City Guide VenedigVenedig im Netz

Die Lagunenstadt ist berühmt für ihre Festivals und den Karneval. Aber es gibt noch sehr viel mehr zu entdecken. Hier finden Sie die besten Links für Ihre Reiseplanung. von 

Kunst in der Galerie Peggy Guggenheim

Kunst in der Galerie Peggy Guggenheim  |  © Willem Thomson

Der Tag beginnt mit einem Kaffee auf dem Markusplatz, anschließend geht es nach einem Spaziergang in eines der zahlreichen Museen. Auf dem Lido lässt es sich in der Mittagssonne flanieren, bevor der Tag nach einer Gondelfahrt auf dem Canal Grande beim Spritz mit Blick auf die Rialtobrücke ausklingt. So oder so ähnlich erleben jedes Jahr Hunderttausende ihren Urlaub in Venedig .

Um sich auf einen Besuch in Venedig vorzubereiten, bietet das Internet zahlreiche Quellen. Stadtmagazine informieren über Konzerte und Ausstellungen. Applikationen erklären Architektur oder den Stand der Gezeiten. Blogs bieten persönliche Geschichten und Tipps jenseits der Reiseführer, Video- und Fotosets stimmen auf Sehenswürdigkeiten ein und zeigen die anderen Seiten der Stadt. Wir haben die besten Netzfunde zusammengestellt.

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Apps

Ein Schwergewicht unter den Apps ist der Reiseführer von mTrip (circa 5 Euro, für Android und iOS), der von der Reiseplanung über Sehenswürdigkeiten, Karten, Öffnungszeiten und Ausgehtipps ein umfassendes Programm bietet. Über Schieberegler lassen sich auf Basis eigener Interessen individuelle Stadtrundgänge erstellen, eine Augmented-Reality-Funktion erweckt zudem den Smartphone-Bildschirm zum Leben. Etwas abgespeckte, aber dafür kostenlose Rundum-Alternativen gibt es von Trip Advisor (Android und iOS) oder Triposo (Android). Wer es nachhaltig mag, kann zudem einen Blick auf den grünen Ratgeber von Dorian Yates (iOS, 1,79 Euro) oder "die andere Karte Venedigs " werfen.

Doch wie sieht es mit den alltäglichen Dingen aus, mit einem Waschsalon vielleicht, einer Bücherei oder einfach einem Internet-Hotspot? Der OG Travel Guide (iOS, 3,59 Euro) listet lokale Geschäfte auf und bietet Tipps zum Essen und Trinken. Apropos Essen, eine schmackhaft-morbide Tour bietet Food & Ghost (Android, kostenlos). Sie stellt nicht nur eine Handvoll kleiner Osterias vor, sondern auch die Tatorte bekannter Mordszenen aus der dunklen Geschichte Venedigs.

Venedig ist eine Fußgängerstadt und statt mit Autos oder Bus fährt man mit den Vaporettos , den kleinen Verkehrsschiffen, von A nach B. Die Venedig Transport App (iOS, 0,89 Euro) hat stets die aktuellsten Fahrpläne parat. Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte zudem eine Karte dabeihaben . Android-Nutzer etwa können einfach Google Maps nutzen, das es erlaubt, ganze Städte und Regionen vorab zu speichern . Hilfreich ist in diesem Sinne auch hi!tide (Android, kostenlos), die offizielle Gezeiten-App Venedigs. Sie zeigt, wann und wo gerade acqua alta ist und birgt damit nassen Füßen vor.

Magazine und Stadtportale

Die beiden englischsprachigen Portale Time Out und IN Venice informieren über aktuelle Konzerte und Ausstellungen, etwa in der Galerie von Peggy Guggenheim . Tipps für Kunstfreunde hat auch das Blog Venezia in einem PDF zusammengestellt , im Oktober ist die aktuelle Ausgabe für Herbst und Winter 2012 erschienen. Wer Italienisch spricht, findet tägliche Neuigkeiten aus der Region auf den Websites der Tageszeitungen L'Arena und Il Gazzettino .

City Guide Venedig

Hier finden Sie alle Artikel aus dem City Guide Venedig:

Zeitgenössische Kunst: Venedig ist ein Museum unter freiem Himmel

Donna Leon über die Bar Rosa Salva

Stammgericht: Frittierte Weichschalenkrebse

Schaurig-schön: Die Seufzerbrücke

 DJ Cristiano Spiller über Partys und Karneval

Schlafen wie in der Belle Époque: Das Hotel Giorgione

Tipps aus der Redaktion: Von der Commedia dell’ Arte bis zur Olivetti-Schreibmaschine

Und die Themenseite zum City Guide Venedig

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Blogs und Twitter

Zwischen den Touristen fällt es manchmal schwer, die Einheimischen auszumachen. Doch es gibt sie, die Menschen wie Monica Cesarato . Die geborene Venezianerin ist ein richtiges Multitalent: Neben ihrer Arbeit als Englischlehrerin betreibt sie ein B&B und bietet Kochkurse für echt venezianische Gerichte an. Nebenbei bloggt sie regelmäßig Reise- und Veranstaltungstipps und ist auf Twitter aktiv .

