Das Sicherheitspersonal an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn streikt den zweiten Tag, Ausfälle und Verspätungen sind die Folge. Am Morgen wurden mehr als 100 Flüge gestrichen. An den Kontrollen bildeten sich längere Warteschlangen. Die Gewerkschaft ver.di hatte angekündigt, bis zum Abend zu streiken.

Rund 400 Sicherheitsleute streiken seit Donnerstag für mehr Geld. Am Freitagmorgen beteiligten sich etwa 200 Mitarbeiter an den Aktionen, sagte die Fachbereichsleiterin der Gewerkschaft ver.di, Andrea Becker. Der Flugbetrieb in Nordrhein-Westfalen dürfte deshalb den ganzen Tag über erheblich beeinträchtigt sein.

Mit dem Streik will ver.di die Forderung nach Lohnaufschlägen von 30 Prozent für die Sicherheitsbranche durchsetzen. Auch unbefristete Streiks seien möglich, sagte Sprecherin Becker. Zudem werde überlegt, den Arbeitskampf Anfang kommender Woche auf das gesamte Sicherheitsgewerbe auszuweiten. "Da könnten auch sensible Bereiche wie die Bahnhöfe und der Objektschutz betroffen sein." In der Bewachungsbranche arbeiten allein in NRW 34.000 Menschen.

Die Sicherheitsunternehmen lehnen die Lohnforderungen bisher ab. Die Gewerkschaft habe für die Fluggastkontrolleure eine angebotene Tariferhöhung von über 9 Prozent ausgeschlagen, sagten die Arbeitgeber. Eine Lohnsteigerung von 30 Prozent würde zum massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen.