Fotograf Sebastian Forkarth : Jenseits von Jerusalem

Der umstrittene Bau neuer Wohneinheiten im Westjordanland soll die jüdische Siedlung Ma'ale Adumim mit Jerusalem verbinden. Der Fotograf Sebastian Forkarth war dort.

Die jüdische Siedlung Ma'ale Adumim liegt bei Ost-Jerusalem, außerhalb der Grünen Linie. Seit der Gründung 1975 ist Ma'ale Adumim stetig gewachsen und heute mit 40 Quadratkilometern die flächenmäßig größte Siedlung im Westjordanland. Sie liegt auf den Hügeln, geschützt durch Zäune, Checkpoints und Militärcamps; an den Hängen und im Tal leben die Palästinenser. Sebastian Forkarth hat die Siedlung fotografiert.

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Kommentare

37 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Bauen wie die Götter

Tja, ganz einfach, fahren sie doch mal dorthin, dann werden sie's mit eigenen Augen sehen. Ich war dort und kann ihnen viel Schönes berichten, aber schön heisst nunmal nicht unbedingt proper, wie sie diese hässlichen Klötze so schön umschreiben. Ausserdeem, lieber maxeisenreich, hat Bauen nicht sehr viel mit Göttern zu tun, sondern wohl doch eher mit Geld. Besser verteilen, das wäre doch mal eine schöne Idee.

Aber klar doch...

Leider steht finanziell hinter den Palästinensern nur Allah.
Bei Israel sieht es schon ganz anders aus: Dort stehen die USA, die EU und nicht zuletzt Deutschland hinter den Isarelis.

Die vielen Milliarden, die Israel jährlich aus dem Westen an Unterstützung erhält (u.a. für sein Militär), steckt der Staat natürlich in den Ausbau der Besetzungen im Westjordanland.

So unterstützt Deutschland indirekt mit deftigen Rabatten bei U-Boot-Verkäufen die israelische Siedlungspolitik und die Vertreibung der Palästinenser aus Ihren letzten Refugien.

Fragen über Fragen

Nun ja, wenn man 40 Jahre unter einer Besatzung in unfreiheit unter der Gewalt der Besatzer lebt, sein Land nicht bebauen kann, weil es durch die Besatzer enteignet wird, oder Ernten vernichtet werden,

www.btselem.org
www.peacenow.org/map.php

wird man einige Erklärungen finden, warum die Palästinenser nicht bisher nicht mehr auf die Beine gebracht haben.

Das unabhängig von dem Problem, sich nicht zu fragen, warum manche an den israelischen Siedlungs-Landraub-Völkerrechtsverbrechen nichts auszusetzen haben und zynisch über die Opfer spotten.

www.un.org/apps/news/stor...

Eine kleine Antwort ...

liebe/r (?) magicmaagi kann ich mir doch nicht vergneifen. "Proper" im Sinne von Sauber und ordendlich sind die Häuser schon (Sie kennen doch den Meister P ... . Da wurde der Begriff schon verwendet). Aber sei`s drum.
Mich erinnert der Stil der Häuser an die Bauhaus-Architektur. Hässlich jedenfalls empfinde ich die Architektur nicht. (Sehen Sie sich, falls Sie in D oder ähnlich leben, mal in einem Neubaugebiet um. Kaum zu glauben, dass es hierzulande einst die Bauhaus-Schule gab.)
Und was das Geld anbetrifft. Auch Palästina erhält finanzielle Hilfe von den arabischen Nachbarn und aus dem Iran.

also....

als da noch kein Ma'ale Adumim stand (vor über dreißig jahren!), war's da auch sehr schön. aber das ist lange her. so dass heute in der näheren umgebung nichts mehr von dieser schönheit zu sehen ist. und auch nichts mehr davon, wie das land damals bewirtschaftet wurde.
und nicht vergessen: auch beduinen wollen immer mal wieder wo ihre zelte aufschlagen. da geht es nun nicht mehr.

an dem bild mit zaun sieht man übrigens das problem dieser siedlungen: erst mal muß das land, um zu bauland werden zu können, wüst und leer gemacht werden, und dann muß es aus sicherheitsgründen wüst und leer bleiben.

Warum die Palästinenser... @5

Die Erklärung für die Rückständigkeit des alten Palästina liegt nicht bei den Israelis. 400 Jahre lang war das Land ein Außenposten des Osmanischen Reichs und wurde vernachlässigt. Mark Twain schrieb 1869, also kurz vor der 1. Alija:

"Palaestina sitzt in Sack und Asche. Ueber ihm bruetet der Bann eines Fluches, der seine Felder hat verdorren lassen, und seine Tatkraft gefesselt hat. … Palaestina ist verlassen und haesslich."

Es lebten dort am Ende des 1. Weltkriegs höchstens 500.000 Menschen aus allen Teilen des Osmanischen Reiches. Etwa 1/4 der Bevölkerung hatte ägyptische Wurzeln und war mit der Invasion des Muhammad Ali Pascha 1831 ins Land gekommen. Heute bezeichnen sich diese Menschen als Palästinenser.

Interessante Thesen

wieviel Förderung bekommt den Israel von der EU so im Jahr,

Hier mal die Hausnummern für ihre palestinensischen Freunde, einfach mal unter Foreign Aid schauen, und ein Augenmerk auch auf die Hilfe durch ihre armen arabischen Brüder aus den reichen Ölländenr werfen.
https://en.wikipedia.org/...

Und die Militärförderung ist eine Förderung ihrer eigenen Wirtschaft auch in D und die Ablasszahlung an Israel, damit sich ihre Freunde aus den arabischen Ländern nicht doch noch gegen die Gutmenschen in Europa wenden.
Fragen sie ihre arabischen Freunde mal, warum die in Europa noch stillhalten und wieviel das die Ölstaaten kostet.

@Thema
Wer mal sehen will was passiert wenn Muslime israelische Infrastruktur übernehmen, einfach auf den Sinai und die ehmaligen israelischen Siedlungen dort anschauen.

Bei den meisten Kommentaren fällt mir hier immer nur ein est. 1948 Agein here to Stay.

Denn man war bereits vor 0 AD hier und wurde von den Römern, Muslimen und Christen vertrieben und das Land wurde besetzt.