Als Venetian Cat berichtet die Autorin Cat Bauer seit 1998 aus Venedig, vornehmlich über Kultur und Ausstellungen. Dabei ist sie meist selbst vor Ort und schreibt aus der Ich-Perspektive ihre Erlebnisse auf, interviewt die Macher und sammelt Hintergrundinformationen wie etwa über das venezianische Glasbläserhandwerk . Ein weiterer Wahlvenezianer steht hinter dem Venezia Blog . Der Familienvater schreibt vor allem über das alltägliche Leben in Venedig, in den Archiven können aber auch Besucher den ein oder anderen Geheimtipp erfahren. Langjährige Erfahrung bietet auch das Ehepaar Imboden. Ihre Website Venice for Visitors ist zwar kein Hingucker, bietet aber ein handverlesenes, seit 1997 gewachsenes Archiv und warnt unter anderem vor den "11 schlimmsten Touristenfehlern ."

Unterwegs in Venedig lautet der Titel eines deutschen Blogs. Der Name ist Programm: Der Autor bloggt regelmäßig und ausführlich aus der Serenissima von Ausstellungen, Konzerten und über Anekdoten, die vielen Besuchern sonst entgehen würden. Oder hätten Sie gewusst, wann man in der Lagune besonders gut die Sterne angucken kann ? Zudem hat er eine der ausführlichsten Linklisten zur diesjährigen Biennale zusammengestellt.

Biennale und Filmfestspiele

Apropos Biennale : Kein Reiseführer kommt ohne die renommierte Kunstausstellung und die daran angeschlossenen Internationalen Filmfestspiele aus. Die Veranstalter twittern und youtuben zwar regelmäßig (und natürlich gibt es auch eine App ), doch kann das Programm mit seinen Dutzenden Ausstellungsorten innerhalb der Stadt überwältigend sein. Blogs helfen beim Sortieren. Das Architect Newspaper oder die Website ArchDaily zum Beispiel in Sachen Architektur, und allen Kunstfans seien die Berichte auf Dezeen oder Artinfo nahegelegt. Zum jährlichen Filmfestival lohnen sich die Berichte auf den Seiten von Indiewire oder dem Blog des Filmkritikers Mick LaSalle . Für Filmfans, die nichts mit dem roten Teppich am Lido zu tun haben möchten, gibt es Alternativen. Das Asolo Kunstfilm Festival etwa, oder, wer seine Filme kürzer mag, das Internationale Kurzfilmfestival .

Bilder

Bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde Venedig vor allem in Worten verewigt: Shakespeare und Ernest Hemingway , Henry James , Thomas Mann und Ezra Pound, dessen Grab heute auf der Friedhofsinsel San Michele zu finden ist – Venedig zog sie alle an. Heute dagegen lockt die Stadt vor allem die Fotografen. Die pittoresken Kanäle, die engen Gassen und die windschiefen bunten Häuschen auf der Insel Burano gehören zum Standard-Repertoire jedes Venedigbesuchers. Entsprechend viele Bilder finden sich davon in der Flickr-Gruppe Venedigs oder in Tumblern wie I Like Venice .

Interessanter aber sind die Aufnahmen abseits bekannter Sehenswürdigkeiten, wie es sie in der Gruppe Venice Street Photography gibt: Schlafende Gondoliere, argwöhnisch dreinblickende Einheimische, Bettler und Graffiti komplettieren das Stadtbild. Ähnliche Fotosets gibt es auch auf der Plattform 500px . Roberto Mugnaioli porträtiert die Fahrgäste an Deck der Vaporettos . Aufnahmen, die zunächst an die Nordsee statt Venedig erinnern, hat Alberto Niero geschossen : Von der Brücke der Freiheit, die das Festland mit den Inseln verbindet, hat er die Stille der Lagune eingefangen als gäbe es die Stadt nebenan gar nicht. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch der Fotograf Christopher Thomas, der Venedig ohne Menschen zeigt .


Legende: Rot = Essen, Grün = Ausgehen, Blau = Erleben, Gelb = Schlafen
Den Venedig City Guide auf einer größeren Karte anzeigen

Vimeo

Auch der Schweizer Fotograf Joerg Niggli hat Venedig für sich und seine Kamera entdeckt. Sein Zeitraffer-Video Venice in a Day begleitet die Stadt vom Tagesanbruch auf der Rialtobrücke bis zum Sonnenuntergang auf dem Markusplatz, durch den Tilt-Shift-Effekt wirken die Besucher wie Modellfiguren.

Eine andere Technik hat Geoff Tompkinson für sein weltweites Hyperlapse-Projekt gewählt. Wie an einer Schnur gezogen fährt seine Kamera an den großen Sehenswürdigkeiten vorbei.

Venedig ohne Wasser? Unvorstellbar. Schon die ersten Siedler ließen sich in der Lagune nieder und lebten mit den Gezeiten. Über die Jahrhunderte stiegen die Bevölkerungszahlen und damit die Anforderungen an die Architektur und Infrastruktur der Stadt. Das Projekt Venice Backstage erklärt auf seiner Website und in einem Film, wie die Stadt dem Wasser trotzt.

Weiterführende Links

Allgemeine Informationen gibt es auf der offiziellen Website der Stadtverwaltung und der Tourismusbehörde , praktische Tipps zum Parken, Anreisen und Internetnutzung innerhalb der Stadt finden sich auf Venice Connected . Zwei weitere Großevents im venezianischen Kalender sind der Karneval (immer im Februar) und die Regata Storica (immer Anfang September), eines der ältesten Ruderrennen der Welt.

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Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie darauf, im öffentlichen Kommentarbereich auf ihre private Website zu verlinken. Danke, die Redaktion/jp

  2. Das werde ich dieses Jahr in Angriff nehmen, Venedig hat nämlich mehr zu bieten als nur das typische Tourismuszentrum im Stadtkern...Ich bin sehr gespannt was es rund um Venezia noch zu entdecken gibt!

    Hier noch ein Link zur Reise: http://www.guiders.de/tou...

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