GepäckverlustAirlines müssen mehr Entschädigung zahlen

Reisende, die sich einen Koffer teilen, haben bei dessen Verlust Anspruch auf mehr Entschädigung: Die Höhe bemisst sich künftig an der Zahl der betroffenen Personen.

Die Rechte von Fluggästen gegenüber ihrer Airline sind erneut gestärkt worden. Laut einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) steht Passagieren, die sich mit anderen einen Koffer teilen, bei Verlust eben dieses Gepäckstücks durch die Fluggesellschaft mehr Entschädigung zu als bisher. Jeder einzelne Airline-Kunde kann nun also eine Entschädigung verlangen.

In dem Urteil heißt es, dass sich ein Reisender von der Airline "Schadenersatz für den Verlust seiner Gegenstände fordern kann, die sich in einem von einem Mitreisenden aufgegebenen Gepäckstück befunden haben". Jedem Fluggast stehen dann bis zu 1.100 Euro für verlorenes Gepäck zu.

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Allerdings merkten die EuGH-Richter an, die Passagiere müssten nachweisen können, dass sich eigene Gegenstände in fremden Koffern befanden. Dies könne bei einer Familie, beim gemeinsamen Ticketkauf oder Einchecken der Fall sein, führten sie aus.

Im konkreten Fall hatte eine vierköpfige Familie die Fluggesellschaft Iberia verklagt, weil auf einem Flug von Barcelona nach Paris ihr Gepäck verloren gegangen war. Die vier Reisenden verlangten von der Airline Schadenersatz in Höhe von 1.100 Euro pro Person, also insgesamt 4.400 Euro.

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    • Quelle ZEIT ONLINE, dapd, dpa, kg
    • Schlagworte Airline | EuGH | Euro | Europäischer Gerichtshof | Familie | Verlust
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