nicht so dunkel sind. Für den außenstehenden Betrachter wirken die sterilen Blechkisten in der wilden, wuchernden Natur wie Fremdkörper, obwohl ihre Bewohner vermutlich das Gefühl eines tiefsten Naturerlebnisses /-verbundenheit haben. Die Wohnwagen wirken in der Tat wie Raumkapseln und es würde mich nicht wundern, wenn jeden Moment Astronauten aus der Tür träten, um einen halbstündigen Raumspaziergang mit Sauerstoffflasche und zentnerschwerem Raumanzug zu machen.
Lässt mich nachdenken und bringt meinen Eindruck vom Verhältnis vieler vermeintlicher "Outdoormenschen" (wenn nicht gar des Großteils unserer Gesellschaft) zur Natur konzise zum Ausdruck.
Für mich eine der besten Fotoserien hier auf Zeit Online seit langem!
Eigentlich verweisen sie auf eine sehr indiskrete Art auf das Leben in dem Wohnwagen, es ist fast so, als ob sich ein Voyeur an diese Fahrzeuge heranschleicht und kurz vor der Entdeckung ist, was sich darin abspielt. Sie entblößen Geheimnisse, die nicht entblößt werden wollen. Die inszenierte Beleuchtung (wie in alten amerikanischen Filmen) hilft dabei, auf die Quelle des Lichts hinzugehen und hinzusehen. Spürt man nicht fast die (unsichtbaren) Bewegungen im Wohnwagen, hört man nicht Leute sprechen ?
http://podster.de/episode...
Die Idee mag nett sein, aber diese Fotos sind nichts, was nicht an einem Abend bei einem Spaziergang über einen Campingplatz von jederman erledigt werden könnte.
Was gar nicht geht, ist die wirklich extrem starke und grelle Ausgeleuchtung. Das kommt wirklich keine Stimmung auf.
Siehe Kopi Luwak
Schon Alfred Brehm hat 1883 Kopi Luwak beschrieben. Der Exkremente-Kaffee wurde von der einheimischen Bevölkerung gesammelt und getrunken, da der damals sehr wertvolle und mühsam angebaute Plantagenkaffee ausschließlich für Kolonialisten und deren Export bestimmt war.
Doppelpost. Die Redaktion/se
Der journalistischen Sorgfalt halber sollte man schon erwähnen, daß die Serie mit dem Oskar-Barnack-Preis 2012 ausgezeichnet wurde...ändert aber natürlich nichts an den Bildern...mich sprechen sie leider auch nicht an...
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