Das Thema Alkoholkonsum in deutschen Zügen ist heftig umstritten und wird von den deutschen Verkehrsbetrieben regional unterschiedlich gehandhabt : Während im Hamburger Verkehrsverbund seit einem Jahr ein Alkoholkonsumverbot in Bussen und Bahnen gilt, ist man in Fernzügen der Deutschen Bahn bei Fußballspielen umgeben von mit Bierdosen ausstaffierten Fans. Eine einheitliche Regelung ist nicht in Sicht. Diese sei vor allem eine Aufgabe der Politik, heißt es seitens der Deutschen Bahn.

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Wie eine Umfrage des Forschungsinstituts YouGov im Auftrag von ZEIT ONLINE ergab, sprechen sich 41 Prozent der Befragten für ein generelles Alkoholverbot in Zügen aus, 42 Prozent sprachen sich dafür aus, nur im Bordrestaurant Wein, Bier oder Sekt zu konsumieren. In den übrigen Waggons sollte ebenfalls Alkoholverbot herrschen.

Frauen stimmten mit 48 Prozent deutlich häufiger für ein ausnahmsloses Alkoholverbot als Männer (34 Prozent).

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Gefragt, wie Verstöße gegen ein etwaiges flächendeckendes Alkoholverbot geahndet werden sollten, war die Mehrheit der Meinung, ein Bußgeld sei das geeignete Mittel (59%). 45 Prozent plädierten dafür, den Trinkenden des Zugs zu verweisen. 13 Prozent fanden, eine mündliche Verwarnung reiche aus.

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Ein Drittel der Befragten gab an, schon einmal von alkoholisierten Fahrgästen belästigt worden zu sein, zwei Drittel hatten nach eigenen Angaben noch keine solche Erfahrung gemacht. Hier gab es keinen Unterschied bei Frauen und Männern.

Diese Umfrage wurde in Kooperation mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt. Sie basiert auf Online-Interviews mit Teilnehmern des YouGov-Panels, das weltweit bereits 2,5 Millionen Mitglieder zählt. Für die vorliegende repräsentative Umfrage befragte YouGov vom 20. bis 22. November 2012 insgesamt 1.027 Menschen.